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Ich beantrage unseren Antrag 226 aus 25, da geht es um den Verkauf der Anteile der Landeshauptstadt Magdeburg an der Magdeburger Weihnachtsmarkt mbH, weil seit heute ist eine Drucksache drin, die für die nächste Stadtratssitzung am 6.3. sozusagen drin ist von der Oberbürgermeisterin und wir möchten gerne, dass beide Anträge zusammen verhandelt werden. Danke schön.
Ich beantrage heute den Antrag zurückzustellen für die nächste Stadtratssitzung am 3.6.
Wir brauchen Sicherheit für alle Beteiligten in der Weihnachtsmarkt GmbH, und wir sollten in dieser Stadtratssitzung darüber abstimmen.
Ja, ich spreche natürlich zur Geschäftsordnung. Ich bin dafür, wenn die beantragende Fraktion das so möchte, gerne, und ich glaube, es gefährdet den Weihnachtsmarkt in keiner Weise, wenn wir das in der nächsten Sitzung möglicherweise behandeln und nicht in dieser.
Zum Geschäftsordnungsantrag, ich würde ihn auch befürworten, weil wir nicht nur die Drucksache am 06.03. behandeln werden, sondern auch im Verwaltungsausschuss am 06.03. sowohl die Information, die Ihnen zugesagt gewesen ist, als auch die Drucksache behandeln wollen.
Herr Vorsitzender, ich zweifle jetzt die Entscheidung, die Sie getroffen haben, an, dass das sozusagen weiterhin von der Tagesordnung genommen wird, weil wir dafür eine Zweidrittelmehrheit brauchen, soweit ich das jetzt in Erinnerung habe, und die hatten wir jetzt in dieser Abstimmung nicht.
Zwei Drittel von 47 ist größer als 29. Damit nicht durchgekommen, mathematisch sehr einfach.
Die Fraktion Die Linke hat am Dienstag einen Antrag zur Grundsatzaussprache eingereicht. Wir hätten gerne öffentlich gewusst, wie der Werdegang ist. Es ging um den Winterdienst in der Landeshauptstadt Magdeburg.
Da man, sehr geehrter Herr Vorsitzender, Oliver Müller, Fraktion Die Linke, immer viel dazulernt. Möchten wir dieses neue Wissen natürlich gern mit allen teilen. Also ich hoffe, ich kriege das einmal richtig raus. Und zwar haben zumindest wir als Fraktion gelernt, dass egal ob eine Grundsatzaussprache oder aktuelle Debatte, im Grunde sind die Unterschiede da ja eher fließend, aber beides ist ja in unserer Satzung Geschäftsordnung verankert.
Also wir durften erfahren, dass der Stadtrat immer darüber mehrheitlich abstimmt jetzt, ob wir dann eine Debatte oder eine Grundsatzaussprache machen oder nicht. Es ging sogar der Hinweis, dass wir das schon immer so gemacht hätten. Offenbar war ich nicht dabei, aber dieses Wissen wollte ich gern mit Ihnen teilen.
Da wünsche ich mir dann doch, lieber Stadtratsvorstand, nochmal, das ist ja wichtig für uns alle. Ja, also sonst sitzen wir vier Wochen wieder hier und dann gibt es wieder einen Antrag. Und also ist das jetzt wirklich so und war das auch schon immer so?
Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,
ich würde es auch sehr kurz halten. Ich würde noch mal gerne darauf hinweisen, dass es hier nicht darum geht, dass wir aus dem Unternehmen Geld ziehen, sondern dass wir einfach nur die objektive Möglichkeit haben, wenn dann die Gewinnmarge so ist, dass es gerechtfertigt wäre, auch angesichts der Haushaltssituation, hier ein Agreement zu finden bei Beibehaltung der Investitionsfähigkeit des Unternehmens.
Das ist der einzige Inhalt dieses Änderungsantrages für den Gesellschaftsvertrag. Im Übrigen haben wir bei anderen Gesellschaften die gleiche Möglichkeit und ich weiß, dass es eine Ausnahme gibt, aber grundsätzlich sollten wir dem folgen, damit wir, wenn es mal dazu kommen sollte, die Möglichkeit besitzen, darauf zurückzugreifen.
Als erstes bin ich ein bisschen überrascht über die Drucksache, dass die jetzt auf einmal im Stadtrat kommt, weil als sie im Dezember veröffentlicht worden ist bei der OBDB, stand nur der Finanzausschuss drauf und auch nur der Verwaltungsausschuss. Dann kam jetzt irgendwie komischerweise das doch nochmal auf die Tagesordnung des Magdeburger Stadtrats. Kann man mir da von der Verwaltung sagen, warum das jetzt auf einmal so raufgekommen ist? Weil wir hatten jetzt im Finanzausschuss, da war es wirklich nur drauf mit der Beratungsfolge Finanzausschuss und Verwaltungsausschuss.
Zu der anderen Sache, die die Oberbürgermeisterin gerade eingangs erwähnt hat. Wenn wir sehen, wie gerade die konjunkturelle Lage ist, auch für Magdeburg, sieht es ja nicht gerade rosig aus. Und ich werde mich auch heute dagegen beteiligen. Aus dem einfachen Grund, der Magdeburger Hafen ist gerade an der Entwicklung, quasi ein bisschen weiter nach oben zu kommen. In den letzten Jahren ist er sehr positiv entwickelt, er hat auch gute Zahlen geschrieben. Aber er muss auch immer wieder investieren selbst in die Infrastruktur, ob es in die Spundwände ist, ob es in die Fahrzeuge ist mit der Hafenbahn, ob es wirklich ist auch im Container-Terminal oder auch mit Straßen.
Und ich glaube nicht, dass der Hafen irgendwie dermaßen Gewinne in den nächsten Jahren irgendwie abrufen wird, dass wir das, was wir in die Stadtgesellschaft wieder reinbringen können. Wir haben heute eine Drucksache wieder über den Magdeburger Hafen im nichtöffentlichen Teil. Darüber entscheiden wir nachher auch. Und das sind ja auch, sage ich mal, zukunftsfähige Themen, die wir nachher haben. Und ich denke nicht, dass diese Drucksache irgendwas jetzt ändern wird, was wirklich dem Hafen guttun würde. Und deswegen bitte ich um Ablehnung. Danke.
Meine Damen und Herren, zunächst danke ich der Oberbürgermeisterin der Stadtverwaltung für die Möglichkeit, durch Vorlage dieser Drucksache auch die Gelegenheit zu bekommen, sich mal zu bedanken bei der Hafen-GmbH, insbesondere bei der Person des Geschäftsführers, Herr Dr. Maly, der dieses schwierige Unternehmen viele Jahre so erfolgreich führt. Einige von Ihnen werden das ja wissen, der Magdeburger Hafen war ja mal der größte Binnenhafen der DDR. Heute gibt es viele Menschen, die wissen nicht mal, dass Magdeburg überhaupt einen Hafen hat. Manchmal ist das auch gar nicht so verkehrt, wenn man dann sozusagen in der Ruhe dann auch eine erfolgreiche Arbeit vielleicht leisten und koordinieren kann, denn nicht umsonst ist ja auch heute in diesen schwierigen Zeiten der Magdeburger Hafen der größte Mitteldeutschland mit der höchsten Umschlagsleistung. Also wirklich ein Unternehmen, auf das wir stolz sein können.
Und über viele Jahre, ich bin ja selbst viele Jahre dort Aufsichtsratsmitglied gewesen und bilde mir durchaus einen gewissen Einblick bekommen zu haben, der auch heute noch gültig sein kann. Herr Rupsch sprach es gerade an, also die Investitionen, die man dann dort tätigen muss, gerade im Umschlag, in Gerätschaften, das sind schon höhere. Ja, da muss man schon auch flexibel sein und dann nicht jedes Mal dreimal fragen müssen, ob ich jetzt das Geld gerade kriege oder brauche. Das läuft ein bisschen schneller, meine Damen und Herren, als das Arbeiten der Stadtverwaltung sonst so üblich ist. Das muss man an der Stelle schon mal deutlich sagen dürfen. Dort ist man nämlich hart in der Produktion. Und so viele Einrichtungen, Betriebe, wo das so läuft, naja, haben wir am Ende wahrscheinlich, fürchte ich, dann doch nicht.
Deshalb ich persönlich spreche mich also strikt gegen diese Drucksache auf, auch wenn heute Frau Oberbürgermeisterin auf Samtpfötchen herkommt und sagt, naja, wir schaffen uns ja nur die Optionen, aber eigentlich wollen wir das nicht, na, ich weiß nicht. Also da muss ich an meine Kindheit denken, ja, die vielen Märchen. Also wenn ich so eine Option schaffe, dann will ich sie natürlich auch mit dem Ziel, sie zu nutzen. Also das ist die Erfahrung, die ich machen musste. Und ich will durchaus die Brücke schlagen. Na klar braucht die Stadt Geld, das ist richtig, brauchen wir ja immer. Ja, wir sind in schwierigen Zeiten, wobei ich auch gar nicht weiß, wann die fetten Jahre jemals gewesen sein sollen. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Verwaltung jemals gesagt hätte, liebe Linksfraktion, jetzt stellt man noch einen Antrag, wir haben noch ein bisschen Geld. Das stimmt ja auch bloß nicht. Ja, solange ich hier Stadtratsmitglied bin, hatten wir eigentlich nie Geld. Jetzt soll es noch weniger sein als vorher. Naja, man darf gespannt sein, wohin das führt.
Bloß wenn das so ist, haben auch wir Linke erkannt, dass wir natürlich die Unternehmen, die wir so haben, tatsächlich auch einladen müssen, ihren Beitrag an den Stadthaushalt zu leisten. Und da ist uns als erstes ja unser eigenes Geldinstitut in den Sinn gekommen. Die Stadtsparkasse oder Sparkasse Magdeburg heißt es ja nun seit der Fusion. Also unser Geldinstitut, das uns jahrelang, ich glaube es 2019 muss es gewesen sein, immerhin eine Million im Jahr zur Verfügung gestellt hat. Das muss es jetzt nicht mehr. Also so ein bisschen Ironie des Schicksals, ja, das Geldinstitut braucht uns kein Geld mehr zu geben. Aber der Hafen, der soll das dann künftig offenbar eventuell optional machen. Also dieser Logik habe ich noch nicht verstanden.
Und ich hätte mir gewünscht, und genau das habe ich auch im Verwaltungsausschuss gesagt, dass es doch besser wäre, Frau Oberbürgermeisterin, wir warten erst mal ab die Beschlussfassung zu unserem Antrag, also Gewinnrückführung aus der Stadtsparkasse. Und wenn es da eine Mehrheit für gibt und wir dann einen Weg finden, dann bin auch ich geneigt, dieser Drucksache beim Hafen vielleicht nochmal wohlwollend zuzustimmen. Aber heute und hier muss ich ganz wirklich sagen, das ist das falsche Signal zur falschen Zeit. Wir sollten vielmehr überlegen, wie wir den Hafen noch mehr stärken, noch besser aufstellen müssten im Wettbewerb. Dankeschön.
Zunächst einmal stimmen wir dem zu. Und Herr Rupsch, es ist natürlich selbstverständlich, dass Sie das ablehnen müssen, weil Sie am Aufsichtsrat der Hafengehen-Berghaus sind und insofern ja auch keine andere Möglichkeit haben, da etwas anderes zu sagen. Die Frage ist, ob man es überhaupt sagen kann hier in dieser Form als Aufsichtsratsmitglied.
Ja, geben und nehmen und gleichzeitig die Luft zu lassen, sich entwickeln zu können. Wir als Stadt haben schon viel Geld in Spundwände und diese Dinge gesteckt, ohne etwas zurückzubekommen. Und die Frage ist doch ganz einfach wie in allen anderen Gesellschaften, und ich stimme natürlich zu, man muss auch auf Dauer mal über die Sparkasse nachdenken und dann mal schauen, welche Wege es da gibt.
In allen Gesellschaften der Stadt ist es üblich und ich würde bitten, dem zuzustimmen, dass wenn es erforderlich ist, dass wir entsprechend auch die Möglichkeit haben, Geld abzuziehen. Danke.
Wir haben die Abstimmung in unserer Fraktion freigegeben. Ich komme zu einer genau gegenteiligen Auffassung als Herr Müller an der Stelle. Ich finde es gut, wenn wir gerechte und gleiche Bedingungen zwischen den Gesellschaften herstellen. Ich würde mir aber wünschen, dass wir die Stringenz eben auch bei allen an den Tag legen. Das hat der Kollege Müller auch eben gerade schon ausgeführt gehabt dazu.
Prioritär ist es natürlich richtig und wichtig, dass das Geld auch in Unternehmen bleibt, damit sie auch weniger auf zum Beispiel kreditfinanziertes Fremdkapital angewiesen sind. Das ist wünschenswert, aber in dieser Haushaltsphase sind wir nicht mehr bei Wünsch dir was, sondern wir müssen unbequeme Entscheidungen und Abwägungen treffen. Das wird schwer genug bei den Mehrheiten hier auch Entscheidungen zu finden und zu sagen, worauf können wir uns einigen.
Ich finde, das ist eine der Wege zu sagen, wir haben ja auch noch Kontrollmöglichkeiten, zum Beispiel über den Rechnungsprüfungsausschuss und über die Jahresabschlüsse, wenn sowas vorgesehen ist, auch zu intervenieren als Stadtrat. Ich wünsche mir natürlich von der Verwaltung damit Augenmaß bei vorzugehen, aber in Teilen unserer Fraktionen sind wir da sehr bei Ihnen.
Dass der Hafen das nicht gut findet, das kann ich intellektuell nachvollziehen, aber da steht jetzt drinnen, dass wir mit der Gesellschaft keine Gewinnerzielungsabsicht haben. Das war 2004 eine sinnvolle Regelung, um Fördermittel zu bekommen. Das hat sich erübrigt. Das ist tatsächlich eine Regelung, die so nicht mehr sinnvoll ist.
Ich finde, die Gleichbehandlung aller Gesellschaften ist denn tatsächlich das Motto. Insofern müsste das hier tatsächlich raus. Insofern stimmen wir der Drucksache zu. Ich schätze den Hafen total wert und möchte, dass der sich entwickelt, aber trotzdem müssen wir als Stadtrat eben die Gesamtlage der Stadt gucken und werden da die Entscheidungen treffen müssen.
Und da können wir jetzt keine Vorfahrt von der Reihen aufstellen für eine Gesellschaft und sagen, okay, das ist jetzt das absolute Juwel, da geht gar keiner ran, sondern wir werden das insgesamt anschauen müssen und insofern gehört diese Sonderregelung abgeschafft.
Für uns ist das eine Formalie gewesen, dass man also eine Gesellschaft, auch eine Infrastrukturgesellschaft der Stadt hat, die eine Gewinnerziehungsabsicht haben kann, dass wir das, was wir in Wahrheit ändern. Das stand für mich jetzt erstmal außer Frage.
Durch die Diskussion bin ich jetzt aber so ein bisschen bösgläubig geworden, weil materiell sehe ich das so, nach meiner Kenntnis über das, was da im Hafen passiert, sollte das Geld erstmal drin bleiben. Der Hafen ist etwas, und an der Stelle ist er ein Juwel, was viele Städte nicht haben, nämlich eine Infrastruktureinrichtung, die sich selber trägt. Das darf man nicht gefährden und die Aufgaben, die im Hafen sind, auch zum Ausbau, die sind nicht eben unerheblich und die Wahrscheinlichkeit, dass sie als Stadt das Geld haben, wenn wir es einmal rausgezogen haben, das wieder reinzustecken, die ist bei Null die nächsten Jahre.
Und deswegen würde ich meine Abstimmung davon abhängig machen, wie die Antwort auf die nächste Frage ist. Wenn die Ja ist, bitte ich auch namens meiner Fraktion um eine kurze Auszeit, weil ich dann hoffe, dass meine persönliche Abstimmung auch die der Fraktion wird, aber das müssen wir dann klären. Plant denn die Stadtverwaltung in den nächsten Jahren etwas aus der Gesellschaft herauszuziehen?
Ihre Strategie steht es nicht bis 2040. Wir planen das nicht, weil ja auch Investitionen vorgesehen sind im Hafen, zunächst nicht, weil wir die grundsätzliche Möglichkeit uns einräumen müssen, Herr Rutsch, weil auch bei anderen Gesellschaften, die bisher noch keine Gewinne erzielt haben, die Frage ist, ob das alles in die Investitionen der Gesellschaften gesteckt werden muss.
Weil im Umkehrschluss, wenn die Gesellschaften dann Defizite einfahren, sind wir auch als Stadt gefragt. Und ein Punkt noch, der ja auch angeklungen ist, Sie entscheiden doch am Ende, ob überhaupt Geld rausgezogen wird. Es entscheidet doch der Stadtrat und nicht die Verwaltung. Also hat sich die Frage übrig. Es ist Ihre Entscheidung am Ende. Aber Sie haben die Option, es zu tun, wenn es dazu käme.
Ich glaube schon, dass das eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, denn wir haben ja auch im Hafen schon so viele Millionen zugegeben hier im Stadtrat die letzten 15 oder 14 Jahren und die OB hat es ja eben auch klipp und klar gesagt, wie es läuft.
Und wir holen doch auch jedes Jahr bei SWM genug Geld raus, wir holen bei der Wobau genug Geld raus, Millionen. Warum soll das hier nicht möglich sein?
Ich persönlich werde hier auf jeden Fall zustimmen, bevor ich die Kita-Beiträge erhöhe, bevor ich Parkgebühren nochmal erhöhe, würde ich gerne sagen, holen wir lieber da etwas Geld, um doch etwas vernünftig vorauszuschauen. Und ja, wir wissen doch, dass wir Geld brauchen. 11 Millionen suchen wir noch. Na denn.
Ich möchte einfach nochmal auch reagieren auf das, was die Oberbürgermeisterin gerade sagt. Am Ende entscheiden ja wir. Und die Gesellschaften, also ob wir Geld aus Gesellschaften nehmen generell, also naja, also ich bin ja viele Jahre WOBA-Aufsichtsrat, Falko, glaube ich, du ja unter anderem auch.
Wir haben hier gemeinsam immer im Zusammenhang auch mit Jahresabschlüssen und Wirtschaftsplänen darauf hingewiesen, auch du kann ich mich daran erinnern, dass wir in der WOBA, eine der größten Gesellschaften unserer Stadt, die noch Gewinne macht, beschlossen haben im Aufsichtsrat, und das ist kein Geheimnis, das ist auch allen mitgeteilt worden, dass wir auch dort für den Verbleib der Gewinne im Unternehmen gestimmt haben. Das hat ja bloß, Entschuldigung, wenig interessiert. Und das haben wir nicht gemacht, weil wir die WOBAU so lieben, was wir natürlich auch tun, sondern weil es auch der Hinweis der Wirtschaftsprüfer war, die immer gesagt haben, also die Gewinne, das waren vier Millionen, glaube ich, lassen Sie die im Unternehmen, es ist so viel zu tun, Energiewende, Ertüchtigung der Gebäudetechnik, all die Dinge, das haben wir gemacht.
Wir sind das Aufsichtsratsgremium, aber es löst hier nichts aus. Am Ende wurde entschieden, nein, wir brauchen das Geld. Und Frau Oberbürgermeisterin, also das habe ich eben anders gelernt, die Verwaltung legt schon bei der Aufstellung des Wirtschaftsplanes fest, also ohne den Stadtrat zu fragen, was sie erwartet, was am Ende ankommen soll. So ist es uns bei der WOBA von der Geschäftsleitung erzählt worden. Also die Erzählung kenne ich auch ein bisschen anders.
Und der Hafen jetzt mal zurück ist kritische Infrastruktur. Und wir sollten froh sein, was jetzt hier durcheinandergeworfen wird. Ja, da ist viel Geld reingeflossen, aber das meiste von dem waren ja keine städtischen Gelder. Das waren ja Fördergelder aus der EU. Von dem her ja so viel, außer von der Viertelstadtleitung, auch nicht gekriegt haben. Also da muss man ja auch schon mit tragfähigen Projekten kommen, um überhaupt in der EU da tätig zu sein.
Also wenn ich jetzt höre, wir hatten gestern, dann höre ich auch auf, Willi Brandtplatz im Kulturausschuss, da freuen wir uns riesig, dass wir eine Million kriegen für eine Klimaanpassung und wissen gar nicht so richtig, was wir da anpassen wollen auf dem Bahnhofswohrplatz. Hier ging es um 40 und noch mehr Millionen im Hafen.
Ja, danke schön. Es wird hier geregelt, was eigentlich selbstverständlich ist, nämlich die Gewinnabführungsmöglichkeit. Die haben wir bislang nicht drin gehabt, das hat der Meister zutreffend geschildert, dass wir wegen Fördervoraussetzungen das so nicht machen konnten und deswegen die Sonderregelung drin hatten.
Es ist derzeit nicht geplant, aus dem Hafen irgendwas rauszuholen. Wir machen das bei jeder Gesellschaft, Herr Müller, und gucken, ob wir Ihnen vorschlagen, hier im Stadtrat vorschlagen, nämlich über den Wirtschaftsplan und über den Haushaltsplan und über diese Position wird auch geredet tatsächlich, was wir für die Gesellschaften an Abführung oder Nichtabführung vorsehen. Also Sie haben das letzte Wort, tatsächlich, hier im Stadtrat.
Ich gebe nochmal den Hinweis auf die Gleichbehandlung, das ist mir auch wichtig. Soweit es keine der Gemeinnützigkeit verpflichtete Gesellschaft ist, das ist sie hier nicht, hat sie wie alle Töchter der Mutter dann die Möglichkeit der Gewinnabführung zuzulassen. Nur, ich sage es nochmal, wir planen es gerade nicht, weil in der Abwägung ist tatsächlich die Hafeninvestition, die übrigens maßgeblich durch die Stadt finanziert worden sind, Spundwände etc., eine Haushaltsbelastung, die nicht ohne ist in der Investition der Maßnahmenliste. Aber wir planen darüber hinaus im Moment nichts.
Ich plädiere nochmal dafür, die Diskussion auf das Sachliche herunterzukochen. Wir wollen nur eine Gleichbehandlung und das, was sich ohnehin von selbst versteht, in dem Gesellschaftsvertrag verankert haben.
Dann stellt sich ja wieder mal die Frage auch an die Stadtverwaltung, wozu brauchen wir diese Drucksache eigentlich in dem heutigen Stadtrat, weil wenn wir aktuell eh keine Gewinnausschöpfung favorisieren oder planen, dann brauche ich die Drucksache auch heute nicht einstellen.
Ich bitte immer noch zu meiner Frage, die ist immer noch nicht beantwortet und einen kurzen Break zu Stephan Papenbreer. Natürlich bin ich Aufsichtsratsmitglied im Hafen. Die Oberbürgermeisterin ist Vorsitzende des Aufsichtsrats aktuell nicht mehr. Okay, sie war es, aber als sie die Drucksache eingebracht hat, war sie es noch und sie ist dafür, lieber Stephan.
Also da siehst du auch mal die Konfrontation zwischen damals der Aufsichtsratsvorsitzenden und einem Aufsichtsratsmitglied.
An der Stelle will ich nochmal auf etwas anderes hinweisen und das ist, weil wir ja gerade diskutieren und viele auch keinen Einblick mehr in den Hafen, tatsächlichen direkten Einblick mehr haben. Und deswegen ist es, glaube ich, in der Situation auch wichtig, dass der Stadtrat etwas stärker im Aufsichtsrat beteiligt wird.
Deswegen mein Antrag, dass fünf Stadträtinnen und Räte dem Aufsichtsrat angehören, also konkret ein Änderungsantrag zur Drucksache, die ja letztendlich den Vertrag ändern soll. Dem Aufsichtsrat gehören fünf Stadträtinnen und Stadträte an. Punkt.
Ich weiß nicht, welcher Paragraf das genau ist, aber bisher sind nur zwei Aufsichtsrätinnen und Räte im Aufsichtsrat und es wäre gut, wenn in diesem Bereich mehr Stadträtinnen und Stadträte vertreten wären.
Aufgrund der Diskussionslage mit Änderungsanträgen etc. pp. und ich sehe jetzt auch nicht so einen Zeitdruck, würde ich im Namen meiner Fraktion beantragen, diese Drucksache zurückzustellen für die heutige Sitzung und neu einzubringen.
Das würde ja auch deren Aufsichtsratsbeteiligung verändern. Da müsste man dann gucken.
Der Kampf gegen den Rücküberweisungsantrag, also die Meinungen sind doch hier eigentlich fest. Wir wollen diese Drucksache nicht, ich denke mal, da wird es auch eine Mehrheit für geben, das abzulehnen. Und warum werden wir das im Ausschuss mal diskutieren?
Die OB sagt, sie möchte keine Gelder an der Gesellschaft entnehmen, im Moment nicht, genau, da kommt jetzt vielleicht doch ein bisschen Wahrheit raus. Wir wollen das nicht, also lehnen wir das jetzt einfach ab und brauchen da gar nicht weiter diskutieren.
Und wenn sich die gegebene politische Lage irgendwann geändert hat und wir doch die Gelder aus der Gesellschaft ziehen möchten, weil die extrem floriert, dann kann man gerne so eine Drucksache nochmal einbringen, aber aktuell sehen wir hier keinen Bedarf und würden das jetzt direkt ablehnen wollen. Vielen Dank.
Normalerweise sind Annahmebeschlüsse von Spenden eher ein formaler Akt, der selten diskutiert wird. Hier haben wir allerdings Redebedarf. Ich möchte vorab sagen, wir sind natürlich nicht gegen Spenden für das Bürgerhaus Randau, denn solche Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Aber diese Spende, die lehnen wir ab und das möchte ich gern begründen.
Spenden von Funktionären einer rechtsextremen Partei sind niemals einfach nur uneigennützig und schon gar nicht sozial, sondern ein klarer politischer Akt im Wahlkampf. Man möchte sich hier ein soziales Mäntelchen umhängen und sich etwas salopp gesagt einschleimen, während man gleichzeitig gesamte gewachsene Strukturen in der Gemeinwesenarbeit, der Sozialen Arbeit, der Jugendhilfe, der Kultur und der demokratischen Zivilgesellschaft regelrecht ausradieren will. Und die Umsetzung dieses Plans sehen wir bereits in einigen Landkreisen.
Gleichzeitig treten Sie auch an anderer Stelle als wahre Saubermänner und das muss man an dieser Stelle nicht schlendern, auf, gerieren sich als die einzig authentischen Kämpfer gegen den Filz und die ausufernde Korruption durch die sogenannten Altparteien. Die kolossale Vetternwirtschaftsaffäre, bei der wir jeden Tag neue Details über Überkreuzanstellungen von Familienangehörigen, mögliche Scheinbeschäftigung und als Büros getarnte Briefkästen erfahren dürfen, zeigt, was davon zu halten ist.
Es geht also im Kern um vor allem eines, Selbstinszenierung. Und diese Doppelzüngigkeit, diese Heuchelei ist dabei kein Bagatellproblem, sie beschädigt das ohnehin schon erschütterte Vertrauen der Menschen in politische Institutionen und Prozesse. Und deshalb sagen wir ganz deutlich, Unterstützung für das Bürgerhaus, ja auf jeden Fall, politische Imagepflege der extrem Rechten mit Legitimation dieses Rates, nein. Aus diesem Grund wird unsere Fraktion dem Antrag also nicht zustimmen. Vielen Dank.
Ja, ich sehe hier genau das, was hier immer passiert, nämlich es wird nur gemeckert von Ihrer Seite, aber es ist interessant, dass das von Ihnen kommt. Da hätte ich mal zwei Fragen an diesen Block, nämlich was ist denn eigentlich mit den SED-Milliarden passiert und können Sie sich zufällig an Robert Habeck und an seinen reichen Clan erinnern?
Also das ist schon wirklich lächerlich, was Sie uns hier vorwerfen. Und mal eine Frage, wo sind denn eigentlich Ihre Spenden? Also uns vorwerfen, dass wir hier nichts tun, wir machen etwas, dann meckern Sie. Ganz ehrlich, machen Sie sich ehrlich und ersparen Sie uns solche hochpeinlichen Reden. Danke.
Ja, ich bin der tiefen Überzeugung, das Inventar eines Bürgerhauses, und da geht es um Geschirr, da geht es um einen Wasserkocher oder einen Toaster oder so, dass das doch unsere Aufgabe sein sollte als Stadtverwaltung, da das Geld bereitzustellen und dass wir da nicht auf Spenden angewiesen sein müssten.
Und Herr Fietzke hat es gesagt, diese Spende wäre sozusagen eine Gutmütigkeit. Mein Eindruck ist es nicht unbedingt eine Gutmütigkeit. Ich glaube, es ist eine Retourkutsche. Weil das, was ich gehört habe, ist, dass die AfD getagt hat im Bürgerhaus und die BürgerInnen dort ihr Geschirr, was sie dort freiwillig damals mal gespendet haben, rausgenommen haben, damit die AfD kein Geschirr hat. Und das ist jetzt die Retourkutsche, dass die AfD da wieder Geschirr hinstellt. Und das finde ich schon, ja, hat auch nochmal ein Geschmäckle.
Und davon abgesehen, es ist ja toll, dass ein Landtagsabgeordneter Geld spenden kann, so viel Geld, wie der hat verdient oder seine Familie vielleicht gerade verdient durch Steuergelder. Da hat man das vielleicht nochmal ein Taui über. Aber sorry, also das kann man nicht zustimmen. Da legen wir vielleicht auch gerne als vielleicht 56 Stadträtinnen zusammen, um das zu machen. Aber eigentlich, wie gesagt, ist es Aufgabe der Stadtverwaltung, der Stadt, des städtischen Haushalts, diese 1000 Euro aufzubringen für Geschirr. Danke schön.
Guten Tag, mein Name ist Frau Wilhelm, ich bin die stellvertretende Ortschaftsbürgermeisterin Randau-Calenberge. Zum einen, ich glaube, sie bringen hier gerade Pechau und Randau ein bisschen durcheinander. In Pechau war vielleicht das Geschirr nicht da, ich spreche auch für das Randauer Bürgerhaus.
Insbesondere nicht irgendwelches politisches Geplänkel wird hier zugrunde gelegt, sondern mir geht es wirklich nur um die Bürger. Es geht mir um die Randauer Rentner, die einmal im Monat dort mindestens im Bürgerhaus zusammenkommen. Es geht um den Chor, der im Bürgerhaus sich zusammenfindet. Es geht um Feiern, die dort stattfinden von Randauern, von Magdeburgern, von Schönebeckern.
Sie können sich gerne mal ein Bild machen, wie die Küche da aussieht. Es geht jetzt nicht um drei Gläser, es geht darum, dass wirklich die Küche seit der Eingemeindung immer den gleichen Stand hat. Die Bürger haben teilweise ihr Geschirr, was nicht zusammenpasst, dort zusammengetragen. Es passt nichts mehr zusammen.
Es geht da auch, ich komme aus dem Versicherungsgewerbe, sich auch um Haftungs- und Unfallversicherungsschutz, wenn da die Rentner sich da was aus dem Schrank nehmen und Gefahr laufen, sich daran zu verletzen oder dass der Schrank zusammenbricht.
Ich persönlich, und da geht es mir wirklich um die Bürger und nicht um irgendwelche politischen Spenden, bin sehr dankbar für diese Spendenbereitschaft und bitte mal im Sinne der Bürger und nicht im Hinterkopf, von wem die Spende kommt, zu entscheiden. Vielen Dank.
Eigentlich wollte ich die Debatte hier nicht aufheizen. Traurig, dass wir Linken dieses hier missbrauchen, dieses Thema geht es nur um die Spende. Danke für die sachliche Aussage der stellvertretenden Bürgermeisterin.
Und wenn ich dann schon sehe, dass hier Personen von der linken Seite oder extrem linken Seite Augen rollen, wenn hier das Thema Bürger und hier ist ein Chor und dass man da wirklich sich über die Unterstützung freut, dann mit den Augen gerollt wird das schon bezeichnend, welches politische Spielchen hier gespielt wird.
Deswegen lassen Sie uns einfach sachlich bleiben, mir geht es um eine Spende. Nehmen Sie das vielleicht als Anlass, auch ähnlich mal eine Spende zu sammeln und das für einen gemeinnützigen Zweck oder für so ein Bürgerhaus zu spenden und versuchen Sie nicht die aktuelle Debatte hier zu missbrauchen für Ihre politischen Zwecke. Vielen Dank.
Ja, es wurde bereits jetzt schon erwähnt, es geht hier tatsächlich ums Geschirr. Wir wollen hier keine Statue von Ulrich Siegmund errichten, aber Frau Linke, wenn es Ihnen dadurch besser geht, lassen Sie doch das Geschirr gerne vom Verfassungsschutz beobachten.
Machen Sie eine Demo gegen rechts und dann wird das schon. Danke.
Wir haben eine Punktlandung hingekriegt und das liegt daran, dass wir zuerst im Verwaltungsapparat gespart haben, so wie wir es im Verwaltungsausschuss 2023 auch besprochen haben und versprochen haben.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
So, sehr verehrter Stadtratsvorsitzender, Frau Oberbürgermeisterin, werte Damen und Herren Stadträte und Kolleginnen und Kollegen und Öffentlichkeit. Das ist zu wichtig, hier muss man ans Pult und den großen Bogen spannen und Ihnen die wichtigsten Aspekte, die wir Ihnen vorschlagen, auch darstellen. Das Schreiben des Landesverwaltungsamts zu unserem Haushaltsplanentwurf hat eine Genehmigung zum Inhalt gehabt. Die Genehmigung ist aber unter Bedingungen erteilt worden. Wir sind damit weit, weit weg, so auch die Auskunft des Landesverwaltungsamtes, von einer sogenannten Beanstandung. Eine Beanstandung, das erlebt Halle ja gerade, ist etwas, das vorläufig, also nach den Entwürfen der Haushaltsplan nicht genehmigungsfähig ist und jeweils die Stadtverwaltung oder Kommunalverwaltung mit dem Landesverwaltungsamt gehalten ist, auszuverhandeln, wo dann die genehmigungsfähige Linie liegen könnte. Davon sind wir weit entfernt.
Soweit die Verhandlungen übrigens dann auch stattfinden, ist immer die vorläufige Haushaltsführung die haushaltsrechtliche Grundlage für städtische Handeln. Und das bedeutet, nur Rechtsverpflichtungen und Fortsetzungsmaßnahmen dürfen finanziert werden. Also je länger dieser Diskussionsprozess läuft, desto länger haben wir nur Rechtsverpflichtungen zu erfüllen. Das Landesverwaltungsamt hat uns, im Gegensatz zu Halle, deutlich signalisiert, dass es die eigenständige Problemlösungskapazität unserer Stadt als gegeben ansieht und verknüpft dieses mit den Vorgaben, zu denen ich gleich kommen werde. Es hat also uns nach wie vor ein ganz hohes Maß an Eigenständigkeit zugesprochen und wir dürfen bei der Erfüllung der Auflagen mit dem Haushaltsvollzug starten. Ich denke, das ist uns besonders wichtig.
Im Einzelnen. Die große Liste der Aufwandsminimierung oder Minderung bei den Investitionen und den Verpflichtungsermächtigungen. Ja, da haben wir bei den Investitionen 5,3 Millionen als Vorgabe, Minimumvorgabe übrigens, immer am unteren Rand zu erbringen und bei den Verpflichtungsermächtigungen rund 7,2 Millionen. Das geht hier nur um neue Investitionen, um das klarzumachen. Das Landesverwaltungsamt, dem ist klar, wenn wir in der Vergangenheit schon investiert haben und Verträge geschlossen worden sind, dann ist es unsinnig, jedenfalls im Normalfall da rauszugehen, sondern all das, was wir als neue Vorhaben geplant haben und hier auch beschlossen worden ist, steht im Feuer. Und in dem Sinne sind diese zwei Millionenbeträge halt zu erbringen. Wir werden aber bei der Haushaltsaufstellung 27, ich denke, das wird ja auch prominent verhandelt, diese Vorhaben, die wir jetzt vorschlagen zu minimieren, erneut bewerten und Ihnen vorstellen. Natürlich wird jede Fraktion irgendwelche eigenen Vorstellungen haben, gar keine Frage. Das Für und Wider der ganzen thematischen Breite wird sich hier auffächern. Wir werden hier nur weiterkommen, wenn wir tatsächlich das, was das Landesverwaltungsamt uns als Marginal hier bezeichne, ich das mal auferlegt hat, diese kleineren Millionenbeträge herauszuarbeiten und für den Haushalt 26, für den laufenden Haushalt nicht umzusetzen. Das sollten wir schaffen, das zu erfüllen. Wenn wir es nicht machen, also ich bin sozusagen der Überbringer der guten Nachricht, hätte ich beinahe gesagt, ja, dann diskutieren wir. Dann diskutieren wir weiter und weiter und das Landesverwaltungsamt hat lange, lange Zeit oder alle Zeit der Welt.
Für den Haushalt 25, wie Sie wissen, haben wir schon mal eine solche Vorgabe gehabt. Da ging es aber um Investitionen, aber dort nur um Verpflichtungsermächtigungen. Da war die Summe für sich genommen bei den Verpflichtungsermächtigungen mit 8,9 Millionen deutlich höher. Wir sind jetzt nur auf zwei Schienen einmal vom Landesverwaltungsamt auf den Scanner gelegt worden. Ich möchte einzelne Vorhaben und auch, wenn es mir gestattet ist, zum Änderungsantrag der grünen Future schon mal ein paar Sätze sagen. Kaltlufthalle Diesdorf. Es liegt kein Förderbescheid vor. Ein solcher ist auch nicht in Aussicht gerade, da die Förderkonditionen entgegen unseren Annahmen so schlecht sind, dass sich das nicht rechnet. Aber 2027 werden wir nochmal gucken, ob wir mit einem anderen Programm oder mit einer anderen Konstellation da weiterkommen. Sanierung Schulhof Geschwister Schollgymnasium. Ja, werden wir auch für 27 neu bewerten. Da können Sie sicher sein, das wird aufgerufen in den Haushaltsverhandlungen oder hier in den Beratungen für den Haushalt. Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass das Geschwister Schollgymnasium, so bitter das ist mit dem Schulhof erst einmal, mit 195.000 Euro einen Fach- und Unterrichtsraum finanziert bekommt. Das geht in diesem Jahr los, so der Beitrittsbeschluss gefasst wird und wird seinen Höhepunkt in 27 haben. Das Stadtteilareal steht quasi für dieses Jahr nicht für Kürzungen zur Verfügung, weil im Moment läuft es alles so, dass wir in 27 zahlungspflichtig werden. Fahrradparkhaus, auch ein Reizthema, ist gar nicht auf der IML mit drauf. Da können wir auch nichts alternativ sparen. Dann gibt es noch die kleineren Städtebaufördermaßnahmen in der großen Liste. Die kommen 26 auf keinen Fall zum Tragen. Wir werden schauen, ob wir in 27 bei der Linie bleiben werden, aber das ist ein offenes Rennen.
Zum Änderungsantrag der Fraktion Die Grüne Future. Aus meiner Sicht oder Sicht der Verwaltung, das ist schon abgestimmt, geht das völlig in Ordnung. Ziel muss natürlich sein, die sogenannte äußere Erschließung für dieses Großprojekt, das ist die Schule Listemannstraße, IGS Willibrand, zum Schulbeginn zu gewährleisten. Selbstverständlich, dafür werden wir im Haushaltsausstellungsverfahren 27 Vorsorge treffen, aber dafür braucht die Anlage 2 nicht geändert zu werden.
Kommen wir zu dem zweiten Punkt, den das Landesverwaltungsamt ganz nach vorne geschoben hat, das ist der sogenannte Konsolidierungsplan. Das Landesverwaltungsamt hat verfügt, dass wir ihm einen verpflichtenden Plan zur Haushaltskonsolidierung bis zum 30.11. dieses Jahres vorlegen müssen. Die hier und von uns vorgeschlagene Konsolidierungssumme der Rahmen von 23,3 Millionen Euro, das Landesverwaltungsamt hat nur 15,7 herausgestellt als neue Maßnahmen, die reichen nach deren Meinung nicht aus. Wir haben ja nicht einmal die Fehlbeträge, den ersten Fehlbetrag, den wir jetzt haben, mit 17 Millionen Euro in der laufenden Zeit mit abgetragen. Das haben wir aber aus gutem Grund nicht gemacht, weil wir mit der Verhandlung über den Finanzausgleich, den kommunalen Finanzausgleich ab 27 ganz andere Zahlen erleben werden, im Guten wie im Schlechten. Ich gehe natürlich davon aus, dass wir dabei besser abschneiden.
Was erwartet uns nun mit dem Konsolidierungskonzept, das wir dem Landesverwaltungsamt vorzulegen haben? Lesen Sie die Verfügung nochmal, das Genehmigungsschreiben, uns ist deutlich in das Stammbuch geschrieben worden, dass wir sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwandsseite, so das Landesverwaltungsamt, diverse Möglichkeiten hätten. Diverse Möglichkeiten. Nun, was bedeutet das im Einzelnen? Wir werden Ihnen, dem Stadtrat, selbstverständlich diese Maßnahmen zur Entscheidung vorlegen. Und zwar wird die Verwaltung, so sind unsere Planungen, bis zur Sommerpause ein Konzept erarbeiten. Wir werden es auch machen müssen und mit Ihnen in die Diskussion gehen. Es geht nicht nur um die Aufwandsseite, sondern auch um die Ertragsseite. Dieser Konsolidierungsplan sollte idealerweise auch bevor wir die Haushaltsplandiskussion 27 führen, feststehen, weil der ist dann Grundlage für die Daten, die wir 27 brauchen.
Kurze Haushaltssperre in Höhe von 11 Millionen Euro. Sie ist hier nicht Gegenstand der Beschlussfassung, sondern sie ist Ihnen mitgeliefert worden, weil das Landesverwaltungsamt das als eine Bedingung, und zwar harte Bedingung, das ist eine Auflage, die wir erfüllen müssen, mit verfügt hat. Wir bleiben mit dem gesperrten Volumen von 11 Millionen an der Untergrenze dessen, was das Landesverwaltungsamt erwartet. Es schreibt da ausdrücklich drin, mindestens 11 Millionen rein in die Verfügung. Ich gehe davon aus, anders als es eben so insinuiert wurde von einem Stadtrat, dass die Magdeburger Wirtschaft, die lokale Ökonomie sehr, sehr leistungsfähig ist und daher für eine stabile Ertragsseite etwas beitragen wird. Ich gebe jetzt schon den Hinweis, dass wir in den Haushaltsverhandlungen für 27 und in den Folgejahren natürlich weiter in der Haushaltskonsolidierung uns befinden werden, gar keine Frage, und wir werden über Eckwerte neue Zahlen festlegen müssen.
Abschließend, das liegt ja sozusagen in der Luft, was wir jetzt gerade hier erleben, bringe ich die Frage ein, worauf läuft das alles hinaus? Wenn Sie mir aufmerksam zugehört haben, ich gehe davon aus, ist Ihnen aufgefallen, dass die Verwaltung ohne Stadtrat und der Stadtrat ohne Verwaltung, wir haben heute zum Beispiel zwei schon gehabt, nicht weit genug kommen. Eine wesentliche Gelingensvoraussetzung für einen erfolgreichen Konsolidierungskurs ist, zumindest in den zentralen Aspekten, trotz aller unterschiedlichen politischen Positionen, eine Einigkeit zu erzielen. Sonst drohen diese Entwicklungen, die unter anderem in Halle jetzt anfangen.
Beginnen möchte ich mit einer generellen Kritik. Diese Drucksache kam vor genau zwei Wochen heraus. In der OBDB hat uns alle sehr überrascht. Also es kam ohne Vorwarnung sehr überraschend und die Beratungsfolge hat nicht die Beteiligung des Ausschusses Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr vorgesehen, obwohl in der Investitionsliste ein großer Teil der Maßnahmen im Bau- und Verkehrsbereich liegen. Das hat wirklich für großen Unmut gesorgt bei vielen Stadträtinnen. Denn auch in den Fraktionen konnten wir uns nicht so ausführlich mit allem beschäftigen. Zum Glück konnten wir es bei der Messe BV noch behandeln in der Selbstbefassung, da bin ich auch sehr dankbar und wir haben da auch ein bisschen drüber geredet. Aber das will ich nur mal zum Anfang stellen, denn wenn man in das große tolle Konzept Magdeburg 2040 Beteiligung und Transparenz reinschreibt, dann sollte man das auch selber leben. Das ist glaube ich ganz ganz wichtig.
Warum jetzt unseren Änderungsantrag? Na ja am liebsten würden wir jetzt alles ändern und das wir alles weiterführen. Mir ist klar, dass das nicht möglich ist und ich habe auch im SDBV ganz klar gehört, dass das auch sozusagen die Beigeordneter, die Dezernate beteiligt wurden und dass auch sozusagen ihre Listen sind von den Projekten, wo sie denken, das schaffen sie auch wirklich nicht umzusetzen oder die Fördergelder liegen nicht vor, das haben wir ja gerade gehört. Das ist ja auch tatsächlich nachvollziehbar.
Bei einem Punkt hat dann aber doch unser Verständnis unserer Fraktionen aufgehört und das ist der Punkt der Verkehrserschließung Listemannstraße, also des neuen Schulneubaus. Denn da haben wir hier im Stadtrat, ich habe es auch nochmal extra rausgesucht, diverse Anträge, diverse Debatten gehabt. Verkehrssituation am zukünftigen Schulstandort, Verkehrskonzept Listemannstraße, Verkehrsuntersuchung nordöstliche Altstadt. Immer wieder haben wir die Stadtverwaltung beauftragt, Verkehrsuntersuchungen vorzunehmen, in Planung zu gehen. Das wurde auch getan, ich weiß auch, dass da viel läuft. Auch mit dem tollen Programm Sille Rat wurde sich da die Jakobstraße angeguckt. Ich weiß, dass da auch was auf dem Weg ist.
Ich möchte oder wir möchten, unsere Fraktion möchte mit diesem Änderungsantrag nochmal betonen, der übrigens ein Änderungsantrag zur Drucksache ist. Also nicht zu einer Anlage, sondern zur Drucksache soll es ergänzen im Punkt 5, dass dafür Sorge zu tragen ist, dass die Verkehrserschließung der EGS, der Liste Mannstraße bis zur Aufnahme des Schulbetriebs so weit abgeschlossen ist, dass eine sichere und adäquat dimensionierte Zugewägung für alle Verkehrsarten gewährleistet ist. Dafür sind kostensparende Umsetzungsmöglichkeiten zu priorisieren.
Denn auf der einen Seite kann es ja nicht sein, dass wir ganz viel planen, ganz viel Geld ausgeben. Ich weiß, Sie hören es überhaupt nicht gerne, aber wir geben 70 Millionen Euro eben für diese Schule aus. Das ist sehr viel Geld. Wir geben Unmengen an Millionen für andere Verkehrsprojekte aus. Innerhalb wirklich auch von ganz, ganz kleinen Zeitfolgen, von wenig Beteiligung von uns im Stadtrat. Da müssen wir bei solchen Sachen schon mal genau hingucken, wenn wir als Stadtrat Sie immer wieder beauftragen, da gute Lösungen zu finden für die Verkehrserschließung.
Es sind über 2000 Schülerinnen. Es ist zu erwarten, dass sie aus dem ganzen Stadtgebiet zu dieser integrierten Gesamtschule kommen. Es werden viele auch aus Stadtweit Ost kommen, weil da die IGS nun mal jetzt gerade ist und dahin umzieht. Also es wird ein sehr, sehr großer Verkehr auch sein, die mit dem ÖPNV natürlich, aber auch mit dem Rad dort anreisen an SchülerInnen. Und deswegen finde ich es wirklich ganz wichtig, dass wir das hier nochmal beschließen. Wie gesagt, als Ergänzung zur Drucksache im Punkt 5, dass diese Verkehrserschließung, dass diese Verkehrsuntersuchung, dass das alles vor allem in der Jakobstraße, aber auch natürlich alle Verkehrsträger und das Einrichtungen bis zum Schulbeginn auch umgesetzt sind. Vielen Dank, ich bitte um Zustimmung.
Ja, Kraus für den Finanzausschuss. Ich muss Frau Linke zustimmen, was die Zeitfolge angeht. Das Schreiben war vom 19.01. und erst am 18.02. wurde es im Finanzausschuss behandelt, nachdem es einen Tag vorher, wie gesagt, eingestellt wurde. Ich muss wirklich fragen an die Verwaltung, was haben Sie eigentlich in dem Monat bis dahin getrieben?
Und dann, wie gesagt, sollte man innerhalb von 24 Stunden in der Eilbedürftigkeit behandeln, man sollte sich damit auseinandersetzen, beziehungsweise man sollte ja gar nicht wirklich tiefer gehen prüfen. Entsprechend war die Diskussion im Finanzausschuss auch relativ knapp oder kurz gefasst und führte zu dem Ergebnis, dass der Finanzausschuss den Beitritt empfiehlt. Mit den üblichen Mehrheiten muss ich fast sagen.
Leider zeigt sich an diesem System allerdings auch, der Oberbürgermeister hat es bereits auch schon mal in der Haushaltsdiskussion angesprochen, sie selber ist unfähig zu sparen, weil der Stadtrat unwillig ist zu sparen. Wollen Sie widersprechen, Frau Oberbürgermeisterin?
Wie gesagt, die Verwaltung hat kritisiert, dass der Stadtrat zu wenig sparen will. Ich kann dem eigentlich ebenfalls nur zustimmen. Das sage ich als Ausschussvorsitzender. Wir müssen in dieser Stadt zu dem Punkt kommen, dass sowohl die Stadt sich mit einer Milliarde selbst tragen und unterhalten kann, als auch dass der Stadtrat selber die Maßnahmen trifft, die für die eine Milliarde auch ausreichend sind.
Und es kann nicht sein, auch nicht in Zukunft, dass in der Haushaltsklausur Sachen beschlossen werden, auf gut Glück nach oben, dass man über die Bordsteinkante fährt, weil man ganz sicher weiß, dass das Landesverwaltungsamt einem ein Ja, aber und kein Nein gibt, um sich dann wieder zurückholen zu lassen, ohne dass man persönliche Abstriche machen kann. Das betrifft alle Parteien und alle Fraktionen. Wir müssen dahingehend wirklich besser werden, was die Haushaltsführung angeht.
So, Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren, ich möchte eigentlich gar nicht so lange ausführen, aber mit 5,3 Millionen Euro an Investitionseinsparungen auf der einen Seite, mit Verpflichtungsermächtigungen von rund 7 Millionen Euro, mit 11 Millionen Euro, die wir einsparen sollen im Haushaltsvollzug, kann ich für mich sagen und für große Teile meiner Fraktion auch, wir sind da eindeutig mit einem blauen Auge davongekommen. Das muss man so konstatieren. Das ist ganz wichtig in der Debatte nicht zu vergessen. Meinen ist noch gut mit uns.
Grundsätzlich liegt das Problem, glaube ich, in einer ganz anderen Fragestellung. Die werden in verschiedenen Ausschüssen immer wieder diskutiert, auch im Rat ab und zu mal so ein bisschen angetextet. Und das ist das Problem des Konnexitätsprinzips. Was eben nicht mehr gilt, ist die Frage, dass das, was Bund und das, was Land bestellt, auch vollumfänglich bezahlt wird. Das ist das Thema, was wir hier in der Stadt, aber in den Kommunen landesweit, ob Ost, ob West, ob Nord, ob Süd, alle immer wieder haben.
Nur noch so viel von meiner Seite hier. In Halle schließen gerade Vereine und es schließen Jugendclubs, weil die Stadt diese nicht mehr finanzieren kann aktuell. Deswegen will ich nur ganz kurz resümieren. Lassen Sie uns diesem Beitritt ganz schnell zustimmen und wieder zur Tagesordnung zurückzugehen. Das blaue Auge können wir verkraften. Danke.
Man könnte jetzt in klassischer Ulf-Steinforth-Sprache sprechen wie beim Boxen, angezählt, aber nicht umgefallen. So können wir uns gerade ein bisschen hier in dem Stadtrat beziehungsweise mit der Drucksache beschäftigen. Politik lebt ja von Kompromissen. Und ich muss mal im Gegensatz zum Finanzausschussvorsitzenden jetzt mal ein großes Lob an die Verwaltung, und das hatte ich auch im Finanzausschuss den Finanzbeigeordneten auch gesagt, vier Wochen Zeit, um so eine Liste zu erstellen. Also da ist schon, wo ich sage, Respekt und auch ein Dankeschön an die Verwaltung, dass das so passiert ist.
Und vor allen Dingen auch, dass es nicht mit dem radikalen Rotstift passiert ist, sondern wirklich geschaut worden ist, was kann man machen, was kann man schieben und was ist wirklich auch auf der Agenda, was man gar nicht streichen sollte. Und deswegen muss man sagen, also werden wir auch als Fraktion der Drucksache zustimmen, weil diese Handlungsfähigkeit für die Stadt Magdeburg unheimlich wichtig ist. Und wir müssen nicht so sein wie die Stadt unten im Süden von Land Sachsen-Anhalt.
Und ich gebe auch Norman Behlers recht, dass was wir immer wieder diskutieren, auch im Haushaltsausschuss, quasi in den Haushaltsberatungen, Entschuldigung, wir kriegen immer wieder was vom Bund und vom Land aufdiktiert. Und wir haben nie die, sage ich mal, die Aufwendungen dazu, gerade im Personalbereich. Und wir jammern immer wieder und ich hoffe, auch beim nächsten Deutschen Städtetag ist es wieder so als Thema. Wer wirklich quasi bestellt, der muss auch liefern, der muss auch das Geld liefern, damit wir als Verwaltung, die Stadt Magdeburg und wir als Stadtrat auch handlungsfähig bleiben. Weil es kann nicht sein, dass wir hier ständig Dinge bekommen und dazu nicht mal wissen oder die Lösung präsentiert bekommen, um zu sagen, hier, da unterstützen wir euch mit. Und deswegen sagen wir, da muss auch was passieren.
Beim Thema, was der Finanzbeigeordnete angesprochen hat, Gewerbesteuereinnahmen. Herr Koll, da wissen Sie ja, sind wir immer beide unterschiedlicher Meinungen. Ich glaube, dass die Gewerbesteuereinnahmen ein bisschen zurückgehen werden in der Stadt Magdeburg. Sie sagen dafür, ich wette mal um eine Flasche Wein, wer von uns beiden recht hat und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.
Ja, was in dieser Streichliste ist, war ja auch ein Thema in den Ausschüssen, zum Beispiel das Problem bei der Förderschule Hand in Hand. Das hatten wir im BSS und auch im FG kurz angeschnitten. Da war ja die Frage, es steht ja zurzeit auf der Liste, aber da hat ja die Beigeordnete auch klipp und klar gesagt und auch Frau Richter, falls es Fördermittelmöglichkeiten geben würde in diesem Jahr, dann wird natürlich das umgesetzt. Und das muss man ja auch festhalten bei der gesamten Streichliste, die wir haben. Wenn dort Fördermittel fließen in diesem Jahr noch, dann wird dieser Punkt auch nicht gestrichen werden, weil dann wären wir ja selber in Klammern doof, wenn wir es machen würden.
Deswegen bitte ich auch um die Zustimmung für diese Drucksache. Vielen Dank.
Als diese AfD-Fraktion haben wir ein grundsätzliches Problem mit dem gesamten Vorgang, der hier zugrunde liegt für diesen Haushaltsabschluss. Zuerst lebt die Stadt über ihre Verhältnisse und da muss man sich hier nichts vormachen. Das hat auch und sehr stark was mit den Entscheidungen zu tun, die hier im Stadtrat getroffen werden und nicht nur mit dem, was uns der Bund und das Land überhelfen. Das ist natürlich auch so, aber darauf kann man sich hier bitte nicht zurückziehen.
Dann werden in den Haushaltsverhandlungen, wenn man sie so nennen darf, völlig sinnvolle Sparanträge unter anderem auch von uns kommend verlacht und nicht umgesetzt, so dass wir dann in der Konsequenz einen Haushaltsentwurf haben, wie er jetzt hier eben vorliegt, tief in den roten Zahlen. Jetzt muss am Ende das Landesverwaltungsamt, übrigens eine Institution des selbst hochverschuldeten Landes Sachsen-Anhalt, hier dafür sorgen oder uns dazu zwingen zu sparen, damit wir nicht selbst fremdverwaltet werden. Und das ist mitunter eine durchaus sehr absurde Situation.
Wir werden uns aus Protest hier enthalten, denn das hätte man auch alles anders haben können, wenn man es denn gewollt hätte. Das hätte so nicht kommen müssen, da wären wir als Stadtrat durchaus in der Lage gewesen, vorher noch einiges zu beizusteuern. Das war alles nicht gewollt und daher werden wir uns an dieser sehr eigensinnigen Konstellation hier nicht beteiligen und uns enthalten.
Einige Bemerkungen hat ja mein Kollege Belas schon genannt. Blaues Auge ja, aber aus meinem Gefühl, das ist schon ein ganz schön dickes blaues Auge, das muss ich mal sagen. Und das tut schon weh und in der Liste stehen schon auch einige Kröten drin, die ich auch persönlich schlucken muss. Herr Kroll hat ja nochmal den Finger in meine Wunde gelegt und deshalb muss ich da nochmal was zu sagen.
Thema Scholl-Gymnasium, der Schulhof, der schon sehr lange in der Diskussion steht, das finde ich einfach schade. So viel zu dem Thema. Zum Thema Kalthalle muss ich noch einen Satz mehr verlieren, weil es wurden angeblich keine Fördermittel beantragt. Und zwar, weil die Gesamtsumme das nicht zulässt, der Investitionen. Wir haben hier eine Anfrage im Mai 2025 gestellt und da muss ich jetzt wirklich auch mal kritisch die Verwaltung hier, muss ich da mal kritisch nachhaken. Und in der Antwort steht, dass der Fachbereich 40 hat Fördermittel im Rahmen des Liederprogramms für die Maßnahme beantragt. Über die Entscheidung bzw. Willen ist im vierten Quartal 2025 ist damit zu rechnen. Was ist denn nun? Haben wir nun Fördermittel beantragt, Herr Kroll, oder nicht? Also das verwirrt mich schon sehr und da habe ich den Eindruck, dass da der eine oder der andere miteinander reden müsste. Aber ich will das jetzt hier nicht vertiefen.
Eine persönliche Bemerkung habe ich noch zum Ausschuss, zu den Ausführungen des Ausschussvorsitzenden der AfD und auch seinem Nachredner. Ich war ja in der Ausschusssitzung dabei. Herr Krause, Sie haben die geleitet. Sie haben ja jetzt eine sehr heftige Kritik an der Verwaltung hier geübt. Allerdings, und das irritiert mich auch sehr, in der Ausschusssitzung haben weder Sie noch der andere Vertreter der AfD nur einen einzigen Satz zu diesem Thema verloren. Null. Was heißt das für mich? Wird hier für die Galerie gearbeitet oder geht es um Sacharbeit? Ich vermisse da wirklich, dass Sie dann in dem Ausschuss da entsprechend Ihre Argumente schon eingeführt haben.
Und eins muss ich noch mal auch zu den Anträgen sagen, die in der Haushaltsdebatte gestellt worden sind. Wir haben da mal nachgerechnet. Wenn man es summiert, bei manchen kann man das nicht genau beziffern, aber leider, gut, Sie werden jetzt sagen, Kleinvieh macht auch Mist, stimmt, aber insgesamt liegen die Einsparungen, die Sie vorschlagen haben, unter 500.000 Euro, wenn ich das recht erinnere. Ich habe es jetzt leider nicht gleich gefunden, danach hatte ich nämlich gesucht, ich habe es mir nämlich aufgeschrieben, aber ich werde es noch mal genauer recherchieren, wenn notwendig, und reiche das noch nach. Danke. Achso, wir werden zustimmen.
Ist das eine schöne Situation? Auf gar keinen Fall. Wenn man Dinge gestrichen bekommt, ist das verhältnismäßig glimpflich? Wenn man sieht, was hätte noch alles passieren können, auf jeden Fall, auch wenn ich bei der einen oder anderen Investition doch überrascht bin, dass die den Vorzug vor anderen Maßnahmen erhielt. Aber ich glaube, das ist vielleicht auch eine persönliche Geschichte.
Was wir auf jeden Fall ja sehen könnten der Geschichte, und ich finde es spannend, weil alle sind im Hier und Jetzt stehen geblieben. Das Verheerende wird erst in den kommenden Jahren kommen. Also wir werden uns vielleicht am Ende dieser Wahlperiode zurückwünschen, dass es nur elf Millionen sind, die man uns aufdoktriniert, und es wird wahrscheinlich noch schlimmer werden. Das ist ja die klare Wahrheit. Und da würde ich mir auch von denjenigen, die auch im Bund und Land Regierungsverantwortung tragen, nicht nur warme Floskeln im Stadtrat wünschen, sondern irgendwie auch mal ein bisschen Druck nach oben, mal ein bisschen mehr Bemühungen erforderlich, die von der Bundes- und auch der Landesebene kommen müssen.
Ich meine, der Beigeordnete hat es vorgerechnet, alleine neun Millionen Euro in diesem Haushaltsjahr, die uns fehlen an Zuweisungen über das FAG, nur weil die Ausgaben unterschätzt werden, die wir insbesondere in den Sozialbereichen tragen. Und dann ist die Frage, welche Optionen und welche Handlungsmöglichkeiten haben wir da in der Stadt? Natürlich müssen wir da über Stadtentwicklung reden. Wir müssen auch über steigende Mieten sprechen, weil steigende Mieten führen im Umkehrschluss auch zu steigenden Kosten, zum Beispiel bei den Kosten der Unterkunft. Diese Erstattungsquote, die der Bund hat, ist in den letzten Jahren fortwährend zurückgelaufen, sodass wir nur noch auf 60 Prozent Erstattung hinauslaufen. Natürlich wird das immer schlimmer.
Und wenn wir diesen Entwicklungen nicht ein ordentliches Gegenangebot entgegensetzen, brauchen wir uns auch nicht wundern, warum es in den einzelnen Bereichen immer weiter nach oben geht. Aber da muss sich jeder an die eigene Nase fassen, wo er die Prioritäten sieht. Eine reine Frage über die Ausgabenseite zu definieren, wird schlichtweg nicht machbar sein. Weil was soll die Antwort sein? Dass die ohnehin schon an ihrem Limit arbeitende Verwaltung, zum Beispiel auch im Sozialbereich, wo Anträge über ein halbes Jahr brauchen, bis sie bearbeitet werden können, noch weiter Einsparungen vornimmt? Das trifft die Menschen am Ende auch am meisten und wird auch nur zu einem Verlust an Lebenszufriedenheit führen. Und dann können wir uns Magdeburg-Bewegungen irgendwie über die Fahnen schreiben, aber dann frage ich mich bloß noch, ob wir das nach vorne machen oder nach hinten, wenn wir es weiter verwaltungsseitig sparen.
Am lautesten schreien ja die heute hier oder halten große Vorträge, die ja in der Landesregierung vertreten sind, die die Verantwortung dann haben dafür, dass wir nicht das Geld erstattet bekommen, was man uns versprochen hat. Ich hätte mir gewünscht von dem Finanzbeigeordneten heute, dass er mal sagt, wie viel Geld ist denn eigentlich noch offen, was wir eigentlich erstattet kriegen müssten von der Landesregierung oder vielleicht vom Bund, dass man auch diese Zahl mal hat.
Und ja, wir als Fraktion werden diese Drucksache natürlich zustimmen heute, ganz klar, weil ja auch viele Sachen auf dieser Liste stehen, wo wir schon damals darauf hingewiesen haben, können wir uns das leisten oder wollen wir es lieber zurückstellen und sagen, wir machen das später, weil das Geld nicht da ist. 11 Millionen ist ja eigentlich nicht so ein Batzen, das muss man so sagen, wir haben ja hier schon ganz andere Sachen beschlossen und Nachträge und was weiß ich, wo nie die Probleme sind.
Aber ich glaube, wir haben zu wenig als Stadt oder auch wir als Stadträte zu wenig darauf hingewiesen, wie viel Geld kriegen wir denn noch, was steht uns noch zu, warum ist das nicht so und warum haben wir so wenig bekommen. Mich als Stadtrat würde noch mal interessieren, von der Oberbürgermeisterin auch gleich, wie sieht es denn mit unseren GWAs aus, wann wird das Geld mal freigestellt vom Haushalt, weil es gab ja schon das Schreiben, dass die GWAs erstmal alle kein Geld bekommen, solange bis irgendwas freigegeben ist.
Der Unmut ist ja schon groß, ja, die E-Mail kam leider letzte Woche, dass es kein Geld dafür gibt wieder, ja, das muss man so sagen erst mal und das ist ja der Unmut, der draußen ist, dass diese kleinen Vereine, die damit planen, erstmal so ruhig gestellt werden oder wie ich das immer so schön sage, kalt gestellt werden. Ich weiß ja schon aus der Vergangenheit war das auch nie so, ich sehe das ein bisschen lockerer, aber es sind irgendwelche da, die das sehr ernst sehen, aber es ist ja gut, wenn wir heute eine Antwort drauf bekommen und hier gucken ja auch viele zu immer. Vielen Dank!
Genau, ich würde etwas zu der Kalthalle sagen. Ja, natürlich haben wir diesen Antrag gestellt bei LIDA und sind, das ist ein zweistufiges Verfahren. Am Anfang steht ein Interessenbekundungsverfahren, das wir durchgeführt haben und von der Jury mit der Kalthalle auch als förderungswürdig eingestuft wurden.
Bei der tatsächlichen Jurysitzung wurden wir aber aus der LIDA-Förderkulisse in die ELA-Förderkulisse weitergereicht sozusagen. Dort haben wir leider nur noch eine maximale Förderquote von insgesamt 150.000 Euro. Bei LIDA hätten wir mindestens 70 Prozent gehabt bei ungefähr Kosten aufgrund der Planungsgrundlagen, die wir ja auch schon erstellt haben, von mindestens 750.000 Euro.
Und insofern ist es etwas, was wirklich dadurch halt sehr viel für uns teurer geworden ist für eine freiwillige Leistung und werden es weiterhin versuchen, weitere Förderkulissen aufzutun. Aber ELA ist halt leider nicht so lukrativ, wie wir es uns gewünscht hätten.
Zunächst die Frage beantworten, natürlich, wenn der Beitrittsbeschluss erfolgt ist, dann erfolgt auch die Freigabe der Haushaltsmittel, die wir nach der Planung entsprechend ausreichen dürfen. Dann war die Frage Unterfinanzierung, die konkrete Zahl würde ich Herrn Kroll nachher bitten, weil wir die vor kurzem ermittelt haben, inwieweit die Kommunen, und da haben wir uns mit Halle und Dessau auch besprochen und zusammengesetzt, inwieweit die Kommunen in Sachsen-Anhalt unterfinanziert sind, insbesondere die Oberzentren, die ja eben auch für das Umland die wichtige Infrastruktur stellen und da Geld reingeben. Und das möchten wir auch als drei Oberzentren, dass das gewürdigt wird und dass da entsprechende Gelder auch fließen sollen.
Wir haben auch, Bisswanger hat es angedeutet, wir haben mehrfach jetzt schon auch an das Land geschrieben, an den Bund appelliert, zum Beispiel den Anteil bei den Kosten der Unterkunft zu erhöhen, weil eben auch klar ist, dass die Mieten steigen. Wir haben also verschiedene Möglichkeiten gesucht, mit den 13 Landeshauptstädten der Flächenländer gemeinsam einen Brief an Herrn Merz geschrieben, eine Antwort erhalten, die nicht zufriedenstellend gewesen ist. Jetzt mit dem Städtetag nochmal, aber Hauptakteure sollen die 13 Landeshauptstädte sein, nochmal versuchen wir einen Gesprächstermin mit Herrn Merz zu bekommen, um eben auch mal auf die Probleme aufmerksam zu machen und wo wir Stellschrauben sehen.
Sie wissen, dass wir damals an den Ministerpräsidenten Haseloff, ich glaube 11 oder 12 Seiten geschrieben haben, mit allen Aspekten, wo wir sagen, da sind wir unterfinanziert, da habt ihr uns Aufgaben übertragen, wo die Konnexität überhaupt nicht stimmt. Nun wissen wir alle, das Land hat auch kein Geld, gleichwohl gibt es keine Begründung dafür, dass wir als Kommunen, die wir vor Ort sicherstellen müssen, dass Einrichtungen funktionieren, dass im sozialen Bereich alles gut läuft, dass wir auch das Personal dafür haben, um die Aufgaben zu stemmen, vorhalten müssen.
Keine klugen Ideen, habe ich gesagt. Das stimmt, Herr Kraus, ich habe keine klugen Ideen mehr, weil scheinbar die Ideen, die wir haben, vom Rat abgelehnt werden und es sind wenige Ideen, die uns noch einfallen, um tatsächlich den Bestand im Haushalt zu verbessern. Weil es ist eigentlich rausgereizt, auch wenn der Beigeordnete 2 sagt, das ist nicht viel, was wir einsparen müssen, dann geht es aber doch zu Lasten insbesondere städtischen Personals, weil wo kann ich denn tatsächlich Einsparungen bei uns selbst vornehmen, ohne Kitabeiträge erhöhen zu müssen, wo aber die Kosten für die Kitas ja auch enorm gestiegen sind. Und irgendwo glaube ich schon, dass sich auch Eltern daran beteiligen müssen, wenn wir auch die Qualität erhöhen wollen und den Personalschlüssel ein Stück weit nach oben ziehen wollen. Ein Stück weit nach oben ziehen wollen. Aber dazu kommt die Drucksache ja noch, wo wir den Vorschlag machen.
Und was mir immer wieder aufstürzt, wir haben jetzt bemängelt, dass wir so lange gebraucht haben. Ja, die Positionierung des Landesverwaltungsamtes kam Mitte Januar, Ende Januar. Aber sie müssen uns ja auch die Zeit geben, als Verwaltung erstmal eine Position zu erarbeiten, wo können wir denn tatsächlich Vorschläge erarbeiten und auch gründlich prüfen, was ist realistisch zu schieben oder eben zu sagen, es ist die VE, es ist nicht die Planung, die ich schiebe. Und dazu muss ich auch Daten und Fakten sammeln.
Bei der Förderschule habe ich es mir auch nicht leicht gemacht, dem zuzustimmen, weil ja auch die Frage war, was ist denn die Entwicklung, wie viele Zahlen an Kindern sind denn tatsächlich in diese Richtung gedrückt worden, wie ist die Situation in der jetzigen bestehenden Förderschule, ist es richtig, da den Gneisenau-Ring zu nehmen oder überlegt man nochmal neu, ist ein Neubau vielleicht billiger. Und wenn dann Anträge kommen, kommen wir nachher zu, das sage ich jetzt nicht, mache ich nachher, ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
Und im Grunde bin ich dankbar, dass wir handlungsfähig sind, aber ich muss Ihnen auch sagen, wir haben kaum noch Spielräume, das muss man deutlich sagen. Und wenn man dann wieder sieht, was für Anträge kommen und jetzt sage ich, ich wollte es eigentlich nicht sagen, aber ich sage jetzt nochmal zu den Anfragen und Anträgen, in welcher Umfänglichkeit Sie uns als Verwaltung hier wieder belasten. Und ich habe das Potenzial in Kollegen nicht, wir haben jetzt, glaube ich, 500 unbesetzte Stellen, wir sind jetzt gehalten, durch diese 11 Millionen nochmal 2 Millionen zu sparen, zu dem, was wir schon im letzten Jahr uns auf die Fahne geschrieben haben für dieses Jahr. Es ist eine Grenze erreicht, die Kollegen können das auch nicht mehr umsetzen und deswegen bin ich dann auch erstaunt, wenn Forderungen nach 35-Stunden-Woche und bei gleichem Lohn, aber nicht Abstrichen an Fahrtätigkeit und noch mehr Personal gemacht werden. Wo soll das hinführen? Wir können das nicht mehr bezahlen, weil wir zahlen auch diese Personalkosten bei der MVB. Bei aller Qualitätsanforderungen, die wir da haben, dann muss man wirklich sagen, muss man die Preise erhöhen, muss man die Taktung verändern, dann müssen wir uns auf diese Diskussion auch verständigen.
Und nochmal auf die Strategie 2040, bitte, das ist ein Papier, wo ich mit Ihnen ins Gespräch kommen möchte, wo setzen wir unsere Prioritäten in der Zukunft und wo können wir uns Sachen eben nicht leisten. Aber eben auch über den Tellerrand hinauszuschauen auf 15 Jahre. Eine Milliarde Pflicht, eine Milliarde zu sagen, wofür wir es einsetzen, können wir ja gar nicht. Wir sind ja bei den meisten Kosten gebunden an Gesetze und Umsetzung von Gesetzen. Da ist ja kaum noch Spielraum. Also da frage ich mich, wie kann ich die eine Milliarde als Stadtrat selber bestimmen? Können Sie nicht, wir auch nicht.
Personalkörper habe ich gesagt, also es wird für uns eine harte Nummer, eine riesen harte Nummer. Man kann Digitalisierung machen, aber Digitalisierung kostet auch Geld, auch das wissen Sie. Da müssen wir Abstriche machen. Und dann sind eben 1000 Euro für Geschirr auch eine Menge Geld, weil auch in meinem Bereich haben wir jetzt tatsächlich eine große Summe eingespart. Das geht zu Lasten der Sachen, die wir uns als BOW auch leisten können und wollen. Und dann kommt es eben auch dazu, dass man erst mal sagt im ersten Bericht keine Blumen mehr für Geburtstage. Es ist Kleinvieh, Kleinvieh macht auch Mist.
Lassen Sie uns gemeinsam gucken, ob wir noch Ideen entwickeln können, wo wir Aufwand oder auch Erträge steigern können. Und wenn die Drucksachen kommen, bitte nicht gleich zerreißen und nicht gleich sagen, niemals mit uns Kita-Beitragserhöhung. Lassen Sie uns gucken, zu welchen Konditionen man das machen kann, wo auch Vorteile sind, wenn wir das so machen. Und ja, treten Sie bitte unserem Vorschlag bei der Drucksache. Ich wäre Ihnen dankbar, weil wir haben wirklich kaum noch Möglichkeiten, es anders zu machen.
Dankeschön. Als Antwort auf Herrn Zander, ich habe beide Zahlen schon genannt in der Haushaltseinbringungsrede, aber Herr Biswanger hat darauf hingewiesen auf die 9 Millionen, die wir bei HZE und DKSOZ schwach sind sozusagen, aber die nicht erstattet werden.
Und wenn wir den Durchschnitt der Ostländer auf die Einwohner der Finanzausgleichszahlung umlegen und das auf Magdeburg dann hochrechnen, fehlen uns roundabout 50 Millionen. Das ist nur, dass wir den Durchschnitt erreichen, mehr nicht.
Vielen Dank. Sehr geehrter Vorstand, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, wir legen Ihnen heute die Drucksache zur Beschlussfassung vor, unsere Bitte mitzutragen, nicht Mitglied im Förderverein Welterbe im Salzland e.V. zu werden. Zum einen hat das einfache finanzielle Gründe. Wir können uns die Mitgliedschaft nicht leisten. Es sind zwar nur 1.000 Euro jährlicher Mitgliedsbeitrag, aber diese sind nicht geplant und damit auch zusätzlich nicht leistbar. Die Diskussion zum Haushalt hatten wir gerade und es widerspricht den gemachten Aussagen, wenn wir nun neue Kosten erzeugen.
Auch wenn das Land uns mitgeteilt hat, dass weitere Zahlungen nicht notwendig sein werden, so gehen wir davon aus, dass welche entstehen. Zum einen muss eine Mitgliedschaft betreut werden, personell. In Zeiten, in denen mehr als 500 Stellen in der Stadtverwaltung nicht besetzt sind und Überlastungsanzeigen an der Tagesordnung, ist es den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung gegenüber unverantwortlich, zusätzliche Aufgaben ins System zu schieben. Außerdem erzählt man hinter vorgehobener Hand eben doch, dass erwartet wird, dass sich die Landeshauptstadt finanziell engagiert. Eine deutliche Aussage, das können wir nicht.
Das Pretziener Wehr ist ein Bauwerk, das einen enormen Beitrag zum Hochwasserschutz in Magdeburg bietet. Diese angefragte Mitgliedschaft, und das möchte ich deutlich betonen, hat damit nichts zu tun. Wir engagieren uns gestern, heute und auch morgen für das Wehr. Der Hochwasserschutz hat für uns höchste Priorität. Bei dieser Mitgliedschaft geht es um eine freiwillige Aufgabe aus dem Bereich der Kultur und des Tourismus. Die touristische Relevanz des Wehrs spielt bei der Bedeutung, ob es zum Welterbe gehört oder nicht, allerdings keine Rolle.
Oberbürgermeisterin Boris hat sich aus den beiden betroffenen Dezernaten Stellungnahmen eingeholt und ob der deutlichen Aussagen klar entschieden, dass eine Mitgliedschaft für die Stadt keinen Mehrwert bietet. Das Pretziener Wehr steht nicht auf Grund und Boden der Landeshauptstadt Magdeburg, es ist Teil des Salzlandkreises. Und es ist nicht das erste Mal, dass ein UNESCO-Welterbe angestrebt wird. Auch beim Schiffshebewerk war das bereits der Fall. Das hat die Staatskanzlei ganz im Gegensatz zu der vorliegenden Beschlussvorlage alleine gemacht. Wir wurden nicht um eine Vereinsmitgliedschaft gebeten, obwohl dort ein eindeutig kulturelles und touristisches Interesse vorliegt. Immerhin betreiben wir das Schiffshebewerk. Auf die Tentativliste hat es das Hebewerk leider nicht geschafft.
Nun soll es mit dem Pretziener Wehr versucht werden, welches unter anderem mit rund 3.000 Kriegsgefangenen aus dem Deutsch-Französischen Krieg errichtet wurde. Nochmal, es geht hier nicht um Hochwasserschutz. Wir haben klar gesetzte Schwerpunkte in den Bereichen für Kultur und Tourismus. Und in diesen Bereichen kommen diese Schwerpunkte der Landeshauptstadt Magdeburg nicht vor. Es gehört nicht dazu und wir haben weder die finanziellen noch die personellen Ressourcen. Daher bitte ich um Ihre Zustimmung.
Für den Kulturausschuss. Es hieß, die Mitgliedschaft kostet immerhin 1.000 Euro, eben sollten 1.000 Euro aus der Portokasse bezahlt werden. Und Kleinvieh macht auch Mist, das haben wir die ganze Zeit erzählt, und dennoch werden Gelder locker gemacht, die man dann irgendwo findet.
Und wenn wir uns, das war ja eine Diskussion, wirklich eine anregende Diskussion im Kulturausschuss, muss man sagen, sind zu dem Schluss gekommen, dass eben gerade diese Mitgliedschaft doch einen Mehrwert für uns haben würde, gerade weil das Pretziener wäre. Und schon ein paar Mal, wir haben so lapidar gesagt, den Hintern gerettet hat als Stadt Magdeburg.
Und deshalb haben wir gesagt, ja, es gibt genug Mitgliedschaften, wo wir drin sind, die teurer sind, die bisher noch nicht wirklich infrage gestellt wurden. Da gibt es ja auch eine Anfrage zu, wo wir Mitglied sind, wo wir eventuell noch sparen können. Und es wurde gesagt, das bringt uns keinen Nutzen. Wir finden schon, dass es einen Nutzen gibt.
Wir wollen immer, dass wir mit dem Umland zusammenarbeiten. Wir wollen bessere Beziehungen zum Umland haben und kommen dann so daher und sagen, nö, also das ist uns nicht wert. Die 1.000 Euro sind es uns nicht wert. Und so kommt es ja rüber. Und wenn man jetzt sagt, na, wir gehen davon aus, dass das noch mehr kostet. Wenn wir immer davon ausgehen, dass das noch mehr kostet, dann dürften wir gar keine Mitgliedschaften mehr haben und dann dürften wir überhaupt nichts mehr machen.
Und so ist dann auch diese Ablehnung dieser Drucksache zustande gekommen mit 0 zu 4 zu 2, weil wir waren uns da wirklich, wie man sieht, doch ziemlich einig. Danke.
Ja, das 1000-Euro-Argument, das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Also das ist bei einem Haushalt dieser Größenordnung sind 1000 Euro kein valides Argument weder dafür noch dagegen. Personalfragen kann ich nachvollziehen, die Enge des Personals war dargestellt worden, kommt eine weitere Aufgabe zu. Das hatte natürlich vor Ort Ressourcen.
Ich meine aber tatsächlich, dass man das ein bisschen größer decken muss. Also wir verstehen uns als Partner des Umlandes. Tatsächlich ist auch, wir sind noch eine Region und da kommt jetzt das Umland an uns heran und sagt so, das ist jetzt bei denen ein wichtiger Punkt. Wollt ihr da mitmachen? Und da kommt so der große Kloster, der in der Mitte sitzt mit mehr als 200.000 Einwohnern und wischt das so lapidar weg. Das finde ich schlecht. Das finde ich nicht gut.
Letztlich ist auch unser Ziel, dass wir mehr gemeinsam machen. Wir haben auch Wünsche, auch wir haben Wünsche an das Umland bei bestimmten Sachen. Insofern würde ich jetzt noch dazu mit der Begründung erziehen, 1000 Euro, das wäre dann wirklich geradezu ein Schlag links und rechts, würde ich bitten, diese Drucksache abzulehnen und tatsächlich das Ziel zu beschreiten, da mit denen gemeinsam was zu machen und da die Zusammenarbeit in der Region zu fördern. Insofern ganz beim Kulturausschuss und Ablehnung der Drucksache.
Einiges ist schon gesagt worden. Auch wir werden diese Drucksache erstmal ablehnen, weil der Mehrwert sicherlich schwer zu messen ist. Aber eins ist klar, das ist ja eine symbolische Handlung. Und wenn die Stadt Magdeburg jetzt plötzlich sagt, ja, das interessiert uns nicht, da haben wir keinen Mehrwert von, dann ist das eigentlich ein ganz, ganz schlechtes Zeichen an die Umgebung von Magdeburg.
Weil, wie gesagt, der Kollege Meißner hat es ja gesagt, wir wollen auch nochmal was von denen. Und ich glaube, da sind die 1000 Euro wahrscheinlich sehr gut angelegt. Und die Funktion des Pretziener Werks hat der Frau Schumann hier schon dargestellt. Das Pretziener Werk hat uns schon mehrfach vor Millionenschäden beschützt.
Und vielleicht noch eine persönliche Bemerkung zu den Kriegsgefangenen, also finde ich jetzt hier nicht so ganz passend als Begründung jedenfalls nicht. Und ich sage das mal so, ich bin zwar kein Landtagsabgeordneter, aber wenn das jetzt an den 1000 Euro scheitert, ja, dann würde ich den ersten Jahresbeitrag als Sponsor übernehmen.
Also die Empfehlung der Verwaltung, uns gegen eine Mitgliedschaft auszusprechen, halte ich für einen sehr großen Fehler. Das Pretziener Wehr ist kein beliebiges Bauwerk im Salzlandkreis. Es ist eines der bedeutendsten wasserbaulichen Denkmäler hier in Deutschland. Es steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Hochwassersicherung Magdeburgs. Es tut so, als hätte das Projekt nichts mit uns zu tun. Der Denk ist zu klein.
In der Vorlage heißt es sinngemäß, positive Effekte für Magdeburg seien fraglich. UNESCO-Titel sind keine Randnotiz. Sie bedeuten internationale Sichtbarkeit, sie bedeuten zusätzliche Besucherinnen und Besucher, sie bedeuten längere Aufenthalte, sie bedeuten neue Vermarktungsmöglichkeiten. Und wo übernachten Gäste? Wo essen sie? Wo besuchen sie Museen? Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Magdeburg. Nee, wirklich in Magdeburg. Als Oberzentrum profitieren wir immer dann, wenn die Region stärker wird. Tourismus endet nicht an der Stadtgrenze.
Die Vorlage verweist zwar auf den Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide, wo es auch einiges an Kritik dran gibt, das stimmt. Aber ein Dachverband ersetzt keine konkrete Projektpartnerschaft. Ein UNESCO-Projekt ist kein Alltagsgeschäft. Es ist ein strategisches Vorhaben mit internationaler Strahlkraft. Wenn wir uns hier heraushalten, senden wir ein klares Signal, Magdeburg beteiligt sich nicht. Ist das wirklich die Rolle, die wir als Landeshauptstadt einnehmen wollen? Interkommunale Zusammenarbeit ist kein Nice-to-have. Sie ist Grundlage moderner Regionalentwicklung.
Wir reden hier über 1.000 Euro im Jahr. Das erste Jahr ist ja schon ausfinanziert. Danke, Thomas Zwiebe. Nicht immer Millionen, nicht immer Investitionsrisiken. Die Frage ist nicht, ob wir es uns leisten können. Die Frage ist, ob wir uns leisten wollen, nicht dabei zu sein. Ein Nein würde heißen, wir sehen keinen Nutzen in einem möglichen Welterbe vor unserer Haustür. Wir denken in Verwaltungsgrenzen, wir verzichten freiwillig auf Mitgestaltung. Ein Ja würde heißen, wir übernehmen Verantwortung für die Region. Wir stärken gemeinsame Projekte. Wir investieren in die Sichtbarkeit und in die Zukunft.
Das Preziner Wer ist Teil unserer gemeinsamen Geschichte als Elbregion. Wenn dieses Denkmal UNESCO-Welterbe wird, dann ist es auch ein Erfolg für Magdeburg. Nicht jeder Euro ist ein Kostenfaktor. Manche sind eine strategische Entscheidung. Ich werbe deshalb gemeinsam mit meiner Fraktion und ich sehe mit einigen weiteren Stadträtinnen und Stadträten, diese Vorlage abzulehnen und die Mitgliedschaft zu unterstützen.
Ich gebe mir Mühe, die andere Hälfte auch noch kreativ zu nutzen. Oliver Müller, Fraktion Die Linke. Ich hatte ja bereits Gelegenheit, zweimal gegen diese Drucksache zu stimmen, nämlich im Wirtschafts- und Tourismusausschuss und im Kulturausschuss und ich freue mich heute nochmal ein drittes Mal dagegen stimmen zu können und hoffe, dass dann dieser Fall auch erledigt ist.
In der Tat sehe auch ich es so, dass es einfach ein falsches Signal ist in Richtung interkommunaler Zusammenarbeit. Gerade wir als Landeshauptstadt, als Oberzentrum sollten ja einladen dazu. Jetzt werden wir mal gefragt von einem Juniorpartner vielleicht und sagen, nee, das wollen wir nicht. Da brauchen wir uns auch nicht so wundern, wenn beim nächsten Hochwasser das Prozent der Wehr eben nicht gezogen wird, habe ich spaßenshalber mahnend angebracht.
Aber mal im Ernst, Frau Stieger, Sie haben angesprochen das Schiffszibewerk. Also ich kann mich noch daran erinnern, als das 2010 dann wieder eröffnet worden ist, da waren wir ja nicht allein als Finanzier dabei, da waren ja auch noch andere Partner, ich glaube der Würdekreis oder so, mit an Bord. Das heißt also, wenn wir Solidarität selber erleben wollen, dann müssen wir wahrscheinlich auch die, wenn wir mal gefragt werden von anderen Partnern, nicht ausschlagen.
Und ja, also ich habe es angesprochen, Kulturausschuss, Tourismusausschuss, also ich halte durchaus auch das Prozent der Wehr kulturtouristisch für was Außerordentliches und wir sollten viel mehr versuchen, es gemeinsam mit unserem Wasserstraßenkreuz, was natürlich mindestens ebenso, vielleicht noch bedeutender ist, einmalig, aber wo da die touristische Anpreisung ist, also die muss an mir vorübergegangen sein. Ja, also da sehe ich schon noch viel Potenzial, von dem wir gleich viel hören werden, nehme ich an, noch viel Potenzial, wie man das touristisch erlebbarer machen kann.
Da haben wir hier auch schon viele Debatten geführt. Ich kann mich erinnern, unter Herrn Nietzsche haben wir den Beschluss gefasst, dass wir ja im Bereich des Schiffszibewerkes auch dieses Erlebniszentrum mit Bundesmitteln bekommen sollten. Ich habe, weiß ich nicht, seit fünf Jahren nichts mehr dazu gehört, was daraus geworden ist und warum das alles nicht klappt. Wo sind da die Initiativen, die Briefe an den Bund oder so?
Also und der Höhepunkt, das war mir jetzt neu, das habe ich im Ausschuss wirklich noch nicht gehört, dass jetzt also niemand mehr Zeit hat, von ihrem Team dort hinzugehen, nehme ich natürlich mit Betroffenheit zur Kenntnis und verbinde das mit der Bitte, dann doch das einfach den Stadträten anzubieten. Ja, da spricht doch wirklich nichts dagegen, wenn an denen so oft werden die ja wohl nicht sagen, dass dann, weil ich stelle mich zur Verfügung, aber ich kann mir vorstellen, es wird andere Berufene geben. Viele sind Berufen, doch nur wenige sind Auserwählte. Das wissen wir, da leite ich schon mal zur Glocke übrigens im nächsten Punkt. Aber dann wäre wirklich die Frage, wenn Sie sagen, Sie selber können das nicht leisten, lieber Staatsrat, vielleicht wollen Sie ja da jemanden entsenden, da findet sich bestimmt jemand. Vielen Dank.
Meine sehr verehrten Damen und Herren Stadträte, wir haben versucht, mit dieser Drucksache Ihnen eine gute Informationsgrundlage zu geben, um zu diesem Thema bestmöglich entscheiden zu können, mit verschiedenen Optionen. Sie wissen ja, im Sommer gab es diesen Stadtratsbeschluss, und zu den einzelnen Beschlusspunkten haben wir intern eine dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet, um dem gerecht zu werden. Wir haben aber auch weitere Informationen aus Städten wie München und Berlin herbeigezogen, die unter ähnlich schweren Vorfällen zu leiden hatten und schon gute Erfahrungswerte gesammelt haben.
Wir haben all dies zusammengetragen, gleichzeitig mit der Prüfung über das Stadtplanungsamt, wo ein möglicher Standort auf dem Gelände des Weihnachtsmarktes sein könnte, um einen dauerhaften Gedenkort zu errichten. All das haben wir zusammengetragen und Ihnen Anfang November den Fraktionsvorständen in einer PowerPoint-Präsentation zur Kenntnis gegeben, gepaart mit einer sogenannten Out-of-Box-Idee, die durch die Stadtgesellschaft und eine Künstlerin an uns herangetragen wurde.
Wir haben die Drucksache extra so aufgebaut, weil wir Sie gebeten hatten, eine Rückmeldung zu diesem Treffen zu geben, das wir durchgeführt haben. Da gab es kein einstimmiges Meinungsbild, sodass man punktweise durchgehen kann, was wir als nächstes unternehmen können und sollten, um einen dauerhaften Gedenkort einzurichten.
Wichtig ist vor allen Dingen, dass wir aufgrund unserer Recherchen und Arbeit feststellen mussten, dass wir einen gänzlich offenen Ideenwettbewerb nicht so durchführen können, weil Rahmendaten vorliegen müssen, damit die eingebrachten Ideen auch umgesetzt werden können. Deswegen haben wir Ihnen all diese Vorschläge unterbreitet.
Ich hoffe, Sie hatten Zeit und Gelegenheit, sich damit auseinanderzusetzen, und bitte um Zustimmung, wenn nicht der ganzen Drucksache, dann doch dem Kulturausschuss, wo ganz bestimmt auch noch die Kulturausschussvorsitzende etwas zu sagen wird. Vielen Dank.
Ja, also im Kulturausschuss herrschte wirklich ein einstimmiges Meinungsbild. Wir haben die Drucksache diskutiert, wir haben darüber lang und breit gesprochen und haben festgestellt, also diese Drucksache ist für uns so nicht zustimmungsfähig, sie ist für uns nicht geeignet. Und zwar sind wir der Meinung, die Trauernde ist eine Skulptur, das ist ein Nachguss, eine Begleitfigur des Wormser-Luther-Denkmals. Ich werde nicht die ganze Geschichte der Figur nochmal zum Besten geben, das habe ich ja schon in den anderen Ausschüssen getan.
Wichtig ist aber, dass sie wirklich als Sinnbild des Dreißigjährigen Krieges steht und dass sie in der Johanneskirche stand und nach der Zerstörung und nach der Bombardierung dann immer noch dastand. Also wirklich, sie zeigt eine Märtyrerin und sie ist eine Symbiose, die dort in der Johanneskirche steht. Sie bildet eine Symbiose mit dem Eingangsportal, das den Namen Krieg und Frieden hat, mit den Bronzeskulpturen Mutter und Kind sowie der Trümmerfrau. Und sie erinnert an die wiederholte Zerstörung Magdeburgs. Also sie ist eine Märtyrerin, die an die Zerstörung Magdeburgs 1631 und 1945 erinnert.
Diese drei bedeutenden Kunstwerke, die ich eben genannt habe, gehören zu einem Mahn- und Gedenkort, zum Mahn- und Gedenkort Johanneskirche. Und es wurde noch einmal vom Stadtführer auch gesagt, man kann doch nicht einen Gedenkort zerstören, um einen anderen aufzubauen. Für uns im Kulturausschuss ist es jedenfalls undenkbar, dass diese Figur aus diesem Ensemble herausgenommen wird und auf den alten Markt kommt.
Ist das eine, eine Verlagerung, wurde auch noch gesagt, eine Verlagerung nach draußen würde mit erheblichen Risiken für die Figur verbunden sein. Umsetzung, Transport, Witterungseinflüsse dürften nicht unerheblich sein, das kam noch hinzu. Die Skulptur mit einer völlig anderen Bedeutung wird dem eigentlichen Ansinnen und auch den Anschlagsopfern keinster Weise gerecht.
Eine Diskussion gab es dann auch noch um den Punkt 1, wo der Standort festgeschrieben werden sollte. Und da es unterschiedliche Ausführungen darüber gab, ob der vorhandene Gedenkstein nur eine Übergangslösung oder prinzipiell da sein soll, haben wir gesagt, wenn der wegkommt, wäre das ja auch noch eine Möglichkeit, dort dann das Kunstwerk zu errichten. Also sollten wir uns da nicht festlegen, sondern sagen, der Standort wird dann gewählt, wenn man weiß, was passiert. Das war das andere.
Und der Zeit- und Kostendruck. Also für uns besteht kein Zeit- und Kostendruck, denn jetzt gibt es erst einmal, wir haben die Gedenkplatten, wir haben diesen Stein, mag man dazu stehen, wie man möchte, aber er ist da. Und da ist also jetzt erst einmal ein Gedenkort da. Wir können uns Zeit lassen. Diese Zeit sollten wir uns auch unbedingt nehmen und keine Schnellschüsse machen, denn dieses Mahnmal, dieses Denkmal soll ja für die Ewigkeit sein.
Und von daher haben wir diesen Änderungsantrag auf den Weg gebracht, wohlwissend, dass dieser Änderungsantrag nötig sein muss, weil es um das Verfahren geht, dass das ursprüngliche Verfahren so nicht so durchführbar ist. Und deshalb möchte ich Sie dringend bitten, unserem Änderungsantrag zuzustimmen. Danke schön.
Ja, auch die AfD-Fraktion möchte bei diesem Thema was sagen. Ich leite jetzt ein bisschen auf der Klinge und hoffe, dass ich nicht links oder rechts runterfalle, aber auch bei diesem schlimmen Tag, der über uns hereingebrochen ist, der 20. Dezember, muss man trotzdem ein bisschen Realpolitik betreiben. Und das glaube ich das erste Mal, dass ich Frau Schumann zu 100 Prozent recht gebe. Die originale Drucksache, bei der wären wir jetzt auch auf keinen Fall mitgegangen.
Ich finde es auch, ich werde jetzt nicht das falsche Wort verwenden, aber man macht damit was auf oder man hat da auch eine Büchse mit aufgemacht. Wir haben die sechs Platten im Boden. Richtig wichtig, soll ja auch sein. Wir haben vorne den Stein, den ich persönlich jetzt nicht schön finde. Der ist lieblos, aber das ist erst mal was da und das wird dann hoffentlich mit diesem Wettbewerb da verbessert.
Aber dass wir dann zusätzlich noch, wie es in der Originaldrucksache war, da vorne Ecke, Hartstraße, Ecke Rathausplatz, da noch zusätzlich ein Mahnmal, Gedenkort einrichten, finde ich jetzt völlig unsinnig. Man muss auch für die Zukunft planen und die Leute wollen auch was haben, wo sie hingehen können und nicht überlegen, gehe ich jetzt dahin, gehe ich jetzt dahin, gehe ich dahin.
Also das finde ich schon zentral, da wo der Stein aktuell steht, der nicht schön ist, da was hinzusetzen, was dann durch diesen Wettbewerb sich herauskristallisiert und mit den Opfern und Opfervertretern zusammen bestimmt wird und auch mit dem Stadtrat. Das finden wir sinnvoll, deswegen der Änderungsantrag des Kulturausschusses unterstützenswert. Die Originaldrucksache würden wir dann so ablehnen, wenn das mit dem Änderungsantrag nicht klappen sollte. Vielen Dank.
Ich bin ja ein großer Freund von alten Sachen. Man kann vieles sammeln, man kann das eine oder andere auch mal umstellen, auch mal ein Bild hin und her hängen. Aber Denkmäler sollten wir uns schon leisten können und nicht einfach, weil wir heute mal sagen, wir hatten jetzt am 20. Dezember dieses Unglück, diesen Terroranschlag, wie auch immer. Der eine steht dazu, der andere dazu.
Und ich sollte einfach ganz ehrlich sagen, ich finde das empörend, dass man hier so verfahren will, dass man aus der Johanniskirche die Trauernden rausnehmen möchte, davor hinstellen möchte, hier vorne, wo wir jetzt diesen, ich sag mal, den Stein da haben, was schon gesagt wurde oder auch erwähnt wurde, dass das nicht sehr attraktiv ist, wissen wir alle. Und das jetzt hier finanziell auch so in die Drucksache reinzuschreiben, dass es das Geringste vom finanziellen Aufwand wäre. Also ich finde das eine Frechheit.
Sie merken es ja, ich habe gerade auch ein bisschen Puls, weil das einfach so nicht hinnehmbar ist. Und deswegen ist auch der Antrag auf jeden Fall abzulehnen. Und wir sollten uns Gedanken machen, dass man was Ehrenvolles dahin stellt und nicht einfach da so einen Stein hinballert und sagt, okay, wir haben jetzt mal zwölf Monate nichts gemacht und jetzt mussten wir dann mal schnell im Oktober, November, Dezember da noch einen Stein hinmachen, weil wir die Restzeit keine Ideen hatten und auch keine finanziellen Mittel. Und das ist dem Bürger einfach nicht gerecht.
Ja, ich bin sehr froh, dass wir in so großer Einigkeit im Kulturausschuss diesen Änderungsantrag, den wir jetzt zur Beschlussfassung dem Stadtrat vorgelegt haben, auf den Weg bringen konnten. Und ja, halte es auch nach wie vor doch für sehr verwegen, Werte Frau Stiller-Hinze diesen Vorschlag unterbreitet zu haben, auch wenn es immer nett umschreiben mit out of the box oder so.
Also wirklich, die Trauernde, die ja nun kein Mehrzweckdenkmal, kein Universaldenkmal ist, einfach mal nach draußen zu versetzen, also da muss man erst mal drauf kommen. Also ich frage mich auch nach wie vor, Sie haben es selber nochmal angesprochen, welche Fraktionen denn eigentlich dafür gestimmt haben, dass dieser Weg gegangen werden kann, weil nochmal im Kulturausschuss waren ja alle anwesenden Fraktionen sofort für diesen jetzt vorgelegten Änderungsantrag. Also da passte irgendwas nicht.
Es wäre also schön gewesen, dass Sie nicht nur die Fraktionen fragen, was Sie wollen, sondern hinterher auch mal allen mitteilen, was das Ergebnis dieser Umfrage war. Da kam ja dann nur diese Drucksache. Das sollte das Ergebnis sein, aber diese Drucksache wird ja nun wahrscheinlich gemeinschaftlich vom Stadtrat gerade wieder gekippt werden. Also das sagt ja viel aus über den Erfolg Ihrer Zusammenarbeit mit uns. Da höre ich ja noch die mahnenden, salbenden Worte von Herrn Kroll, der gerade sagte, ohne Stadtrat ist die Stadtverwaltung nix und umgekehrt genauso. Finde ich ja sehr schön, aber hier scheint das ja nicht so ganz funktioniert zu haben. Oder was bitte habe ich falsch verstanden?
Also schön, dass es diesen Änderungsantrag gibt. Hoffentlich findet er hier genauso viel Zustimmung, wie er auch im Verwaltungsausschuss ja gefunden hat. Was in der Tat für mich noch nicht so ganz klar verblieben ist, ist der Umgang der künftig mit dem Gedenkstein, von dem wir eben schon was gehört haben. Diese Frage kam ja auch im Kulturausschuss zutage, ob der, wo er jetzt steht, eben für immer dort stehen bliebe. Die Aussage von Frau Schlein war ja. Irgendwer anders hat dann im Verwaltungsausschuss diese Frage nochmal gestellt. Da hat dann die Oberbürgermeisterin gesagt, so sicher wäre das gar nicht. Vielleicht kann ja heute jemand mal was dazu sagen, was tatsächlich stimmt.
Ich finde es nicht schlimm, dass die Verwaltung out of the box Dinge vorschlägt, das ist völlig in Ordnung. Das wurde ja vorgestellt in der Runde, dann kann man darüber diskutieren und kommt jetzt zum Tier zu Entscheidungen. Im Ergebnis bin ich auch bei dem Antrag des Kulturausschusses. Der würde jetzt den Weg aufmachen für ein ordentliches Verfahren.
Wir haben tatsächlich keinen Zeitdruck mehr, weil ein ordentliches Gedenken ja absolut im Moment möglich ist. Man kann da mit Ruhe und Professionalität rangehen und hat ein schönes Ergebnis, was würdig ist der Gesamtsituation. Tatsächlich war auch im Verwaltungsausschuss die Frage mit dem Verbleib des Steines. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir für ein Ereignis zwei Denkmäler haben in fußläufiger Entfernung. Das hat keinen Sinn. Also wenn wir jetzt ein neues Denkmal gehen, muss der Stein entfernt werden, weil das sonst, das kann man später niemandem erklären, wieso das so ist.
Die Steine, die verlegt sind, das ist was anderes natürlich, das ist ja das ganz Persönliche zu den einzelnen Opfern, aber der Stein müsste dann weg. Insofern ist tatsächlich die Frage, das ist jetzt auch offen im Kulturausschuss, finde ich auch gut, dass es offen ist, der genaue Standort. Tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass der jetzige Standort des Steins ein sinnvoller Standort für ein Denkmal ist, weil er auch dann die ganz dichte Nähe zum Hirsch und so, was da diese Rathausgeschichte hat, dann so nicht wäre. Ich glaube, das wäre vom Erscheinungsbild des Bereichs sinnvoll.
Insofern jetzt pro Kulturausschuss und dann gehen wir ganz in Ruhe das weitere Verfahren an.
Es wurde schon vieles Schönes gesagt, einiges nicht so Schönes. Der Kulturausschussantrag wurde ja schon ausgiebig besprochen, den unterstützen wir natürlich ausdrücklich, weil der einiges heilt an der Drucksache, was uns in der Diskussion eben auch nicht gepasst hat.
Wogegen ich mich allerdings verwehre, es ging die Formulierung, dass da ein Gedenkstein hingeballert wurde. Das ist nicht würdig den Opfern und dem, was die Verwaltung da doch relativ schnell hinbekommen hat. Und wir haben jetzt zumindest etwas. Das ist natürlich jetzt künstlerisch, kann man sich darüber streiten, das hat man jetzt ja auch schon diskutiert.
Aber ich möchte den Opfern hier nicht so ins Gesicht schlagen und sagen, dass die Verwaltung da was Schlechtes gemacht hätte. Die Formulierung passt einfach nicht. Ich spreche mich eindeutig und meine Fraktion stimmt den Änderungsantrag des Kulturausschusses zu und wir hoffen auch, dass alle anderen das ähnlich sehen.
Nur Schuster, nicht für CDU und nicht für die FDP. Als ich das erste Mal den Vorschlag gesehen habe mit der trauernden Magdeburg, habe ich tief Luft geholt und habe mir gesagt, das muss es nicht unbedingt sein, kann es nicht sein. Das vielleicht mal zur Trauernden Magdeburg.
Zu dem jetzigen Gedenkstein, wir haben ihn gesponsert, wir haben ihn aufgestellt und ich muss auch ehrlich sagen, ich bin mit dem Stein so in der Form auch nicht besonders glücklich. Aber Sie sollten bitte eins bedenken, es gab einen gewissen Zeitdruck, das zu machen und es waren die Hinterbliebenen der Getöteten in dieser Gestaltung mit involviert. Und ich muss für meine Tochter mal so eine Lanze brechen, die da zusammen mit den Damen der Stadtverwaltung, des Büros von Frau Boros, dann versucht haben, einen Kompromiss zu finden.
Wir haben uns über die Schriftform, über den Text, über die einzelnen kleinen, wie die Sterne aussehen, soll das Sterne sein, sollen das Sternschnuppen sein. Es war ungeheuer aufwendig, dort mit allen Hinterbliebenen einen gemeinsamen Weg zu finden. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir die Tafel sogar noch in Bronze gemacht. Ich habe sogar eine Gießerei gefunden, die die Tafel in Bronze gegossen hätte, sogar gesponsert hätte. Aber da fiel einfach dann die Zeit.
Also ich finde, dass das Denkmal zur rechten Zeit fertig geworden ist. Es war notwendig, es hinzustellen. Und wenn es jetzt im Zuge einer Neugestaltung weicht, bin ich da nicht böse drum. Aber wir sollten, so wie der Kulturausschuss das auch formuliert hat, einen beschränkten Wettbewerb machen, möglichst unter ortsansässigen Bildhauern und Künstlern, die hier aus der Region kommen, die auch betroffen sind.
Und ich betone das nochmal, es haben sich zwei namhafte Bildhauer aus der Region Magdeburg, die auch hier in Magdeburg schon tätig waren, unter den 72 oder 74 Entwürfen, die wir mal abgefragt haben, schon beworben. Und ich denke mal, beide Entwürfe waren recht ordentlich gewesen. Und dann sollte man gucken, wer sich eventuell auch noch mitbewirbt. Und dann sollte man da was hinkriegen.
Und wenn es um das Geld geht, ich denke mal, die Schwellenbereitschaft in der Bevölkerung Magdeburgs war nach dem Anschlag sehr groß. Und wenn wir was Vernünftiges haben, dann werden wir, denke ich mal, auch über Spendenaufrufe dieses Denkmal in einer würdigen Form umsetzen. Danke.
Ich bin Herrn Schuster unendlich dankbar, dass er genau zu Anfang ausgeführt hat, dass wir die Betroffenen und die Angehörigen beteiligt haben und dass die maßgeblich für die Gestaltung auch gestanden haben und dass ihren Wünschen entsprochen wurde. Das war nicht immer einfach und da kann man auch nur insgesamt der Gruppe dankbar sein, die sich da engagiert hat und die das umgesetzt hat.
Und Sie haben es gesagt auch, Herr Schuster, wenn der Stein dann einem anderen Denkmal weicht und wir jetzt die nötige Zeit dafür in Anspruch nehmen können, wenn es gut ist, dass es jetzt diese Zwischenlösung, das war es ja auch nur, das haben wir von Anfang an ja auch so propagiert, dass es die gibt und dass es einen Ort gibt, wo die Menschen hingehen können, nachdem wir nun den Ort an der Johanneskirche ein Stück weit aufgelöst haben, mit behutsamem Vorgehen und auch mit Ankündigung, dann ist das am Ende so.
Und die Betroffenen sind jetzt in der Phase, also die Familien beziehungsweise die Betroffenen selbst sind jetzt in der Phase, wo sie die Diskussion über den dauerhaften Gedenkort gern der Stadtgesellschaft überlassen wollen. Und sie würden natürlich gern zu einem späteren Zeitpunkt mit der Jury einhergehen, also sich dort beteiligen können und dürfen, um dann in dem dreistufigen Verfahren, was wir hier haben, was der Kulturausschuss jetzt auch als zweite Stufe mit in das Gespräch gebracht hat, da würden sie ausdrücklich gern mitwirken. Und ich denke, dass wir dann auch gemeinsam zum Ergebnis kommen und insofern den Antrag des Kulturausschusses, den Änderungsantrag kann man nur unterstützen und damit die Frage auch von Herrn Müller hoffentlich beantwortet.
Es ist nicht in Stein gemeißelt, der Stein, wenn es dann in einer absehbaren Zeit, wenn auch die entsprechende finanzielle Möglichkeit da durch Sponsoren oder Spenden eingeräumt ist, ein anderes Denkmal an diesen Ort soll, dann ist es so. Und insofern plädiere ich dafür, stimmen Sie dem Antrag des Kulturausschusses zu und wir haben uns bemüht, würde auch nochmal sagen wollen, auch zur Ehrrettung, und ich finde diese Angriffe eben auch nicht so gut, weil wir haben die Runde ja gedreht mit den Fraktionsbeteiligten und da haben wir die Möglichkeit eingeräumt, wir würden auch nachschieben, wie die Resonanz gewesen ist, wer rückgemeldet hat, dass man über die Trauernde Magdeburg überhaupt nachdenken darf. Und es ist ein Vorschlag und wenn Sie sagen, das geht gar nicht, dann ist es so. Aber es ist eben auch ein gemeinsamer Diskussionsprozess gewesen, der vorgeschalten war und wir haben kommuniziert, also das muss man auch bitte mal berücksichtigen.
Muss ich leider nochmal ganz kurz, ich wollte eigentlich das jetzt dabei belassen, aber jetzt kam ja nochmal so von wegen, wir haben ja die Runde gedreht und hatten das ja nochmal abgefragt in den Fraktionen. Ja, das haben sie und es wurde auch gesagt aus den Fraktionen, wir wollen die trauernde Magdeburg da nicht haben und dann kriegen wir jetzt eine Drucksache.
Sorry, das war eben nicht in Ordnung. Es war von allen Fraktionen gefragt worden, was haltet ihr davon und jetzt liegt die Trauernde wieder hier oder steht hier auf dem Tisch. Das geht so nicht.
Für den Kulturausschuss. Wir sind sehr froh über dieses Konzept und über die Urban Art Gallery. Wir haben 5 zu 0 zu 1 zugestimmt. Die eine Enthaltung war aufgrund der Kosten. Das hieß, das wäre kostenintensiv und nicht unbedingt essentiell. Aber die anderen Kulturausschussmitglieder waren sehr erfreut über diese Drucksache. Vor allen Dingen, weil diese bunten Bilder das Stadtbild bereichern und echte Hingucker sind.
Die digitalen Informationen zum Künstler und zum Kunstwerk gefallen. Eine wunderbare kostenlose Werbung vor allen Dingen für Magdeburger Künstlerinnen und Künstler ist. Der Mehrwert einer digitalen und öffentlich zugänglichen Erfassung von Kunstwerken im Stadtraum erleichtert es Einwohnern und Gästen, die Kunstwerke zu finden und gezielt aufzusuchen. Sie sehen, das klingt alles unwahrscheinlich positiv.
Die Frage nach den Kosten konnte auch beantwortet werden. Denn es gibt die Stelle im Kulturmarketing und die Mittel und Strukturen zum Beispiel durch die Datenbank Daphne liegen vor. Das hätte wahrscheinlich, wenn die Drucksache eingebracht worden wäre, genauso erzählt und erklärt. Auch aus touristischer Sicht wird diese Galerie sehr positiv bewertet. Eine digitale Datenbank über Kunstwerke im Stadtgebiet erleichtert die Arbeit der Gästeführerinnen und Gästeführer. Anfragen von Besucherinnen können ganz gezielt beantwortet werden und Informationen besser zugänglich gemacht werden.
Dieses alles wurde von uns im Kulturausschuss bemerkt und es wurde positiv beschieden. Und deshalb bitte ich auch hier um Zustimmung.
Für den Bauausschuss oder zumindest ein Teil aus dem Bauausschuss. Wir haben der Sache auch positiv gegenübergestanden und positiv auch abgestimmt. Wir haben aber etwas gehört, was wir im Protokoll vermerkt haben, aber was ich hier auch noch mal deutlich sagen möchte. Es wurde dort von den Mitarbeitern geäußert, dass also nur Bildwerke gelistet wären, die keinerlei Werbung beinhalten.
Nun haben wir gerade in Nord wunderschöne große Bildwerke, da haben dann die Kinder ein T-Shirt MWG, Otto von Giericke. Und ich bitte einfach noch mal darüber nachzudenken, wenn solche Genossenschaften und städtischen Unternehmen solche Bilder letztendlich realisieren, dann sollten sie bitte auch dort in dieser Galerie mit aufgenommen werden. Wir haben die Aussage, Frau Stieler-Hinz, dass das also nicht erfolgen sollte und ich denke mal, das ist eine Anregung und auch sehr Sache wert. Danke.
Vielen Dank für die Drucksache, die wir heute beschließen dürfen. Auch vielen Dank nochmal für die Hinweise von Herrn Schuster. Eine ähnliche Diskussion, da wollte ich auch Replik darauf nehmen, haben wir nämlich auch geführt im Kulturausschuss.
Bevor ich es vergesse, hat mir ja gerade meine wertgeschätzte Kollegin Schumann hier noch einen Satz in die Hand gegeben, den ich unbedingt sagen soll, weil sie es gerade aus Versehen vergessen hat. Die Interpretation, ob es sich um ein Kunstwerk oder Kunst oder Werbung handelt, folgt zumeist durch die Künstlerinnen und Künstler selbst, hat glaube ich der zuständige Kulturmarketingmensch Herr Groth es wohl dort gesagt.
Allein, ich habe dazu auch noch ein paar Fragen, denn darüber haben wir auch diskutiert, weil es klang so ein bisschen an im Kulturausschuss. Also was Kunst ist, bestimmt dann wer? Herr Groth, Frau Stiller-Hinz oder alle beide? Ja, also das hat mich schon interessiert, weil es wird immer so getan, als nun diese wunderschönen, meistens sind es ja wirklich wunderschöne Street Art, Urban Art Kunstwerke an den Häuserfassaden sein und sowas wunderbar Neues, Modernes hätte es noch nie gegeben.
Und ich habe daran erinnert, fahren Sie mal die Stadtparkstraße Richtung Hyperschale lang, dort haben wir ja, ich glaube aus den 30er Jahren, ein großes Wandgemälde, nenne ich es mal, Mercedes-Werbung, was ja auch Anfang der 90er Jahre mit der Sanierung dieses im Privatbesitz befindlichen Hauses wieder erstrahlt. Ist das denn Urban Art oder ist das denn Werbung? Also nach den engen Kriterien, die uns der Kollege dort erzählt hat, müsste es Werbung sein, aber nochmal, das ist nun gar nichts Neues, das haben wir ja schon ewig eigentlich hier in der Stadt.
Und andere Menschen im Ausschuss, die mir wohlgesonnen waren, deren Namen ich gerade vergessen habe, haben mich dann darauf hingewiesen, dass bei mir in Sudenburg im Südring haben wir ja auch die tolle Häuserwand mit dem Siegel, das historische Siegel von Sudenburg, das ja im Grunde auch, also sicherlich keine Werbung, Werbung für Sudenburg, aber bestimmt nicht Werbung im engeren Sinne des Kulturmarktes. Also das sind schon spannende Fragen und wer entscheidet das denn?
Schade, Frau Stieler-Hinz, dass der Kunstbeirat, der das ja hätte entscheiden können, von Ihnen ja nicht weiter und wieder bestellt worden ist, sondern den Bach runterging. Ja, ich muss das hier nochmal sagen. Also wir sind ja hier wirklich hier in der Folgeabschätzung manchmal weiter unterwegs und wissen, dass solche Fragen immer kommen. Der hätte auch eine gute Rolle spielen können bei dem eben schweren Thema des Denkmals für die Opfer des Anschlages beispielsweise.
Aber ich schweife ab, das wollte ich natürlich nicht und habe jetzt, achso, wollte noch eins sagen. Ich weiß nicht, ob alle Menschen da draußen in unserer Stadt, mir fiel es auch schwer, zunächst verstehen, worum es eigentlich geht jetzt bei dieser Drucksache, weil es sind ja eigentlich keine städtischen Kunstwerke, die wir hier besprechen, sondern es sind ja meistens alles Wandgemälde, die ja im privaten Besitz, bestenfalls im Besitz von Wohnungsgenossenschaften oder vielleicht sogar unserer eigenen Wohnungsgesellschaft sind, bei der man die Gewinne gerne abziehen. Die Stadt tritt hier also auf als Galeristin, habe ich mir gemerkt. Ja, so könnte man es am weitesten sehen. Ist eine spannende Aufgabe, finde ich es auch nicht verkehrt.
Aber was mich dann doch etwas betroffen gemacht hat, auch im Kontext der Aussagen vorhin Ihrer Kollegin aus dem Wirtschaftsdezernat, war, dass der Kollege Kulturmarketing sagte, bei ihm gibt es Personalkapazitäten, das macht er noch. Also offenbar sieht es ja in anderen Bereichen, im Tourismus, obwohl es ja fast dasselbe ist, Kultur und Tourismus, ganz anders aus. Also das hat mich dann schon gefragt, aha, wo sind denn, also nicht, dass ich, ich finde das schön, dass das möglich sein wird, aber Sie müssen schon mal überlegen, was wir uns so erzählen in den Ausschüssen. Wir hören genau zu und stellen natürlich Fragen, die manchmal auch unangenehm sind und es dann zu der Aussage führten der Oberbürgermeisterin vorhin, dass der Stadtrat die Stadtverwaltung belastet. Damit will ich schließen. Vielen Dank.
Wir hätten ja jetzt mal was Historisches, wenn ich jetzt sagen würde, wir machen mal hier die Frage, ob wir auch alle abstimmen können, ob das so passt, aber ich lasse es jetzt lieber mal. Ich hätte gerne das zweite Bild, können Sie nochmal gucken, bitte nach dem zweiten Bild. Und zwar hat der Herr Schuster, der ist ja Gott sei Dank anwesend, warten wir mal weiter, müssen wir ganz kurz, können Sie einfach nochmal durchklicken, da fehlt ein Bild. Weiter, weiter, weiter, okay, wir gucken mal, vielleicht finden wir es noch, das müsste so ein Deckblattbild gewesen sein.
Es ging ja darum, dass viele, nee, das nicht, das könnten wir ja draußen dran sprühen, ja. Ja, wir kommen nochmal zurück, ja leider ist es jetzt hier nicht zu sehen, auf dem Tablet war es zu sehen, es geht darum, viele wohnwirtschaftliche Betriebe, beziehungsweise MWG, Wobau, Otto von Gericke, genau da ist das Bild. Ja, wenn man genau mal drauf guckt, ist auch leider diese Drucksache sehr fehlerhaft, weil Herr Schuster hat es ja gesagt, wir wollen nicht, dass Werbung draufsteht und dann hat man genau auf der Drucksache, da steht Forum MWG.
Ja, also wenn wir das eine nicht wollen, dann müssen wir das andere abschließen und wir wären natürlich für die Drucksache, großes Herz, wäre alles offen, aber nehmen Sie bitte auch die großen beteiligten Firmen mit, die auch viel Geld in ihre Unternehmen, auch in die Bauten stecken und wie man auch sieht, die MWG Forum hat es halt da reingeschafft, warum denn nicht auch die anderen, ja. Also war das eigentlich ein Änderungsantrag oder so oder gab es da einen Antrag von euch? Protokollnotiz, ja, also bitte auch die anderen denn mit reinnehmen.
Unsere Fraktion freut sich überhaupt, dass dieses Medium Graffiti Murals sozusagen diese Aufmerksamkeit erfährt. Ich finde das ein ganz, ganz tolles Projekt und vor allem, wir sind eine Landeshauptstadt, wir sind ein urbanes Zentrum. Das ist also eigentlich schon nicht zu spät, aber genau, es ist genau jetzt die richtige Zeit, das zu machen. Ich finde das sehr, sehr gut, ich will mich anschließend bei dieser harten Abgrenzung.
Und mir geht es da gar nicht so dolle. Ich weiß aber, bin ich jetzt wieder ein bisschen wahrscheinlich eine Einzelmeinung, schon richtig, also auf jeden Fall Wobau und so, das muss alles mit rein. Aber ich habe mich sehr gestört an diesem harten Begriff zwischen Legalität und Illegalität. Denn Graffiti Murals, das hat auch was, teilweise auch, findet das auch im Graubereich statt.
Und in der SUBV-Ausschuss habe ich spielerhaft gefragt, und was ist, wenn Banksy jetzt in Magdeburg ist und er sich jetzt hier hinterlässt, das macht er nicht illegal, das macht er illegal. Würden wir das dann auch nicht mit aufnehmen? Und da hat der Mitarbeiter auch gesagt, nee, bei Banksy, da würden wir natürlich eine Ausnahme machen. Ich will das nur so als Beispiel nehmen.
Also ich würde mich freuen, wenn es da so ein bisschen auch mal ein Auge zugedrückt werden könnte und ein Graubereich wird. Denn Graffiti Murals, das lebt eben auch von einer gewissen Kultur. Und ich freue mich aber auf jeden Fall schon sehr am Ende sozusagen diese Urban Art Gallery erkunden zu können und auch die ganzen Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Kunstwerken lesen zu können. Vielen Dank.
Wir machen es kurz. Wir stimmen dem natürlich zu und gleichzeitig noch mal eine Anmerkung.
Ich würde grundsätzlich auch große Galeriebilder mit Werbung befürworten. Erstens muss das Ganze jemand bezahlen und zum Zweiten kann auch Werbung charmant sein. Danke.
Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich erst einmal, dass das Konzept sehr gut angenommen wird und ich möchte gerne hier noch zwei, drei Informationen geben. Einmal zu Stadtrat Müller. Ich meine, Herr Müller, dass wir keine Liebesheirat sind, das wissen wir, glaube ich, alle. Das ist offensichtlich. Das ist einfach so. Aber ich würde versuchen, mich jetzt nochmal auf das rein Sachliche zurückzuziehen, weil vielleicht auch das eine oder andere ein bisschen miteinander vermengt wird.
Der Mitarbeiter hat tatsächlich in seinem Stellenprofil auch stehen, dass er zuständig ist für gesamtstädtisches Marketing, Gewinnung neuer Partner, Entwicklung neuer Maßnahmen, Umsetzung von Konzepten zur weiteren Digitalisierung und das tut er auch. Also kann man das, glaube ich, jetzt nicht vergleichen. Hier geht es genau um das Kulturmarketing und das ist auch etwas, was uns ein bisschen geleitet hat bei der Auswahl der Fotos, die Sie hier gesehen haben. Es geht nicht um Graffiti an und für sich oder Häuserfassaden, sondern es geht letztendlich auch um ein Kunstprojekt. Und die Kunst sollte immer die ausschlaggebende Motivation gewesen sein, warum solch ein Graffito eben entsteht.
Und wenn wir zum Beispiel mal die MWG nehmen, da war der Auftrag eben ein familienfreundliches Bild zu schaffen. Es war nicht das Kunstwerk an und für sich. Aber das ist natürlich ein Graubereich und deswegen haben wir im Kulturausschuss auch sehr intensiv darüber diskutiert und haben dort auch festgehalten, dass wir ständig Bericht erstatten, was heißt ständig, also mindestens einmal im Jahr Bericht erstatten und bei Kunstwerken, wo es vielleicht eben grenzwertig ist, wir gemeinsam einfach auch da drauf schauen und dementsprechend dann eine Bestätigung erfahren durch die Mitglieder im Kulturausschuss. Und das werden wir auch so machen.
Insofern, Herr Stadtrat Schuster, ist die Protokollnotiz auf jeden Fall auch angekommen, steht auch so im Kulturausschuss tatsächlich drin enthalten. Und das Thema Beirat ist, glaube ich, gerade ein sehr sensibles. Das würde ich jetzt erst mal zur Seite stellen. Danke.
Ich habe bloß eine Frage, wenn das gestellt, Herr Vorsitzender, weil wir beschließen ja, also andersrum, Haushaltswahrheit, Haushaltsklarheit sind ja ein großes Gut, nicht nur in Haushaltsplänen, sondern natürlich auch in Wirtschaftsplänen und in Jahresabschlüssen.
Und wir haben ja jetzt den Wirtschaftsplan hier heute zur Beschlussfassung vorgelegt bekommen und Bestandteil ist natürlich auf den letzten Seiten mit den Nummern 21 und 22 auch die Stellenübersicht. Und nicht nur ich war jetzt ein bisschen irritiert, dass ausgerechnet in den letzten sieben Tagen, ich glaube gestern, vielleicht drei Stellenausschreibungen kamen.
Also hier gibt es natürlich keine Flexliste, ist ja auch ein Eigenbetrieb, ist alles in Ordnung, die müssen ja auch arbeiten können, dort im Puppentheater, aber die Stellen, die jetzt zum Teil ausgeschrieben worden sind, finde ich gar nicht in der Stellenübersicht. Und da dachte ich, Frau Stieler-Hinz kann bei aller Liebesheirat mir heute erklären, wo die hier verortet sind.
Also gestern durfte ich lesen, Produktionsleitung ist ausgeschrieben. Am Montag war es Figuren, was sind die, Figurengestalter und Puppenbauer. Puppenspieler haben wir Zehner, Puppenbauer steht hier gar nicht drauf. Und wie gesagt, Produktionsleitung finde ich auch nicht und darum war jetzt die Frage, das heute beschließen, gilt das für heute nicht mehr oder wie hängt das zusammen? Bringen Sie mal bitte ein bisschen Licht ins Dunkel.
Und ich habe keine Brautgabe dabei, weil wir haben es ja im Puppentheater auch schon intensiv besprochen. Da haben Sie die Frage jetzt nicht gestellt, da wäre die derzeit noch amtierende Verwaltungsleiterin in der Krankheitsvertretung ganz bestimmt aussagekräftig genug gewesen.
Fakt ist aber auch, dass einige Stellen hinzugekommen sind, weil wir erst seit Ende letzten Jahres tatsächlich Bestandteil des Theatervertrages geworden sind mit dem Quartier P, wo einige Stellen darin auch enthalten sind, die dementsprechend vom Land auch gefördert werden.
Vielleicht ist das so ein bisschen die Erklärung, ansonsten müsste das der Eigenbetrieb Puppentheater nochmal nachliefern.
Schumann, auch Mitglied des Betriebsausschusses, wir konnten dazu keine Fragen stellen, weil die fünf Stellen jetzt erst seit letzter Woche im System sind. Also die sind jetzt ausgeschrieben worden und da konnten wir ja nicht schon im Betriebsausschuss nachfragen, warum, wieso, weshalb diese Stellen jetzt ausgeschrieben werden. Also diese Aussage zieht jetzt nicht.
Ich bin übrigens auch eine von denen, muss ich ganz ehrlich sagen, die sich darüber gewundert haben. Aber wir stießen jetzt den Wirtschaftsplan und der Wirtschaftsplan sagt ja diese Stellen nicht aus. Also beschließen wir jetzt diese Stellen nicht, sondern nur das, was im Wirtschaftsplan steht. Sehe ich das richtig?
Es ist häufig so, dass innerhalb der Wirtschaftspläne, die ja schon frühzeitig aufgestellt werden, Entwicklungen stattfinden. Deswegen habe ich gesagt, wir haben erst seit Ende letzten Jahres die Zusage, dass wir zum Beispiel für den Puppenbau innerhalb des Quartier P's eine Förderung erhalten.
Es gibt immer wieder Entwicklungen innerhalb eines Jahres, um die Betriebsfähigkeit herzustellen. Ich muss offen, frank und frei sagen, dass ich Ihnen jetzt keine genauen Angaben machen kann und diese dementsprechend nachliefern muss.
Aber all das, was passiert, auch wenn die richtige Bezeichnung jetzt vielleicht nicht identisch ist mit den Ausschreibungen, die derzeit laufen, ist innerhalb des Finanzvolumens, so wie es im Wirtschaftsplan ausgezeichnet ist.
Ja, nein, total. Es geht auch wirklich schnell. Aber wir laden Sie auch ein, einfach mal ins Tohuwabohu so ein bisschen. Also wenn ich heraushöre, das war ja so ein bisschen meine Frage, die dahinter steht. Also wenn offenbar, und Sie haben das ja gerade nochmal bestätigt, Frau Stieler-Hinz, jetzt schon am Tag der Beschlussfassung Stellenplanung so nicht mehr stimmt, ist es natürlich schwierig, wenn man das heute beschließen soll.
Und Sie haben natürlich recht, dass so ein Wirtschaftsplan schon, was weiß ich, Monate früher aufgestellt wird. Aber dann hatten Sie auch alle Zeit, dazu noch einen Änderungsantrag oder eine Anlage zu machen. Was eben nicht sein kann, finde ich, Haushaltswahrheit, Haushaltskleid, ist, dass wir heute etwas beschließen, wo parallele Ausschreibungen laufen, überhaupt nicht konkurrent damit sind. Das ist doch das Fatale. Und das habe ich jetzt, wüsste ich jetzt nicht, in welchem anderen Gremium ich das schon mal erlebt hätte. Ich kenne natürlich auch nicht alle. Aber vielleicht müssen wir uns auch nochmal schämen, ich weiß es nicht.
Aber wenn wir hier als Ehrenamtler den Überblick haben sollen über die Positionen, die Stellen, die hier aufgelistet sind, und Sie heute schon sagen, da kann es immer Passverschiebungen geben, das stimmt so nicht. Sie müssen uns doch als Stadträte in die Lage versetzen, dass wir hier eine gute Entscheidung treffen können.
Und letzte Frage, weil Sie es ja selber angesprochen haben, liebe Frau Stieler-Hinz, die Position der Krankheitsvertretung für die Verwaltungsleitung, ich hoffe, ich habe das richtig rübergekriegt, die Stelle war ja auch ausgeschrieben, ist das richtig gesehen, dass die auch ausgeschrieben ist, ich meine, das ist die stellvertretende Intendanz, ich meine, wann wollten Sie eigentlich die Betriebsausschussmitglieder darüber mal informieren, dass diese zweithöchste Position, die wir ja gerade verstetigt haben, letzten Betriebsausschuss, jetzt auch in der Ausschreibung ist? Also ich finde schon, dass das ja wenigstens mal eine Mehrwerte gewesen wäre. Oder sehe ich das falsch?
Zwei Dinge dazu, Herr Vorsitzender. Erstens, innerhalb des Volumens für das Personal bewegen wir uns da drin. Das ist in dem Wirtschaftsplan eindeutig auch so dargelegt. Ich glaube, das ist auch die wichtige Aussage für einen Wirtschaftsplan.
Dass es jetzt ganz aktuell die derzeitige Krankheitsvertretung nicht mehr ausreichend länger zur Verfügung steht, ist eine Ausschreibung vorgenommen worden, tatsächlich, um dementsprechend auch einfach die Betriebsfähigkeit des Puppentheaters weiter aufrecht zu erhalten. Und natürlich, wenn jemand gefunden werden sollte, dann wird dementsprechend Sie auch eine Drucksache in dem nächsten Betriebsausschuss erreichen, damit Sie dort drüber abstimmen können.
Das ist das, was auch die Aufgabe per Satzung des Betriebsausschusses ist, nämlich bei Stellenbesetzungen ab der TVED 10 zu entscheiden. Und das werden Sie auch tun.
Ja, herzlichen Dank Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte. Sie haben sich eben schon einmal mit dem alten Markt beschäftigt, da ging es um die Bewältigung der emotionalen Seite mit dem Gedenken. Und jetzt müssen wir uns auch darüber unterhalten, dass wir ja den alten Markt und auch weitere Flächen zukünftig besser vor böswilligen Überfahrten schützen wollen und müssen.
Demzufolge haben sie uns einen Auftrag gegeben, der genau das beinhaltet, nämlich sowohl für den inneren als auch für den äußeren Bereich des alten Marktes ein solches Schutzkonzept zu erstellen. Da sind wir dabei, das entsprechend vorzubereiten. Wie das insgesamt aussehen soll, das konnten Sie der Begründung entnehmen. Ich möchte deshalb nur nochmal ganz kurz darlegen, dass es eben wie gesagt zwei grundsätzlich getrennte Schutzbereiche gibt. Einmal den inneren Bereich, also die eigentliche Fläche des alten Marktes, die zu schützen ist, weil dort deutlich mehr Veranstaltungen drauf stattfinden als im Gesamtbereich, wenn ich den äußeren Markt noch mit dazu nehme. Und dass wir beide Bereiche so absichern wollen, dass tatsächlich auch Überfahrten mit schweren Fahrzeugen möglichst verhindert werden. Absoluten Schutz gibt es nicht, das wissen wir. Aber wir wollen uns eben halt so ausstatten, wenn wir nur einmal die Möglichkeit haben, dass wir dann auch den Anprallschutz für Lkw-Fahrzeuge tatsächlich halbwegs sicherstellen.
Stadtfeldverträglich soll das Ganze sein, das ist auch klar. Und wir wollen natürlich gucken, dass das alles Maßnahmen sind, die zum einen darüber hinaus einen ständigen Nutzen für die Entwicklung der Innenstadt haben, also dass die Aufenthaltsqualität verbessert wird, dass es Sitzmöglichkeiten gibt und Ähnliches. Und zum anderen die Bereiche, wo wir merken, wir kommen mit den normalen städtebaulichen Möbeln, was wir verwenden wollen, nicht so richtig dazu, diesen Bereich zu schützen. Da würden wir uns dann mit den Kollegen abstimmen. Das betrifft dann das Dezernat 1, die für den nichtbaulichen Zufahrtsschutz, also für den temporären akuten Zufahrtsschutz zuständig sind. Und sagen dann den Kollegen, hier müssen wir uns darüber unterhalten, dass diese Bereiche, die wir baulich nicht gut schützen können, dass das in das Sicherungskonzept hineinkommt.
Das Ganze, diese Aufteilung soll dazu dienen, dass auf die eigentlichen Veranstalter eines Weihnachtsmarktes oder anderer Veranstaltungen nicht zu viele Kosten zukommen für diese Sicherung. Darum wollen wir Vorsorge tragen. Und relativ aktuell kann ich noch hinzufügen, dass wir seitens des Ministeriums die Information bekommen haben, dass wir Anträge stellen können und gegebenenfalls dann auch Aussicht auf eine Förderung haben für eine solche bauliche Sicherung des alten Marktes und darüber hinaus. Herzlichen Dank.
Für den Bauausschuss. Wir haben uns lang und breit darüber unterhalten. Das Votum ist Ihnen allen bekannt. Wir haben aber auch dort wieder nur eine Protokollnotiz gemacht und keinen Änderungsantrag.
Und zwar über die Art und Weise und die Form des Stadtmobiliars, was als Sicherheit da ist, möchten wir als Stadtrat, auch der Bauausschuss, informiert werden. Und auch über die Form und die Gestaltung, die dann daraus läuft, möchten wir ganz gerne informiert werden und auch ein gewisses Mitspracherecht haben.
Weil bei einigen Mitgliedern des Bauausschusses und auch bei mir sind doch die Beispielbilder, einige Beispielbilder, nicht so besonders schick angekommen. Wir finden also diese komischen Pflanzkübel, diese großen Granit-Dinger, nicht so besonders schön. Geschmack ist immer im Bild des Betrachters. Aber ich denke, wenn wir da etwas machen, dann muss es auch zum Stadtbild letztendlich passen, zu den historischen Gebäuden passen.
Und da findet sich bestimmt etwas und vielleicht nicht unbedingt immer irgendwas von der Stange, dass man, wenn man in die Innenstadt geht, das ist meine persönliche Meinung noch mit dazu, dass man nicht der Meinung ist, dass man jetzt gerade in Nürnberg oder in München ist, wo dann immer dasselbe steht. Vielleicht finden wir da was Individuelles. Danke.
Wir alle wissen ja, warum wir uns jetzt hier über ein Konzept zu der Verhinderung oder Erschwerung von Überfahr-Taten unterhalten müssen. Wir tun das, weil ein deutschenfeindlicher Saudi-Araber mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gefahren ist. Und wir tun das, weil die Landes- und die Bundesregierung nach wie vor unfähig ist, unsere Landesgrenzen zu schützen und endlich die ganzen Verrückten und Gewalttäter und Unassimilierbaren außer Landes zu schaffen.
Darum doktern wir jetzt hier an irgendwelchen Konzepten rum, welche am Ende dazu führen, dass wir unsere Feste einmauern sollen. Dabei ist nicht unsere Straßenführung das Problem, dabei ist auch nicht das Problem, dass unsere Wege nicht verpollert sind, sondern das Problem ist die Tatsache der Anwesenheit von jeder Menge Menschen, die eigentlich überhaupt nicht in unserem Land sein sollten. Und Menschen, deren Aufenthalt hier ganz offenkundig über kurz oder lang zu brutaler Aggression gegen unsere Gesellschaft führt.
Das nächste Mal ist es dann eben kein Auto, sondern eine Schusswaffe oder ein Messer, eine Axt oder wer weiß das auch noch oder wer weiß das schon. Solange dieses grundsätzliche Problem nicht behoben ist, wird das alles nur Symptombekämpfung und reine Makulatur bleiben, die auch noch jede Menge Steuergeld kosten wird. Daher werden wir uns daran nicht beteiligen und enthalten uns.
Von dieser mannhaften Enthaltung bin ich stark beeindruckt, aber dazu wollte ich gar nicht sprechen. Dass wir den Weihnachtsmarkt schützen müssen, ist tragisch. Dass wir ihn schützen müssen, ist glaube ich unstrittig. Dass das nicht so bleiben kann wie das letzte Mal, dass wir uns mit diesen hässlichen Legosteinen dauerhaft einmauern, ist aus meiner Sicht auch überhaupt nicht in Frage zu stellen.
Das, was die Verwaltung hier als Orientierung für ein Konzept vorgelegt hat, macht absolut Sinn. Wenn man sich jetzt die Poller anschaut, die schon stehen und sich die Poller anschaut, die noch kommen sollen, das als inneren Ring beschreibt und den Weihnachtsmarkt auch so aufbaut, dass sie während des Weihnachtsmarktes die ganze Zeit oben sind, ist ein Durchfahren wie das letzte Mal weder mit einem LKW noch mit einem PKW möglich. Das ist also total sinnvoll, das zu machen. Das wird an der Stelle weder das Stadtbild nachhaltig stören noch auch den Weihnachtsmarkt. Insofern sehr gut, dass das kommt.
Und auch den Rest so zu fassen, dass wir sagen, es ist eine städtebauliche Variante, macht Sinn. Es ist ein wenig Aufwand für alle, die dort Markt betreiben, vor allen Dingen auch für die stadteigene, wie es auch bleiben wird, GmbH an der Stelle. Und es sieht nicht mehr so hässlich aus, nicht mehr so festungsmäßig wie das letzte Mal. Übrigens Feedback, was die meisten, die ich kenne, die auf dem Weihnachtsmarkt waren, gegeben haben, der ist jetzt besser aufgebaut gewesen. Wenn man einmal drauf war, war es auch ganz schön. Man muss halt schnell drauf gehen, sich das Ganze nicht so weit von außen angucken.
Bei einem will ich mich beim Kollegen Schuster vorbehaltlos und mit Werf anschließen. Wir würden gerne sehen, was da geplant und aufgebaut wird. Bitte nicht diese hässlichen Pötte, die als Beispiel sind. Wahrscheinlich soll es ein abschreckendes Beispiel sein. Hat geklappt, lass uns was anderes nehmen. Danke.
Ja, Lob kann man ja machen. Ich finde den Plan, den man jetzt hier vorstellt, an zwei Ecken nicht gelungen. Man hätte die Poller auf der einen Seite, wo wir beim Roland sind, also direkt hier unten am Rathaus, weiter versetzen müssen zum alten, zum neuen Rathaus.
Und bei der Hartstraße hätten wir oben weiter anfangen müssen, sodass wir, wenn wir den Weihnachtsmarkt oder andere Veranstaltungen da durchführen, dass die dann gleich mit gesichert sind. Weil so verändert das jetzt nicht viel, sondern wir müssen wieder was dazu besorgen, wieder was anschaffen.
Und wir sehen ja, wenn wir die Poller jetzt runterfahren, ja, die Hütten stehen ja trotzdem bei Otto von Guericke. Also muss ich ja da auch wieder was hinstellen. Und ob da jetzt nur eine Schranke, die da auf und zu geht, wissen wir alle, da jetzt ein LKW abhält oder nicht, das wollen wir jetzt erstmal gar nicht wissen.
Ich hätte schon gerne nochmal gewusst, weil in Ihrer Terrorabwehr hier haben Sie ja eben nochmal ausgeführt, Herr Rehbaum, dass es ja auch um LKW-Schutz geht. Und es wurde uns gesagt, dass diese Poller, die jetzt hier unten sind, die erst letztes Jahr eingebaut wurden, nicht für LKWs und auch nicht eigentlich für Fahrzeuge geeignet sind, die da durchmüssten. Die fahren da durch, weil die Poller, die es hätten machen können, haben wir nicht eingebaut aus Kostengründen. Und deswegen hätte ich da gerne nochmal gewusst, was ist jetzt mit den Pollern? Werden die nochmal ausgetauscht oder was ist damit?
Ja, ich glaube, wir kennen alle noch die Legosteine, wir sind ja schon länger, das ist ja nicht nur letztes Jahr oder vorletztes Jahr gewesen, sondern das ist ja schon einige Jahre bei uns. Als sie noch rot und grün waren, da waren sie irgendwie und als der Vorfall noch nicht war, war das für uns alle jetzt, gehört es irgendwie dazu und da war es noch okay.
Was aber im letzten Jahr hier an Mischmasch, berechtigterweise sicherlich, aber an Mischmasch passiert ist mit Sandsäcken, mit da was, mit da was dazwischen, für viele war das nicht so. Also vom Sicherheitsbedürfnis sicherlich alles richtig, aber vom städtebaulichen Architektur, also vom Ansehen her, war es nicht so perfekt.
Und wenn Sie es jetzt nochmal anwerfen, die Beispielbilder, ich finde die gar nicht so schlecht. Also klar, das Untere finde ich nicht so schön, aber wir hatten tatsächlich hier für den Alten Markt ganz oft schon Anträge, um zum Beispiel bewegliche Bäume zu haben, also Bäume, die in Kübeln sind zum Beispiel. Und ich finde, dem kommen wir damit auch schon, werden wir gerecht.
Und das mittlere Bild, sowas ein bisschen ähnlich hat die Stadt Frankfurt am Main, ich glaube gestern veröffentlicht, dass sie das jetzt errichtet haben. Die haben aber nicht mit diesen, ich weiß nicht, wie man das nennt, mit diesen Quadraten, sondern die haben ihr Stadtwappen da rauf gemacht, zentral in die Mitte. Ich fand das ehrlich gesagt sehr schön, das so umzusetzen. Sieht so ein bisschen aus wie ein Hochbild, wenn dann unser Stadtwappen mit der Jungfrau da drauf ist. Ich glaube, es könnte sehr schön aussehen. Also da kann man auch sicherlich abgucken, wie andere Städte das machen.
Ich finde das sehr, sehr positiv, dass wir jetzt eben auch gucken, wie es städtebaulich angepasst in unser Stadtbild gut aussehen könnte und gleichzeitig natürlich auch noch Aufenthaltsqualität schafft, Mikroklima, ein bisschen Grün, statt Grün noch weiter in die Stadt bringt. Also ich finde das einen sehr, sehr guten Vorschlag und freue mich ehrlich gesagt schon auf die Umsetzung. Vielen Dank.
Ja für mich muss das so sagen, ist der Weihnachtsmarkt größer als das, was ich hier sehe. Für mich ist das eine Fehlinvestition, was wir hier machen. Außerdem haben wir ja vorhin erst gestritten über Geld, was im Haushalt ist und was nicht drin ist.
Also hier steht 100.000 Euro, die nicht im Haushalt stehen. Die möchte man einfach aus dem jetzigen Budget, Fachbereich 64, decken, die 100.000 Euro. Da stellt mich die Frage, Herr Rehbaum, in letzter Woche gab es ja eine E-Mail an die Anleger des Sichtschutz, neue Nord-Süd-Verbindung, dass der Sichtschutz nicht errichtet werden kann, weil kein Geld da ist im Haushalt.
Wir warten mal ab, da geht es um 20.000 Euro, hier wollen wir 100.000 Euro nachsteuern. Also da frage ich mich schon, was ist hier eigentlich in der Stadt los? Ja, wir können uns gerne darüber unterhalten, aber so wie das ist und wie es abgebildet ist, ist das falsch, weil der Weihnachtsmarkt viel, viel größer ist. Also werden wir ja doch wieder Betonsteine näher aufstellen müssen.
Ja, herzlichen Dank zum Hinweis von Herrn Guderjahn, absolut richtig. Wir müssen dabei aber auch bedenken, dass diese erste Polleranlage, die dort errichtet wurde, einem anderen Ziel diente. Es ging damals darum, dass der ständige Verkehr um den Markt durch PKWs eingeschränkt werden sollte. Deshalb ist diese Schranke dorthin oder diese Polleranlage dorthin gekommen.
Und ja, wir haben natürlich, weil wir ja immer schon jetzt nicht die allerreichste Stadt waren, auch geguckt, dass wir diesem Anspruch gerecht werden und trotzdem dabei möglichst preiswert werden. Diese Polleranlage werden wir im Rahmen dieses Sicherheitskonzeptes tatsächlich austauschen und durch eine stabilere ersetzen. Die Lage dieser Polleranlage, Herr Schuster warf es eben gerade nochmal ein, ist aus meiner Sicht absolut richtig, weil es darum geht, den tatsächlichen inneren Bereich des alten Marktes, der eigentlichen Platzfläche zu schützen.
Und natürlich muss ich da gucken, wo ich Öffnungen innerhalb dieser Platzumrandung so fasse, dass ich möglichst kurze Polleranlagen habe. Das habe ich genau in diesen Ecken, so wie es dargestellt ist. Dass der Weihnachtsmarkt größer ist, das wissen wir ja alle. Aber da reden wir dann vom äußeren Schutz. Und da kommt das ins Spiel, was ich gesagt habe. Da stimmen wir uns mit den Kollegen von Dezernat 1 ab, welche Dinge können wir da zusätzlich quasi in einem zweiten Schritt noch baulich sichern? Und was müssen wir tatsächlich durch temporäre Maßnahmen sichern, beziehungsweise durch Personen, die dann die Überfahrt verhindern, indem sie Polizei heißen oder Ähnliches? Das ist der Hintergrund dazu.
Aber zu Ihrer eigentlichen Frage, Sie haben recht, die Pollanlagen müssen ausgetauscht werden. Frau Linke hat mehr oder weniger ein Statement abgegeben. Dazu brauche ich, glaube ich, nichts zu sagen. Ich habe jedenfalls keine Frage für mich herausgehört. Und nochmal insgesamt die Frage von Herrn Zander zum Weihnachtsmarkt, glaube ich, habe ich jetzt auch mit behandelt und mit beantwortet.
Und vielleicht hier einen kleinen Hinweis zum Sichtschutz. Dazu hat der eine Lehrer, die dort den Sichtschutz beantragt haben, von mir heute erst die Information bekommen, dass wir die Finanzierung noch klären müssen. Er hat keine Ablehnung bekommen und aus meinem Haus ist nichts herausgegangen, dass es nicht finanziert werden kann. Das weise ich zurück. Das stimmt so nicht. Das haben wir bislang zumindest nicht gesagt. Danke.
Ich bleibe jetzt einfach mal bei der Hauptveranstaltung Weihnachtsmarkt, die in dem Gelände da stattfindet. Ich erinnere mich gut daran, dass der Täter im Außenbereich angefangen hat mit Fahren, ist dann in dem inneren Bereich durchgefahren und ist am Außenbereich in der Hartstraße wieder rausgefahren. Nun mal zum Sachverhalt.
Wir schützen jetzt, weil gesagt wird, ja wir schützen jetzt den inneren Kreis. Bei Veranstaltungen sind die Poller oben, beim Weihnachtsmarkt stehen trotzdem dann vorm Rathaus, ringsherum um dem Rathaus, das konnten Sie auch eben nicht beantworten, weiterhin trotzdem Steine und vielleicht auch Sandsäcke, wie gesagt wurde. Und das alles wollen Sie uns jetzt hier mitverkaufen, dass wir reden ja über den inneren Bereich und den Außenbereich.
Wenn wir aber die Poller, die wir jetzt nochmal einbauen und neu bauen, so bauen, dass die in dem Außenbereich gleich drinne sind, dann sparen wir uns auch, wie ja von den Stadträten gewünscht wird, zum Beispiel auch die ganzen anderen Steine. Vielleicht brauchen wir ja nicht mehr so viele Steine.
Und noch eine Frage dazu, wir bauen jetzt demnächst die Haltestelle und das wurde auch in vielen Ausschüssen wahrscheinlich beraten oder auch nicht, bauen wir die Haltestelle hier vorne beim Karschatten neu. Warum werden da keine Poller mit eingebaut von der MVB-Seite? Das war eine Idee von der Weihnachtsmarkt GmbH, die findet hier gar keinen Anklang, weil dann könnten wir die Poller, die wir hier vorne bei der Backfactory ganz anders nutzen und ganz anders einbauen.
Und das zweite ist, sagen Sie bitte nochmal, was haben die Poller, die letztes Jahr hier vor der Tür eingebaut wurden, die versenkbaren Poller, die Sie jetzt nochmal austauschen, gekostet und warum hätte man denn nicht eine andere Lösung finden können, dass man die da gar nicht erst einbaut, sondern vielleicht schon mal woanders nutzt? Dann hätten wir da halt Steine hingestellt.
Aber Sie sagen jetzt dem Bürger, wir nehmen die Steuergelder, die wir da gerade versenkt haben letztes Jahr, nehmen wir wieder raus und was passiert damit? Schmeißen wir die auf den Müll oder liegen die wieder beim Wertstoffhof oder im Bauhof und vergammeln da? Also das müssen Sie den Bürgern nochmal erklären.
Es würde mich natürlich freuen, wenn wir hier mal sachlich bleiben und vor allen Dingen auch gewisse Fragen nicht hier klären, sondern in den Ausschüssen, da wo sie hinkommen. Gleichzeitig verstehe ich nicht, man müsste doch als Magdeburger eigentlich wissen, wie Magdeburg aussieht. Es gibt einen inneren Kreis und einen äußeren Kreis.
Der innere Kreis, der ist nicht nur für den Weihnachtsmarkt, sondern für alle Veranstaltungen, die im inneren Bereich der Innenstadt stattfinden, abgesichert. Den äußeren Bereich, den kann man so gar nicht absichern, da müssen wir uns irgendwas anderes einfallen lassen, weil es gibt den Markt unter den Bäumen, da kannst du nicht drumherum Poller bauen, also wie soll das funktionieren? Da müssen wir über andere Ideen nachsprechen, wir stimmen dem zu.
Ich versuche es nochmal. Innen- und Außenbereich, diese Aufteilung ist Ihnen nicht neu. Das haben wir schon einmal reingereicht, nämlich als es um die Neugestaltung des alten Marktes geht. Das ist ja die dritte Vorlage, die es dazu gibt, die Sie aber auch schon bestätigt haben und wo wir Städtebaufördermittel für bekommen, um den alten Markt zu gestalten.
Und da haben wir schon damals vorgeschlagen, dass wir es aufteilen in einen inneren und einen äußeren Bereich, weil der innere, ja etwas dunkler, gelber Bereich wesentlich häufiger genutzt wird als der äußere. Wesentlich mehr Veranstaltungen finden dort statt. Das wurde ja eben auch schon noch einmal bestätigt. Den äußeren werden wir uns auch anschauen, wie wir den baulich sichern können.
Wenn Sie gerade den Bereich der neuen Haltestellen der MVB ansprechen, da wären solche baulichen Elemente, ich habe aufgenommen und ich verstehe das auch nicht, die, die Weltmusterbeispiel dargelegt haben, aber andere bauliche Elemente, seien das wehrhafte Bänke zum Hinsetzen, seien das Pflanzkübel, die uns allen gefallen und ähnliches, das wird dorthin kommen und das wird zum Teil im Projekt der MVB mitverantwortlich sein. Also nicht was jetzt diese Pflanzkübel anbelangt, aber eben halt was bestimmte bauliche Anlagen im Untergrund sind und wie das im Rahmen der Bordsteinkanten und ähnliches dann nochmal sich ausprägen.
Und die anderen Bereiche werden wir so weit wie möglich und so weit wie es auch sinnvoll ist versuchen zu schließen. Aber auch wie das hier schon festgestellt wurde aus den Reihen des Stadtrates, es macht nicht an jeder Stelle Sinn, weil sie ja zu Recht auch gedacht haben, wir wollen uns doch nicht einmauern. Und wenn wir uns nicht einmauern wollen mit all diesen Elementen, die da vielleicht noch hübscher aussehen, aber trotzdem eine geschlossene Wand bilden, dann bleibt uns nichts anderes übrig als zu Veranstaltungen, die größere Flächen brauchen, die über den inneren Bereich hinausgehen, zusätzliche Maßnahmen zu errichten und das sind temporäre Maßnahmen.
Einen anderen Vorschlag können wir Ihnen nicht unterbreiten als diese Kombination von zwei Möglichkeiten. Wie das im Endeffekt tatsächlich ausgestaltet wird, da werden wir uns noch mehrfach darüber unterhalten und bestimmt auch ein bisschen streiten und nach der besten Lösung suchen. Aber jetzt geht es erst mal um das Grundprinzip.
Ich habe das zwar im StGBV auch schon mal gesagt, aber ich sage es hier auch gerne nochmal. Ich habe subjektiv einen anderen Eindruck von der Parklage vor Ort und ich bezweifle ganz stark, dass wenn mehrgeschossiger Wohnraum da hinkommen wird, dass dann der Parkbedarf geringer werden wird, weil die Zahl der Personen mit potenziellen Pkw ansteigt.
Also es wird sich was verändern. Meine Fraktion wird dem so auf jeden Fall nicht zustimmen können und das wollte ich gern einfach mal kundgetan haben.
Ja, ich hätte gerne schon mal gewusst, was die Stadt da eigentlich vorhat. Ist das aktuell ausgeschrieben, das Grundstück? Was passiert da? Was haben Sie vor? Warum sollen wir das aufheben? Das würde mich jetzt halt mal interessieren.
Und auf der anderen Seite machen wir ja sozusagen den Bebauungsplan denn jetzt größer mit Winterhafen zusammen. Und in dem Zusammenhang könnte man ja mal sagen, was man da vorhat als Stadt. Weil, wie gesagt, Herr Müller sagt ja immer, wir sind ja auch nur ehrenamtliche Stadträte, wir können auch nicht alles wissen. Und bevor es morgen in der Zeitung steht, würde ich vielleicht heute gerne mal wissen, was da passiert.
Das heißt ja gerne nochmal zusammenfassen. Aufheben tun wir, weil das Ziel des Bebauungsplans Schule nicht mehr up to date ist. Das ist relativ eindeutig. Das Zusammenführen mit den anderen Teilen des Bebauungsplans oder mit den angrenzenden Flächen ist vielleicht etwas umfänglicher, aber dennoch ganz gut zu erklären.
Wir haben auf diesen Flächen, und diejenigen, die schon länger dabei sind, wissen das auch schon, seit langem das Begehren einer privaten Investition hin zu Wohnungsbau. Ein Altersheim sollte dort mal errichtet werden, besonderer Art, wie das heutzutage ist. Man spricht ja nicht mehr von Altersheim, sondern das sind dann Alten-WGs und Ähnliches. Das sollte da passieren. Ja, Herr Schuster kennt sich da vielleicht noch ein bisschen besser aus. Also an meiner Stelle. Entschuldigung, ich habe mich hier falsch und glücklich ausgedrückt.
An der Stelle ist es so, dass tatsächlich sehr intensive Gespräche mit diesen Investoren geführt wurden, nicht nur bei mir am Tisch, auch am Tisch der Oberbürgermeisterin. Ich weiß auch, dass Stadträte dazu angesprochen wurden. Und die fragen sich natürlich jetzt auch, wie geht es mit unseren Flächen weiter? Weil doch auch andere Projekte in diesem Bereich durchaus auf den Markt drängen. Wo bleiben wir dort?
Und darum haben wir vorgeschlagen, dass aus dem Wohnen, und eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, dass es eben kein reines Wohnen sein soll, sondern ein urbanes Gebiet, wo wir andere Formen des Zusammenlebens, sei es eine bestimmte Hotelart oder Ähnliches, dann nochmal präferieren, um diesen Personen, diesen Investoren, die dort die Flächen erworben haben, beziehungsweise schon vor langer Zeit auch von Dritten gekauft haben, denen die Möglichkeit zu bieten, tatsächlich in einem gewissen Maße sich baulich umzusetzen, aber unter den Gegebenheiten, wie wir das wollen, einheitliche Entwicklung dieser drei Flächenanteile und darüber hinaus ein hoher Durchkühlungsgrad, so wie das hier auch im Rat mal zumindest dargelegt wurde als Zielvorstellung. Darum haben wir das wieder mit aufgenommen.
Wenn das heute eine Ablehnung findet, ist das nicht weiter dramatisch. All diejenigen, die mir sagen, wir brauchen das an der Stelle nicht, weil wir genügend Flächen haben, die wir für solche Zwecke nutzen können, dann ist das absolut richtig. Sondern es entspringt nur der Historie dieser Flächen, dass wir gesagt haben, wir bringen das hier nochmal in den Stadtrat rein und gucken, wie die damit umgehen. Danke.
Jeder wird sich hoffentlich noch an die Diskussion im letzten Stadtrat erinnern, wo ich da vorne stand und genau das vorhergesagt habe. Schön, Herr Rehbaum, dass hier die Hosen jetzt runtergelassen werden. Und das ist das genau, wie es von uns prognostiziert wurde. Man möchte jetzt nach und nach, Schritt für Schritt alles bebauen. Ja, da sollte so ein Pflegeheim hin mit Kindergarten und so weiter. Aber ich glaube, Herr Rehbaum, meine ich, hat die Feuerwehr auch nicht mitgespielt, weil das so tief liegt. Und das hätte man irgendwie erhöhen müssen wegen Hochwassergefahr, weil man die ganzen älteren Menschen, den hätte man nicht transportieren können in solch einem Fall. Und deswegen ist man davon erstmal wieder abgerückt.
Lange Rede, kurzer Sinn. Wir sind natürlich weiterhin gegen die Bebauung. Und das ist jetzt südlich der Kanonenbahn. Also für manch einer ist das dann auch wirklich schon Stadtpark. Der Stadtratsvorsitzende hat es auch schön eingebracht, die wunderschöne Rote Horninsel. Ja, genau, das sollte sie auch bleiben für Kultur, Veranstaltungen und für ganz Magdeburg. Nicht für eine Wohnbebauung, auch wenn wir diese blumigen Worte urbanes Wohnen mit viel Grünanteil missbraucht werden. Hier geht es ganz klar um Wohnbebauung. Das konterkariert dem Ansinnen unserer Fraktion. Ich hoffe auch auf vielen anderen.
Das ist der nächste Schritt, um eine Bebauung des Stadtparkes voranzuschreiben. Da ist auch gerade eine Anfrage von uns im System drin, weil uns zugetragen wurde von verschiedenen Seiten, dass auch an anderen Stellen da Bestrebungen bestehen, den Stadtpark zuzuflastern, zu verdichten. Ich hoffe, dass die Grünen auch genau zuhören, was hier geplant ist. Und deswegen wäre das der erste Schritt. Salami-Taktik wie immer. Das muss hier ganz klar abgelehnt werden. Beim letzten Mal sind einige noch mitgegangen, weil sie halt besprochen worden sind, nicht abzustimmen oder sich zu enthalten. Aber ich hoffe, hier zeigt der Stadtrat mal klare Kante, dass wir keine weitere Wohnbebauung für den Stadtpark haben möchten. Stadtpark für alle, statt Wohnbebauung für wenige. Vielen Dank.
Wir sind leicht zu verwechseln, das kann natürlich passieren, Herr Vorsitzender. Es geht auch um den Punkt, der danach kommt, aber ich musste trotzdem mal drauf gehen.
Wir sprachen jetzt nicht von dem ehemaligen B-Plan am alten Funkhaus, wo für an Demenz erkrankte doch ein Wohnobjekt hin sollte, mit Tierpark, mit Kindergarten und so weiter. Irgendwie war das doch das andere Objekt, wo praktisch die Ablehnung eine Stimme damals kam, also die fehlte, was heute eine Ruine ist mit Scherben, wo Tiere sich stets verletzen und Leute sind im Sommer Feuer machen.
Das haben wir jetzt so gekonnt, was damals abgelehnt worden ist, und da ist auch eine Mauer am Parkplatz, die hier zusammenfällt, also ich weiß nicht, ist es das Objekt oder ist es ein anderes Objekt, Herr Rehbaum?
Das ist erstmal die Fläche daneben, aber in der Tat gibt es natürlich für die Fläche, wo die Ruine noch draufsteht, auch einen Eigentümer, der sich auch mit dem Gedanken trägt, das zu entwickeln.
Wir haben im Bauausschuss relativ lebhaft darüber diskutiert und ich musste leider Gottes wieder mal so feststellen, dass man doch aus meiner Sicht zumindest sich so mit den Örtlichkeiten nicht so besonders gut auskennt. Und das haben wir eben auch bei Herrn Kumpf gesehen, der wieder über den Stadtpark redet und da war eben kein Stadtpark.
Ich habe Ihnen jetzt nicht mehr für den Bauausschuss, sondern für die CDU, FDP, ich habe Ihnen einfach mal ein paar Sachen mitgebracht. Und wenn Sie da in der Mitte gucken, sehen Sie, das war die Kommandantur, das heißt da, wo der Bauhof war und wo auch das Gelände war, was entwickelt werden soll, das war alles bebaut. Schicken Sie mal bitte das zweite Bild. Es ist jetzt relativ schwer zu sehen, aber ungefähr in der Mitte, ja, da wo jetzt die Hand ist, das ist im Prinzip das gesamte Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg, wie das zerbombt ist und wie das dort ausgesehen hat. Und ich weise mal darauf hin, da ist vieles bloß zusammengeschoben worden und da kann man nicht einfach jetzt anfangen, was zu begrünen. Da kann man auch keinen Park in dem Sinne machen, das müsste dann im Prinzip komplett umgebaut werden.
Das nächste Bild bitte. Das ist ein Blick über die Zollbrücke in dieses bebaute Gebiet. So hat das bis Januar 1945 ausgesehen. Und für die, die jetzt immer so ein bisschen streiten, ja wie weit ging denn das? Vielleicht das letzte Bild. Das ist auch sehr, nee, doch, das ist es. Was Sie hier vorne im Vordergrund sehen, sind die Dächer von der Stadthalle. Und dann gucken Sie mal, was gleich hinter der Stadthalle kommt. Die Reste der Festungsanlage, die da zur Kommandantur mit dazugehören. Das heißt, es ist eindeutig, alles was im Prinzip hinter der Stadthalle kommt, war nie Bestandteil des Magdeburger Stadtparks gewesen. Brauchen Sie nicht den Kopf zu schütteln, Herr Kumpf, das ist so.
Und wenn Sie jetzt tatsächlich das alles zum Park machen wollen, dann müssen Sie einen Antrag stellen, dann müssen Sie sagen, wir wollen da keine Bebauung mehr haben, wir wollen da einen Park entwickeln. Dann müssen Sie das Geld dafür in die Hand nehmen, müssen die Geländer dementsprechend herrichten und müssen letztendlich dort, wirklich brauchen wir wieder Erde anfahren, müssen die Ruinen, die im Keller sind, die Bunker, die alten Keller, die dort sind, im Prinzip verfüllen, um das herzurichten.
Letztes Argument für die Drucksache und für die Aufstellung. Ich denke, man sollte das Gelände schlicht und ergreifend tatsächlich einmal sich vornehmen, als urbanes Viertel gegebenenfalls entwickeln. Es würde der Stadt Magdeburg ganz gut zu Gesicht stehen. Wir reden immer wieder davon, Leben mit und an der Elbe, das könnte man dort realisieren, das ist eine ganz tolle Geschichte. Und ich denke, es hätte auch eine finanzielle Auswirkung für die Stadt. Ja, der Grund und Boden ist jetzt im Prinzip schon im Anlagevermögen der Stadt Magdeburg, aber sicher mit einem sehr, sehr niedrigen Bodenrichtwert, der sich dann ändern würde, wenn da ein Bebauungsplan drüber liegt.
In der Geschichte, da widerspreche ich Herrn Rehbaum so ein bisschen, ist auch die Seniorenresidenz, das wollte ich Ihnen sagen, die Seniorenresidenz mit drin, die wir jetzt seit über, ich kenne mich da aus, die jetzt seit gut zehn Jahren immer wieder durch den Stadtrat durchläuft, wo wir jedes Mal den Investoren sagen, wir wollen etwas Komplexes entwickeln und sie im wahrsten Sinne des Wortes an der langen Leine führen. Wenn wir heute wieder diesen Bebauungsplan oder die Aufstellung, es geht ja nur um die Aufstellung, wenn man das jetzt wieder ablehnt, dann steht der Investor wieder an derselben Stelle und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Und das finde ich, sagen wir mal, ein bisschen peinlich für uns als Stadträte, denn wir haben hier Beschlüsse gefasst.
Was heute in der Volksstimme gestanden hat von Herrn Ries, das hat auch nicht so ganz gestimmt. Also der Investor fängt nicht bei null an oder er fängt jetzt erst an, wie drin stand in der Zeitung. Ich kriege da also heute einen relativ aufgeregten Anruf. Wir sind hier seit zehn Jahren dabei. Ja, wir wollen jetzt kein Demenzzentrum mehr machen, das sehen wir ja ein wegen der Evakuierung der Leute, falls doch mal Hochwasser kommt. Aber eine Seniorenresidenz ist eine andere Geschichte, die kann man im Prinzip, sagen wir mal, notfalls dort evakuieren, das geht einfacher. Und wir würden das jetzt dementsprechend umplanen.
Das heißt, wenn wir heute diesen Bebauungsplan ablehnen, lehnen wir letztendlich in Querschluss auch wieder die Entwicklung dieser beiden Grundstücke, die nicht der Stadt gehören, wieder mit ab. Weil wir einfach das Problem haben, auch der Erschließung dort in diesem Bereich und das würde nur über das ehemalige Gelände vom Bauhof gehen. Und nochmal, auch wenn ich jetzt mich wiederhole, das Bauhofgelände ist die ehemalige Festungsanlage und die Kommandantur. Und da steckt eine ganze Menge unten in der Erde drin. Und wer ein bisschen aufmerksam war bei dem Brückenbau, gerade bei der Parallelbrücke zur Zollbrücke, weiß, dass dort Festungsanlagen vorgefunden worden sind und auch teilweise in die Brückenkonstruktion mit integriert worden oder zumindest in der Uferanlage mit integriert worden sind.
Also ich werbe wirklich mal dringend dafür, diesen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen und im Prinzip auch den Investoren eine Möglichkeit zu geben. Und ich denke mal, der Stadt Magdeburg würde diese Entwicklung an der Stelle auch sehr gut tun. Und wir müssen aufhören, ständig, wenn es darum geht, irgendwo in der Innenstadt was zu entwickeln, die Hände hochzureißen und zu sagen, um Gottes Willen, wir vernichten Grün. Bauen wir dann besser am Stadtrand? Das kann auch nicht die Lösung sein. Danke.
Ja, wir beschäftigen uns ja schon lange mit dem Standort. Ich erinnere mich auch, dass ich das ehemalige Vereinsheim der Eisenbahner da auch besichtigt habe, das ganze Gelände. Also das Verfahren mit dem Bebauungsplan ist uns länger bekannt. Auch den Winterhafen haben wir uns ja auch gemeinsam angeschaut und auch wir als Fraktion haben dabei schon darüber nachgedacht, wenn da eben keine Schulbebauung hinkommt, dass wir da Teile renaturieren sollten. Denn wir haben auch in 2023 einen Beschluss gefasst für ein Entsieglungsprogramm, so heißt das. Umgesetzt habe ich davon jetzt noch nicht ganz so viel gesehen. Ich weiß in Teilen der Nikolai-Platz, wir sind dabei oder es gibt erste Planungen den Bahnhofsvorplatz, den Willy-Brandt-Platz da ein bisschen zu entsiegeln und andere Sachen zu machen. Aber ich finde an der Stelle würde es sich lohnen.
Eben gerade hat Herr Schuster gesagt, ja ist denn die Alternative, dass wir am Stadtrand bauen. Das machen wir. Immer wieder wird hier Bauland freigegeben, Bewahrungspläne beschlossen auf der grünen Wiese und wir bauen da Wohngebiete hin. Also da müssen wir uns doch nicht falsch machen. Und in Sichtweite vom Winterhafen, den grünen Stadtmarsch, sind wir auch gerade im Bebauleitverfahren relativ weit fortgeschritten und werden höchstwahrscheinlich auch, so wie ich die Mehrheit hier kenne, da wahrscheinlich etwas bauen und bauen in Größenordnung. Und dabei macht es uns schon nachdenklich als Fraktion Grüne Future, wenn wir so in Elbnähe weitere Versiegelungen vorantreiben, wenn wir Wohnbauungen dorthin bringen, wo wir übrigens auch nicht so eine super gute ÖPNV-Anbindung haben. Wir haben einen Bus in den Stadtpark und wir haben dann noch die Straßenbahnlinie an der Zollbrücke, aber das ist alles relativ weit weg. Ich habe es jetzt nicht genau bemessen können, aber ich denke die 500 Meter werden nicht ausreichen können. Und wenn wir hier über eine Altenwohnresidenz reden, dann sind das Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind und wenn sie den nicht haben, dann werden sie mit Taxis oder mit Krankentransporten transportiert. Und mit dem Fahrrad sehe ich sie jetzt auch nicht durch den Stadtpark fahren, ehrlich gesagt. Halte ich für wirklich nicht der richtige Ort für eine solche Institution und auch das weiter zu denken, jetzt noch größer zu denken, als es sozusagen damals im B-Plan schon erste Schritte gegangen ist.
Also deswegen sind wir sozusagen dagegen, diesen Vorschlag der Erweiterung des B-Plans oder der Zusammenlegung des B-Plans. Was uns wichtig ist, egal was da passiert, also dass man generell natürlich den B-Plan irgendwie sich anschaut und überlegt, aber es geht jetzt ja, wie gesagt, das Ziel des B-Plan-Verfahrens soll ja Wohnbebauung sein und dem wollen wir uns aber entgegensprechen. Man kann natürlich aber auch einen B-Plan aufstellen mit dem Ziel zum Beispiel der Renaturierung oder der grünen Ordnung. Da stehen wir sehr offen dafür, aber das ist ja gerade leider nicht der Plan, so wie das gerade vorgeschlagen ist, die Drucksache.
Uns ist wichtig, bei all diesen Sachen, die Kanonenbahn haben wir ja schon gehört, es gibt eine große Vision, ich weiß nicht, das ist eine Vision, das ist keine Sache, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren passiert, aber dass diese Trasse auch freigehalten wird, dass wenn man möglicherweise doch mal die Kanonenbahn und die Hubbrücke und das alles verbinden möchte und eine tolle Radfahrverkehrsverbindung sozusagen von Los Davian in die Innenstadt haben will, dann sollte das natürlich freigehalten werden. Also das muss egal, welche Planung kommt, mitgedacht werden, das ist uns ganz wichtig. Der Hochwasserschutz muss mitgedacht werden. Wir haben auch Anwohner direkt nebenan, neben dem Winterhafen, das darf man auch nicht vergessen, das sind ein oder zwei Häuser. Ich meine Architekt, irgendwer wohnt da auf jeden Fall auch, das muss auch mitbedacht werden.
Wir hatten auch von der CDU mal einen Antrag, dass im Stadtpark auch ein bisschen mehr Verkehrsberuhigung stattfinden soll, da erinnere ich mich noch dran. Und ich möchte auch nicht noch mehr Verkehr in den Stadtpark leiten, das ist nämlich jetzt schon relativ schwer mit dem Hotel, mit den Bruderfallen, mit vielen anderen. Das ja irgendwie in Grenzen zu halten, wir haben die Sportanlage übrigens vis-à-vis auch zu dem Gelände, also zu dem Eisenbahnergelände, aber auch zur Seitenlage sozusagen des Winterhafens. Also da die ganze verkehrliche Betrachtung ist übrigens auch noch ausstehend. Ich erinnere mich, die Linke hatte im letzten Stadtrat, nicht letzten Stadtrat, sondern in der letzten Kommunalperiode, hatte Herr Hempel einen Antrag, oder es war ihm immer sehr wichtig, mal ein Verkehrskonzept zu erstellen für den Stadtpark, weil das wie gesagt überhaupt nicht durchdacht oder geregelt ist, wie wir da eigentlich welche Verkehrsströme durchhaben wollen oder vielleicht vor allem nicht da durchhaben wollen. Also das ist alles, finde ich, noch offen. Deswegen stimmen wir gegen diese Zusammenlegung des B-Plans.
Ich muss mal vorne wegschicken, dass ich immer erstaunt bin, wie geschickt Herr Schuster das macht, wenn er als Ausschussvorsitzender hier ans Mikro tritt, einen Halbsatz als Vorsitzender sagt und dann in seine Rolle als Stadtrat der Fraktion wechselt. Das ist ihr gutes Recht, aber es hat halt eine gewisse Subtilität dabei, weil man ja in der Annahme, dass der Ausschussvorsitzende spricht, ihnen auch in der Folge zuhört. Ich will das nur mal klarstellen in der Runde.
Aber es ist großartige Archivarbeit, die Sie wieder getan haben, Herr Schuster. Stadt entwickelt sich, das ist richtig, aber auch nicht immer rückwärts. Und da sollten wir doch dabei bleiben, auch ein Stück weit nach vorne zu gucken. Das Quartier, was dort geplant ist, gerade an der Stelle, wird sich ja dann vom Startmarsch bis zum Winterhafen hin erstrecken. Es wird ja schon fast ein neues Stadtviertel, was dort gebaut wird. Also die Dimension muss man sich mal vorstellen, die dort gerade in der Planung oder in der Überlegung ist, was wir mit dem Stück Grün in der Stadtmitte da anstellen sollen, wenn es nach den ganzen Investoren geht, von denen hier gesprochen wird immer wieder.
Ich bin da auch ganz nah bei dem, was meine Kollegin Madeleine Linke von den Grünen sagt. Es wird eine erhebliche Verkehrsbelastung werden für den Stadtpark. Nicht nur während der ganzen Bauzeit. Also ich glaube, Sie können sich alle gut vorstellen, wie das ist, wenn die ganzen Materialien in den Stadtpark geschafft werden müssen, um dort zu bauen. Und das geht ja mitunter auch nicht alles innerhalb von drei Monaten, sondern eher über drei Jahre, vier Jahre, fünf Jahre. Das dauert. Das ist eine erhebliche Verkehrsbelastung, die dort auf uns zukommt. Und infolgedessen werden wir auch danach einen zunehmenden Verkehrsstrom auf die Fläche des Stadtparks des Winterhafens haben. Sie alle kennen die Situation, wenn wir mal Umleitungen haben und die Umleitung durch den Stadtpark führt, wie sich alle aufregen, zu Recht, dass da so viele Autos durchfahren. Das wird dann der Dauerzustand werden, dass da ein hohes Verkehrsaufkommen ist, dass da möglicherweise auch noch fünf Busse mehr fahren. Und die Lieferfahrzeuge sind auch zu berücksichtigen. Also gerade wenn dort nochmal eine gewerbliche Infrastruktur hinkommen soll.
Bezüglich der Evakuierung, ja, das ist ja gut, wenn man darüber nachdenkt, da kein Seniorenheim hinzusetzen, weil es auch gerade in Elbnähe, Hochwassergefahr und so weiter schwierig ist, immobile Menschen zu evakuieren. Aber auch die Planungen von anderen Einrichtungen, von Kitas und Ähnlichem stehen ja im Grunde genommen noch im Raum. Und auch da haben wir eine höhere Herausforderung bei möglichen Evakuierungsszenarien. Also das wird hier gerade eigentlich ein bisschen unter den Tisch fallen gelassen.
Zu dem ganzen Verkehr kommt hinzu, und das hatten wir als Fraktion im Bauausschuss auch schon ausgeführt, dass gerade der Bereich des Werders ein Bereich ist, wo die Mieten seit dem Mietspiegel exorbitant gestiegen sind. Das wird sich auch auf das Quartier dort am Winterhafen bis zum Stadtmarsch hin übertragen. Wir werden auch dort so hohe Mieten haben, dass sich das kaum Menschen in dieser Stadt leisten können. Denn wer kann denn schon 14, 15 Euro für eine Wohnung kalt bezahlen? Das sind die wenigsten in dieser Stadt. Und genau daraufhin wird es dort hinauslaufen.
Und andernorts in dieser Stadt haben wir erheblichen Leerstand. Es gibt Straßen, da sind in den Gebäuden immer noch die vierte und die fünfte Etage zugebrettert, nicht bezugsfähig gemacht worden, weil man einfach keinen Aufzug anbauen möchte. Aber da gibt es Leerstand. Und statt dass wir uns um diesen Leerstand kümmern und den wieder bezugsfertig machen, bauen wir neue Quartiere inmitten der Stadt, die möglicherweise gar nicht komplett vermietet werden. Und das, und darüber muss man auch mal nachdenken, bei sinkenden Bevölkerungszahlen. Also wir stehen hier und beklagen uns über die sinkenden Zahlen der Geburten und der fehlenden Kinder in Kitas, bauen aber Stadtviertel, die wir überhaupt nicht bezogen kriegen.
Also der Antrag ist insgesamt abzulehnen. Wir werden uns gegen eine Bebauung an der Stelle aussprechen. Das ist nicht tragbar und überhaupt nicht sinnvoll für die Stadt.
Ja, das ist mir schon fast unangenehm, dass ich mit Grün und Links hier eine Richtung gehe. Die Brandmauer steht, obwohl ich nicht alle Argumentationen da unterstreichen würde, aber grundsätzlich haben wir anscheinend das gleiche Thema, was unterstützenswert ist, nämlich die Ablehnung dieser Drucksache.
Und vielleicht zu Herrn Schuster nochmal und seinen Fake News. Ja, es ist nicht nur das, was Sie als Stadtpark sehen oder ein, zwei andere aus der CDU. Es geht das, was der Magdeburger als Stadtpark sieht. Und es geht auch darum, was 1897 auf der Karte war. Da war es nämlich noch Grünfläche und da war es keine bebaute Fläche. Da sollte man die Kirche schon so ein bisschen im Dorf lassen.
Und es geht ja nicht darum, eine Frage an die Verwaltung noch. Da gab es den Antrag der Linken, eine Renaturierung. Der muss ja irgendwie in der Verwaltung stecken geblieben sein. Weiß ich nicht, wo dieser Antrag war oder aktuell ist. Der ist ja nie wieder in den Stadtrat aufgetaucht. Vielleicht kann man da noch eine Antwort herbeiführen.
Aber grundsätzlich wird jedes Mal die Drohkulisse aufgebaut. Ja, der Investor und der muss und der verlässt sich drauf. Also die nette Dame hat sich auch mit uns mehr vorunterhalten. Wir haben ja nicht versprochen, dass wir das Projekt unterstützen. Wir haben klar gesagt, da gibt es für uns keine Bebauung. Wenn Herr Schuster da so einen guten Draht hat zum Investor, dann ist das seine Sache. Wir stehen zu unserer Meinung. Wir möchten da keine weitere Bebauung und lehnen daher diese Drucksache ab. Vielen Dank.
Wir werden die beiden Drucksachen auch ablehnen, das hat aber andere Gründe. Herr Schuster hat recht, das ist historisch nicht Teil des Stadtparks gewesen. Als die Altvorderen gerade um die Theaterausstellung den Stadtpark entwickelt haben, ist dort Bebauung gewesen. Das sieht man auch daran, dass das ganze Gelände, über das wir im Moment reden, einen sehr hohen Versiegelungsgrad aufweist.
Ich persönlich habe damals, meine Fraktion auch, das Vorhaben mit diesem Thema Seniorenwohnen, Kita und so weiter befürwortet. Das hätte gut hingepasst, das hätte an der Stelle auch die Versiegelung nicht aufgebrochen, aber zumindest so weit wiederhergestellt, dass Schadstoffe aus dem Boden rausgekommen wären, wenn das umgesetzt würde und so weiter und so fort.
Warum lehnen wir das trotzdem ab? Wir sprechen beim kleinen Stadtmarsch über, selbst das Stadtviertel ist es auch nicht, eine Bebauung auf der Rote Horninsel. Ich finde die gut, das was da vorgestellt wurde, passt gut zur Stadt, zum Leben an der Elbe, auch wenn man von der anderen Stadtseite schaut. Da sollen Anlande-Punkte starten für Radtouristen und ähnliches. Das passt da gut hin.
Gleichzeitig ist das eins von vielen Wohnbauprojekten in Magdeburg. Ich nenne mal bloß noch ein paar große. Stendaler Straße Brauerei, RAW-Gelände, Fallberg List. Wenn die alle irgendwann realisiert sind, dann ist das Wohnungsangebot in der Stadt und in der Tat bei sinkenden Bevölkerungen ein anderes als das, was wir heute haben. Und deswegen und im Übrigen auch vor dem Hintergrund Haushaltskonsolidierung, Einstellungsstopp in der Verwaltung und durchaus beräte Klagen von ganz vielen, die mit Immobilien in Magdeburg zu tun haben, was Bearbeitungszeiten im Stadtplanungsamt betrifft, stelle ich mir die Frage und wir uns als Fraktion auch, warum müssen wir jetzt diese Fläche beplanen? Warum kann die nicht noch ein paar Jahre liegen bleiben? Muss nicht bis zur nächsten Generation sein, aber vielleicht bis zur nächsten oder übernächsten Stadtrat.
Es gibt doch gar keinen Grund, wenn die Fläche daneben, um die wir hier im Rat auch lange gerungen haben, nämlich den kleinen Stadtmarsch, wenn der noch nicht mal verabschiedet ist hier im Haus, warum wir die Fläche tatsächlich anfassen, weil der Bauhof leer gezogen ist, das kann kein Grund sein. Im Übrigen ja, die muss irgendwann entsiegelt werden und Burkhard Moll hat recht, die ratebrechenden Zustände da, das ist für Tiere alles ein Problem, müsste alles besser abgezäunt sein, das ist so. Aber für alle, die diese Flächen nicht illegal betreten, stören die nicht. Für alle, die da zwischen Seiler Wiesen und dem Gelände vorbeijoggen, stört das nicht. Für alle, die da spazieren gehen, stört das nicht. Das sieht alles schön grün aus, deswegen denken auch alle, das ist eine Parkanlage, ist es nicht, muss man mal drauf gehen, ist es einfach nicht.
Aber das, meine Damen und Herren, kann ein paar Tage, Jahre liegen bleiben. Die Stadtverwaltung, das Stadtplanungsamt, das Personal gerade nicht gut aufgestellt ist, weil da einfach die Leute nicht zu finden sind, die die Stellen befüllen sollen, die eigentlich da sind, haben andere Sachen zu tun, die schneller abzuarbeiten wären. An dieser Stelle nicht. Und deswegen der Beitrag unserer Fraktion tatsächlich zur Arbeitsfähigkeit der Stadtverwaltung beizutragen und Ressourcen zu schonen, ist das heute abzulehnen. Das heißt aber nicht, dass man in der Zukunft da nicht auch eine Perspektive hat, da was Wohnliches oder anderes Bauliches hinzustellen. Aber hier, heute, jetzt nicht die richtige Zeit.
Mir, also, Falko Grube hat es ja eben schon gesagt, es gibt sehr gute Argumente im Moment jetzt dort nicht zu planen und muss es auch nicht dringend aus meiner Sicht durchführen. Und es gibt in dem Zusammenhang auch noch das tatsächliche Argument, dass wir bezüglich dieses Gebietes in den letzten Wahlperioden mehrmals hier im Stadtrat Entscheidungen getroffen haben. Die Entscheidungen sind immer in die Richtung gelaufen, dass in diesem Bereich eher das Grüne Vorrang haben soll als eine Bebauung, bis auf das Thema Schule, wo wir dann einmal eine Entscheidung getroffen haben, um etwas zu bauen.
Und in dem Zusammenhang auch ganz klar, ich habe mindestens beim ersten Mal, auch vielleicht beim zweiten Mal, der Entscheidung bezüglich des Bebauungsplanes des Altenwohnens, habe ich glaube ich auch dafür gestimmt. Jetzt möchte ich aber eindeutig sagen, wir müssen auch mal oder müssen grundsätzlich die Abstimmungen der letzten Wahlperioden akzeptieren und können die nicht innerhalb von zwei, drei Jahren sofort wieder revidieren wollen. Es ist wichtig, dass wir da auch eine gewisse Konstanz haben.
Und wir haben sowohl bezüglich dieser Bebauungspläne entsprechend abgestimmt, als auch haben wir in der letzten Wahlperiode eine Grünflächenplanung abgestimmt hier im Stadtrat. Und diese Grünflächenplanung sieht ganz klar vor, dass der Bereich des Bauhofes eher in ein grünes Areal umgewandelt werden soll. Das heißt nicht, dass da gar keine Bebauung hinkommt, aber zumindest eine wesentlich grünbetonte Bebauung mit viel Grün.
Und wir sehen auch jetzt schon, und insoweit hat Herr Schuster nicht recht, der Bauhof ist keine kahle Fläche. In dem Bereich stehen mehrere Großbäume. Und wir haben wie gesagt nicht mehr die Zeit von 1870 oder 1910, sondern wir sind ein Stückchen weiter und wir haben da einen Bestand von mehreren Großbäumen. Wir haben durchaus eine gewachsene Struktur in diesem Bereich, auch wenn vieles versiegelt ist, keine Frage. Aber es ist eben nicht so, dass es eine kahle Fläche wäre.
Und deswegen ist das Ansinnen von vielen, wenn man sich in Ost-Elbien mit Bewohnerinnen und Bewohnern, mit Bürgerinnen und Bürgern von Ost-Elbien unterhält, dass sich viele vorstellen können, dass diese Fläche für eine öffentlich-rechtliche Nutzung tatsächlich nochmal bereitsteht und genutzt werden kann, aber dass eigentlich alle, mit denen man redet, sagen, für eine Wohnbebauung, für eine Wohnnutzung ist diese Fläche nicht zu verwenden. Und dem fühle ich mich an der Stelle auch verpflichtet und werde dann, wie die Fraktion, auch diese Drucksache ablehnen.
Ja, wir waren damals auch dafür, so wie das vorhin schon gesagt worden ist für das Demenzheim damals mit der Aufschüttung von Parkanlagen. Also ich weiß, dass damals über eine Million Euro investiert werden sollte, um diese Flächen dazwischen zu renaturieren. Und jetzt sieht das anders aus.
Ich würde aber jedem Stadtrat mal empfehlen, da mal durchzulaufen, durch dieses Gebiet, wo der eine Schießplatz war, wo die alten Gebäude sind, zerfallen. Da ist also sehr viel aufzuholen. Und man sollte das auf jeden Fall im Auge halten, dass man dort was machen muss, auf jeden Fall.
Und wenn ein B-Plan, dann sollte es also mit 80 Prozent der Grün-Einheit und vielleicht dezentes, kleines Bebauen sein. Aber das wird kein Investor machen. Und darum sind wir auch gegen einen B-Plan, der jetzt da drauf liegen sollte.
Und übrigens noch eine Frage, was macht eigentlich der Rotmilan? Damals doch, würde Schule durchbauen oder war Probleme? Da sind geschützte Tierarten. Da hört man nun gar nichts mehr drüber. Also wir werden den Antrag auch nicht unterstützen.
JDas war jetzt eine Menge, ich hoffe, ich vergesse nichts. Also vielleicht erst zu den letzten beiden Dingen, der Rotmilanen und die Bäume, dafür gibt es einfach Regelungen, die dann vorsehen, was man da zu tun hat, wenn da ein Bauplan drauf liegt.
Ansonsten würde ich, nicht völlig überraschend, meinem Fraktionskollegen und dem geschickten Bauausschussvorsitzenden zustimmen, diesen B-Plan zu genehmigen und dort die Zustimmung zu kriegen, weil ja einfach auch die Argumente, die jetzt immer vorgeschobenerweise genannt wurden, sich ja da auch stark widersprechen. Auf der einen Seite wollen wir ÖPNV, Radwege dort anbinden, auf der anderen Seite wollen wir grüne Wiese. Wenn da aber eine grüne Wiese ist, lohnt da nicht, einen Bus hinzuschicken und keine Radwege hinzuschicken.
Also es wäre dann doch schon sinnvoll, wenn man dort Menschen wohnen lässt, in einem Viertel, das übrigens schon besteht. Wir haben ein Stück weiter oben eine neue Brücke gebaut, da sind neue Stadtvillen gebaut. Das wäre eigentlich nur ein Anschluss von einem Viertel, das langsam beginnt sich zu entwickeln. Das wäre die Möglichkeit, ein ganzheitliches Konzept für den Stadtmarsch in der Entwicklung irgendwie hinzukriegen, eine abgestimmte Bauzeit hinzukriegen, dass wir nicht einmal fertig sind im Stadtmarsch und dann ein paar Jahre wieder später anfangen zu bauen, Falko.
Und von der AfD nehme ich mit, also sie sind gegen den Haushalt heute gewesen, sie sind gegen die innere Sicherheit am Markt, sie sind gegen die Stadtentwicklung, aber wofür sie sind, wissen sie wahrscheinlich selber nicht. Die Tatsache, dass dort eine grüne Wiese vorherrscht, das hat der Herr Moll grad nur nochmal bewiesen, dass dort schon Gebäude sind, dass da kein Park ist, nichts, es ist versiegelt, es ist eine Baufläche. Lasst uns die Chance nutzen jetzt zu dem Zeitpunkt, wo das ganze Gebiet angedacht ist, diesem Bauplan zuzustimmen. Danke.
Ja, ist schon ganz schön lustig, wie es hier abgeht. Aber wir dürfen nicht vergessen, Landtagswahl. Das ist leider so. Also ich könnte jetzt noch mal weiter ausholen, aber ja, das war doch schon ganz oft Thema. Wie oft haben wir hier beschlossen, ganz knapp ist dieser Kindergarten und das alles gescheitert? Kann ich mich noch gut daran erinnern. Ich musste mir viel anhören davon, weil ja diese Inzision auch im Neustädter Feld sitzt. Schule, waren alle dafür.
Ich muss ganz einfach sagen, mal vorweg, bevor ich weitersage, Herr Rehbaum, Sie sehen ja, Sie werden keine Mehrheit jetzt kriegen für diesen Bebauungsplan. Ziehen Sie bitte die Drucksache zurück, warten Sie bis zum 6. September, bringen Sie erst nach dem 6. September die Drucksache rein, denn die SPD war bis vor kurzem immer noch für die Bebauung dort unten. Auch wenn ich das heute anders höre, aber das werde ich jetzt noch mal raussuchen bis Montag und mir das alles anschauen, wie die Abstimmungen immer waren.
Also das ist alles neu, aber hier schuldet der Landtagswahlen. Wir würden auch zustimmen, weil wir sehen, das muss entwickelt werden dort. Das ist eindeutig das ganze Spektrum und wir dürfen auch nicht vergessen, wir müssen auch mal ehrlicherweise an unsere Stadtkasse denken, wenn der Bebauungsplan gemacht wird, der ja sicherlich auch vier bis fünf Jahre dauert. Aber das Geld können wir hier brauchen.
Wer heute denkt, wer dagegen stimmt, dass das jetzt nicht gleich funktioniert oder dass wir nächstes Jahr schon bauen, das ist doch Quatsch an anderer Stelle. Zwischen fünf und acht Jahre dauert hier eine Baugenehmigung für gewisse Sachen, also das wissen wir doch. Und darum wäre es dann besser, erst in Oktober die Drucksache, da ist die Wahl vorbei und glauben Sie mir, da kriegen Sie auch eine Mehrheit. Das wäre besser.
Ich finde es sehr interessant, ich habe jetzt gerade hier von Herrn Kumpf ein Bild zugeschickt bekommen, wo er also nachweisen will, dass es dort nicht bebaut worden ist. Gucken Sie mal hin, da steht ganz groß Zitadelle. Genau da hat es gestanden und diese alte Festungsanlage war schon nach dem 30-jährigen Krieg ausgebaut worden und war bis 1912 Festungsanlagen gewesen, bevor dann die Anlagen letztendlich geschlüpft worden sind. Es war dort tatsächlich eine Bebauung.
Aber ich finde jetzt diesen Vorschlag von der Verwaltung, das heute zurückzuziehen, das ist ja emotional. Ja, wir haben lange genug darüber diskutiert, lieber SPD, lieber Thomas, aber ich merke ja, dass hier der eine oder andere auch so ein bisschen darüber nachdenkt, vielleicht seine Meinung nochmal zu ändern. Und wenn wir da jetzt ein urbanes Viertel entwickeln, ob wir das heute anfangen oder nächstes Jahr anfangen, das sehe ich genauso wie Dr. Grube, es muss irgendetwas passieren. Und desto länger wir das da liegen lassen, desto größer wird der Aufwand, das im Prinzip in Ordnung zu bringen.
Und dann sind wir wieder bei dem Thema mit den Bäumen. Ein Wort noch an Frau Linke. Sorry, ich muss das heute noch so ein bisschen loswerden. Ich frage mich jetzt ernsthaft, warum wir die Kanonenbahn, die Brücken für den Radverkehr machen müssen. Wir haben hier in diesem Stadtrat beschlossen, die neue Brücke über die Strombrücke so umzugestalten, dass da richtig breite Radwege sind. Wir haben hier beschlossen, in diesem Stadtrat, dass der überschüssige Radverkehr über die Anna-Ebert-Brücke und über die Zollbrücke soll. Und jetzt wollen wir noch eine dritte Klärung bauen. Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Dritte Elbklärung. Ja, danke.
Geschäftsordnungsantrag.
Würde gerne die Drucksachen 566 und 567 zurückstellen.
Genau, wir werden diesen Geschäftsordnungsantrag ablehnen. Das ist klar an sich.
Der Beigeordnete hat vorhin auch gesagt, wenn die Drucksache abgelehnt wird, sei das kein Problem. Insofern ist der Geschäftsordnungsantrag an der Stelle auch abzulehnen.
Das ist ja ähnlich wie die Drucksache von Herrn Krull. Nein, der Stadtrat muss jetzt ein und das sollten wir auch im demokratischen Stadtrat so handhaben. Vielen Dank.
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Ratskollegen,
Magdeburg hat starke Einzelangebote mit dem Elbauenpark, mit den Museen, aber keine Bündelung der ganzen Angebote. Und jetzt ist die Frage, wollen wir gestalten oder verwalten? Ein Ticket, mehrere Erlebnisse, das geht darum, Familien zu entlasten, Tourismus zu stärken ganz klar und Digitalisierung mitzudenken.
Die Stellungnahme der Verwaltung sagt ganz klar, Hürden, Kassensysteme, Investitionskosten, oh böse, und zu geringe Nachfrage. Aber vielleicht liegt es daran, dass es nicht, dass es die Angebote gibt. Die Technik ist lösbar, wenn der politische Wille entscheidet. Die Nachfrage entsteht durch attraktive Angebote, muss man auch ganz klar sagen, und mehr Besucher bedeutet auch mehr Wertschöpfung für die jeweiligen Touristenangebote.
Es wurde auch mal die Magdeburg-Karte hervorgehoben. Ja, sicherlich gibt es die, die bietet Rabatte, aber der Schwerpunkt liegt auf ÖPNV und Vergünstigungen, aber kein Vollzugang für die ganzen Einrichtungen. Mittlerweile ist die Digitalisierung bei vielen anderen Angeboten ein Standard. Es gibt Online-Tickets, es gibt QR-Codes und es ist auch kein Nebenthema mehr. Drei Einrichtungen, drei Systeme, sorry, das ist auch schwierig, muss aber besser gedacht werden. Und Rabatt ist kein Konzept wie die Magdeburg-Karte und die Technik darf kein Totschlagargument sein.
Wir bitten darum, dass wir Mut haben zur Bündelung, dass wir die Investitionen in die Standortqualität, in die Zukunft der jeweiligen Angebote, der Zoo, Magdeburger Zoo oder Elbauenpark erhöht, auch für die Museen und bitten um Zustimmung zum Antrag. Vielen Dank.
Ich möchte das nochmal ergänzen, was Stadtrat Schache gerade auch angesprochen hat. Tatsächlich dieses Angebot der Magdeburg-Card von der MMT, wo wir für 24 Stunden, für 10,50 Euro alle Zugänge ermäßigt bekommen, 20 Prozent, zweite Person ist tatsächlich sogar auch frei teilweise, aber auch Restaurants, es ist der Zoo drin, es sind die Gruson-Gewächshäuser drin, es ist der Elbauenpark drin.
Ich will damit nicht sagen, dass es das in Gänze ersetzt, aber es ist ein sehr gutes Angebot und ich wurde von Hardy Puls auch nochmal darum gebeten, auf dieses hier hinzuweisen. Das gibt es für 24 Stunden, 48 Stunden für 15,50 Euro, 72 Stunden 20,50 Euro, sowohl für Touristinnen und Touristen und natürlich auch für die Magdeburgerinnen.
Dementsprechend kann ich das wirklich hier, ich habe ein paar Exemplare dabei, Ihnen auch gerne nochmal weitergeben. Momentan ist der Verkauf ungefähr bei 1.000, liegt er bei 1.000 Stück und am meisten wird das 48-Stunden-Angebot angenommen. Vielleicht das einfach nochmal zur Ergänzung, weil es ist ein wirklich sehr gutes Angebot, das vielleicht nicht allen ganz bewusst ist, dass wir darüber verfügen und das auch immer wieder regelmäßig beworben wird.
Ich würde jetzt gerne für den Kulturausschuss den Änderungsantrag eben auch mit einbringen, weil wir nämlich den Eindruck hatten bei der Diskussion im Kulturausschuss, dass der Antrag, der in der Tat von uns beiden etwas umfänglich war, vielleicht nicht so in der Gänze dann abgearbeitet wurde.
Wir haben ja zwei unterschiedliche Dinge. Wir reden einmal über ein Jahresticket, das richtet sich in erster Linie an die Einwohner der Stadt, weniger an die Touristen. Und zwar ein Jahresticket einmal für die allgemeinen Freizeiteinrichtungen, Gruson, Elbauenpark, Zoo und eins für andere Museen. Übrigens ein Angebot, das es in fast jeder größeren Stadt in Deutschland gibt. Und für Schwimmhallen gibt es das übrigens in Magdeburg auch.
Und deswegen haben wir gesagt, einmal Jahresticket und dann einmal ein Kombiticket, bei dem es eben nicht darum geht, wenn du im Museum warst, kriegst du im nächsten Museum zwei Euro Rabatt, sondern dass man sagt, ich kaufe ein Ticket und habe dann innerhalb von drei Tagen als Tourist die Möglichkeit, wahlweise die oder jene oder alle Einrichtungen zu besuchen. Und bei einem Jahresticket ist natürlich ganz klar, ich kann beliebig oft in einem Jahr die Einrichtungen besuchen, was übrigens dann auch schön ist, wenn ich wiederum Besuch und Touristen da habe, dann kann ich die mitnehmen und ich zahle schon mal wieder keinen Eintritt. Das finde ich auch eine schöne Sache. Und ich zahle es nur einmal und dann ist eventuell dieses Ticket etwas teurer.
Jetzt kommt die Stellungnahme der Stadt und da haben wir uns dann im Kulturausschuss gedacht, da können wir helfen. Eben Gruson Zoo und Elbauenpark sagen, ist eigentlich eine gute Idee. Und die MVGM sagt, wir würden sogar die Federführung übernehmen, wir haben nämlich ein Kassensystem, mit dem das funktionieren würde. Sag ich mir dann, prima, dann steht dem doch nichts im Wege. Bei den Museen schreibt die Stadt, ist eigentlich eine gute Idee, könnten wir machen, aber wir sehen die Nachfrage nicht. Das hat Julian Schaf schon gesagt, wo kein Angebot ist, ist in der Regel auch keine Nachfrage. Ich muss ja etwas anbieten, sonst kann ich es nicht nachfragen. Das macht es sonst ein bisschen schwierig. Also von der Sache her wurde von allen eigentlich gesagt, ist eine gute Idee.
Und jetzt kommt die Tücke, das Kassensystem. Das scheint wirklich, ehrlich, wirklich, das scheint der Endgegner der Stadt zu sein. Es ist unglaublich, das Kassensystem. Es ist nicht kompatibel, es kann nichts, es ist von gestern, es kann auch kein Online, ich habe übrigens mit Schrecken an der Stellungnahme festgestellt, dass wir noch nicht mal Online-Tickets buchen können für die Museen, also stand da zumindest drin. Gut, und dann haben wir gesagt, wir haben Erbarmen mit der Stadt, die kommen mit ihrem Kassensystem nicht durch, also sind wir nett, dann wird es halt nur Online angeboten, weil ich irgendwie der Meinung bin, eine App zu konstruieren, das wird die Stadt doch wohl hinkriegen, um ein Online-Ticket anzubieten für ein Jahresticket und deswegen bitten wir um die Annahme des Antrags in der geänderten Form des Kulturausschusses.
Ich persönlich stimme dem Anliegen sehr, sehr zu. Auch in ungeänderter Fassung fand ich den Antrag schon gut. Die Stellungnahme der Verwaltung macht wieder einen kleinen Fehler, indem sie Gründe vorbringt und kleine Wege aufzeigt. Es gibt ganz, ganz viele Städte, die das schon machen. Es gibt sogar auch Länder, Niederlande und Belgien, wo es ein Ticket gibt, wo man ein ganzes Jahr lang in ganz, ganz viele Museen kann. Und da ist auch sicherlich ganz kompliziert das Kassensystem, aber es funktioniert. Man kriegt das hin.
Und ich möchte jetzt hier nicht alles wiederholen, was schon gesagt wurde, aber ein Gedanke, der wurde noch nicht erwähnt. Wenn die Leute einmal so ein Ticket kaufen, dann ist das Geld einmal weg und dann geht man in ein Museum und sagt sich, ich komme da jetzt ganz kostenlos rein. Es ist nicht umsonst, aber kostenlos. Und wenn man dann dieses Geld sieht, was man da spart, dann gibt man das vielleicht in einem Museumsshop aus oder in einem Geschäft daneben. Oder man geht auch an Orte, an die man sonst nie gegangen wäre, weil es einfach im Ticket drin ist, sieht sich das an, das spricht sich rum. Das ist ein Mehrwert, den man so gar nicht bemessen kann und das wird hier oft auch vergessen.
Deswegen gerne auch den Änderungsantrag zustimmen, auch wenn ich den Ursprungsantrag schon auch sehr gut fand.
Ja, sehr interessant, was ihr da so plant und gleichzeitig für mich die Frage, habt ihr eigentlich mal mit der MMKT oder mit anderen gesprochen, bevor irgendwelche Anträge gestellt werden?
Also zum einen ist die Touristik-Karte natürlich auch online zu bekommen und die Touristik-Karte ist erfolgreich in Magdeburg. Gleichzeitig haben Sie mit der Touristik-Karte freie Fahrt in allen Öffis. Freie Überfahrt nach Westerhüsen. Also die Touristik-Karte ist ein sehr erfolgreiches Produkt, was wir in Magdeburg anbieten.
Etwas Neues jetzt zu erfinden, ohne es vielleicht mal zu überlegen, wie könnte man es einbinden, wie könnte man es vielleicht etwas modernisieren, halte ich für, sagen wir mal, ein bisschen komisch, weil ich wirklich das Gefühl habe, ihr habt euch damit nicht beschäftigt. Danke.
Sie haben hier so richtig aus der Seele gesprochen, das ist Tatsache so, man muss sich auch mal damit beschäftigen. Wir mussten uns das ja oft genug hier anhören, wenn wir sowas gemacht haben, und das ist so.
Und Fakt ist doch eins: Wir alle haben zu Beginn der Sitzung beschlossen, die Kassensysteme, die wir uns anschaffen wollten, im Haushalt einzusparen. Und das ist leider so, genau 50.000, Herr Guderjahn, sag das doch mal, und daran hapert's doch, wenn wir diese Ticket einführen wollen.
Gehen Sie doch, nein, gehen Sie in den Zoo, gehen Sie woanders hin, die wollten alle nachrüsten, so ein System, wie es im Elbauenpark geht, das geht gar nicht. Weil alle heute gesagt haben, einsparen. So ist es.
Also auch diesen Antrag kann man jetzt nur ablehnen, oder ihr zieht ihn zurück, bringt ihn im Oktober wieder, vielleicht haben wir dann das Geld. Vielen Dank.
Man kann immer sagen, dass das Glas Wasser halb leer oder halb voll ist. Wir haben heute schon diskutiert, wie wir Kosten einsparen können. Wir haben aber auch diskutiert, Herr Kroll hat es gesagt, wie wir mehr Einnahmen generieren.
Darauf zielt natürlich der Antrag ab, dass wir mehr Einnahmen generieren, aber auch mehr Verluste haben. Es geht um das freie Parken am Wochenende. Wir haben ja im letzten Jahr schon diesen Antrag eingereicht. Erst hat sich die Verwaltung ein bisschen gesträubt, dann wurde doch zu Weihnachten, ich glaube an zwei Sonnabenden, freies Parken hier erlaubt.
Mein oder unser Änderungsantrag bezieht sich jetzt darauf, dass die Verwaltung für 2026 prüfen soll, an einem Sonnabend im Monat freies Parken hier in der Innenstadt zu gestatten, damit die Händler auch ihre Umsätze generieren. Zumal die Großbaustelle Alter Markt, Breiter Weg und auch noch die Brücken uns dieses Jahr noch beschäftigen. Deshalb ist es wichtig, auch für die Anwohner, die Gäste, eine Möglichkeit zu schaffen, hier frei zu parken.
In der Begründung, Herr Rehbaum, stand die Pay-by-Phone-App wird auf Null geschaltet, brauchen wir gar nicht. Wenn in der Zeitung steht, von 9 bis 13 Uhr ist in der Zone 1 freies Parken, wird also nicht kontrolliert, weiß jeder Bescheid und dann ist das alles okay. Danke.
Ja, wir dachten, Ladies first, wir sind ja alles Gentlemen. Meine Damen und Herren, Oliver Müller, Fraktion Die Linke, den befreundeten Kollegen der CDU-Fraktion möchte ich zurufen: Wir nehmen Ihre Hinweise oft ernst, das wissen Sie längst. Und deshalb haben auch wir uns Gedanken gemacht, wie wir Ihrem Anliegen Rechnung tragen können.
Da kam uns die Praxis entgegen, die zur Weihnachtszeit schon läuft. Zumindest die Kollegen und Kollegen aus den Fraktionsgeschäftsstellen mieten hier oft einen Parkplatz auf dem sogenannten Behördenparkplatz an, also hier vis-à-vis zwischen der Hauptwache und der Bremer Straße. Die wissen, dass pünktlich vor dem ersten Adventswochenende sie eine E-Mail aus dem Bereich des Eigenbetriebs KGM erreicht, wo ihnen mitgeteilt wird, dass ab sofort jeden Freitag bis Sonntag der Parkplatz für alle, die ihn nutzen wollen, für alle Menschen geöffnet ist und zwar kostenfrei. Das ist schon so zwischen dem ersten Advent und dem Jahresende.
Diese Praxis wollten wir jetzt zum Anlass nehmen. Was müssen wir nach vielen neuen Sachen suchen? Ich weiß, das ist jetzt nicht direkt vom Allianz Center, aber es ist schon noch Innenstadt. Und die Fläche ist ja nun schon mal versiegelt, die Parkplätze sind schon da. Warum soll man sie nicht am Wochenende dann einer Nutzung zuführen? Zumindest das kann man ja erst mal prüfen. Das ist ja ein Prüfantrag, so wie eurer ja auch. Also vielleicht kommt ja auch raus, nee, das will ja keiner machen oder so. Kann ja sein.
Aber in der Regel ist es so, dass an den Wochenenden dieser Parkplatz ungenutzt ist. Und der ist ja direkt am alten Markt. Also insofern, das ist unser Beitrag für eine urbane Innenstadt. Ich hoffe, du bist damit zufrieden.
Gestatten Sie mir zumindest den Hinweis, dass diese Parkplätze von den Mitarbeitenden bezahlt werden im Monat und dass man dann wohl erst mal prüfen müsste, es ist ja ein Prüfauftrag, ob die Bereitschaft besteht, weil das wird zur Weihnachtszeit abgefragt, inwieweit wir bereit sind, die Parkplätze zur Verfügung zu stellen.
Doch, wir bezahlen jeden Monat für diesen Parkplatz, Herr Müller, jeden Monat. Na ja, und dann ist doch die Frage, ob wir diesen Parkplatz freigeben für die Öffentlichkeit.
Ein Thema, was hier eigentlich irgendwie prädestiniert dafür zu sein scheint, Autofahrer, sage ich jetzt mal, zu begünstigen oder denen was Gutes zu tun. Und eigentlich müsste man ja jetzt davon ausgehen, dass wir dem Jubelschreien zustimmen. Allerdings ist tatsächlich dem nicht ganz so und für uns ist das auch ein bisschen ein lustiger Antrag von der CDU-Stadtratsfraktion, weil es natürlich schon so ein bisschen so ist, dass hier derjenige, der ein, sage ich jetzt mal, ein kleines Problemchen geschaffen hat, ja so tut, als würde er das zumindest partiell versuchen zu lösen.
Denn wir können uns ja sicherlich alle daran erinnern, dass Ihre Fraktion daran beteiligt war, die Parkgebührensatzung hier anzupassen im Rahmen der damaligen Haushaltsdiskussion. Ich kann mich noch daran erinnern, wie Kollege Rohne hier ein bisschen verdruckst versucht hat zu erklären, warum man ja eigentlich irgendwie dagegen sei, aber warum wir jetzt das doch machen müssen im Sinne der Gesamtverantwortung für die Stadt und so weiter. Dass man das alles anders hätte haben können, das haben wir damals versucht darzustellen, das habe ich auch heute wieder versucht darzustellen im Rahmen der Haushaltsdiskussion, wollte man nicht. Nicht die Einnahmeseite der Stadt ist das Problem, sondern die Ausgabeseite, aber das ist nochmal eine andere Diskussion.
Kurz zum eigentlichen Thema. Wir glauben nicht, dass das dem Einzelhandel in der Innenstadt dauerhaft helfen wird, Ausnahmeregelungen wie zur Weihnachtszeit, wo der Weihnachtsmarkt ist, vielleicht macht das noch irgendwo Sinn, aber die Gebühren werden ja deswegen erhoben, damit nicht dauerhaft dort Leute stehen bleiben. Und damit will man ja versuchen eine Rotation hinzukriegen, damit möglichst viele Leute in die Stadt kommen und nicht jemand dauerhaft dort den ganzen Tag steht. Natürlich wird er jetzt gar nicht den ganzen Tag stehen, aber vielleicht doch länger, als man es getan hätte, wenn man hätte bezahlen müssen.
So, wenn man jetzt also den Parkplatz dort den ganzen Tag kostenfrei nutzen kann, würde das dem Gedanken oder dem System, möglichst viele Leute innerhalb eines bestimmten Zeitraums in die Stadt zu kriegen, zuwiderlaufen. Daher sind wir nicht überzeugt, dass diese Idee den Innenstadt Handel stärkt und würden ihn ablehnen.
Zum Änderungsantrag der Linken, der wäre dann gut, wenn es tatsächlich nicht so wäre, wie die Oberbürgermeisterin sagt, denn wenn die Leute dort bezahlen, und zwar dauerhaft bezahlen, quasi für 365 Tage im Jahr, dann gestaltet sich das sicherlich tatsächlich sehr schwierig, hier einfach zu sagen, naja, aber an dem Tag in der Woche nicht. Ob das so einfach geht, glaube ich nicht und daher werden wir das auch alles ablehnen. Vielen Dank.
Unabhängig von unserem Änderungsantrag, der noch mal zu betonen ein Prüfantrag ist, der guckt, ob Sachen funktionieren oder eben nicht, möchte ich trotzdem nochmal hier den Standpunkt oder die Meinung der Fraktion ein bisschen zusammenfassen. Grundsätzlich glauben wir nicht, dass kostenfreie Parkplätze plötzlich den Handel oder die Wirtschaft der Innenstadt stärken. Im Gegenteil, wir glauben, dass vor allem besserer Nahverkehr, günstigerer Nahverkehr das tun könnte.
Wir müssen auch über Fahrradwege in die Stadt reinsprechen. Das sind alles Themen, die da vielleicht helfen könnten. Aber jetzt so zu tun, als würde es eine direkte Verknüpfung von wir können gratis parken zu es wird einen Wirtschaftsboom geben im Innenstadt-Handel, das ist einfach Quatsch. Das wird nicht passieren. Deswegen sind wir da grundsätzlich kritisch und sind auch grundsätzlich kritisch, irgendwie parken jetzt überall kostenlos zu machen.
Wir sehen das in diesem kleinen Bereich, den wir als Änderungsantrag gestellt haben, weil diese Flächen am Wochenende meist gar nicht genutzt werden. Denn ja, natürlich bezahlen das Behördenmitarbeiterinnen. Natürlich sollen die beteiligt werden bei unserem Prüfantrag, gar keine Frage. Aber die arbeiten nun mal Montag bis Freitag. Also am Samstag, Sonntag ist man dann nicht hier. Auch wenn für die anderen Tage bezahlt wird. Aber wenn es da eine Ausnahmeregelung während der Weihnachtszeit gibt, gibt es da vielleicht auch eine andere Lösung und eine andere Möglichkeit. Das nennt sich Prüfauftrag. Das kann gerne geprüft werden.
Grundsätzlich aber kostenfreies Parken wird nicht in der ganzen Innenstadt dazu führen, dass wir da jetzt plötzlich eine neue Wirtschaftszone erleben. Dankeschön.
Ja, wo fange ich an in der Historie? Ne, so lange fange ich nicht an. Also, wir sind ja als Landeshauptstadt gebunden mit unseren Parkgebühren im Maximum durch den Landtag. Da gab es eine Verhandlung, ist nicht allzu lange her und ich weiß noch, unser Alt-Oberbürgermeister Trümper war ein Verfechter davon, das tatsächlich zu öffnen in den Kommunen, sollen das selber entscheiden. Nun ist es aber nur gelungen, dem Landtag sozusagen die Gebühr, die mögliche von 50 Cent auf 1 Euro zu erheben.
Wir haben hier, das ist jetzt beschlossen so, pro 30 Minuten, und wir hier haben den Kompromiss gefunden, das war eine Riesenebatte, Teile davon wurden gerade schon wiederholt, aber es war eine Riesenebatte und man hat sich jetzt darauf geeinigt, 80 Cent ist jetzt für uns in der Landeshauptstadt das Maximum. Und wir sind eine, ja genau, darauf haben wir uns geeinigt. So, das wollte ich erstmal heranführen.
Dann möchte ich erwähnen, dass es sich bei dem Antrag der CDU um einen Prüfantrag handelt. Der wurde gestellt, ist schon länger her, dann wurde aber im voreilenden Gehorsam ein Teil des Prüfantrags einfach umgesetzt zur Weihnachtszeit. Und das in einer Zeit, in der wir uns immer wieder an jeder Stelle, alleine heute schon wieder, mehrfach anhören müssen, wir haben kein Geld in dieser Stadt, wir haben, ob es ein Einnahme-Ausgaben-Problem ist, wir haben ein Problem mit Geld, wir haben nicht genug Geld da. Wie kann man dann darauf verzichten, diese Einnahmenseite zu nutzen?
Wie kann man darauf verzichten, wenn man doch gleichzeitig, ich will doch mal betonen, als wir uns für die 80 Cent beschlossen haben, das ist nur nicht am nächsten Tag umgesetzt worden. Nein, nein, wir mussten erst viel Geld und viel Zeit nutzen, um diese Parkautomaten umzuprogrammieren, damit wir das umsetzen können. Weil wir müssen nicht für Parkgebühren, müssen wir nicht nur Parkautomaten vorhalten, wir müssen die Parkplätze manchmal schaffen, manchmal müssen wir sie umgestalten, wir müssen sie pflegen, wir müssen sie reinigen, wir müssen Winterdienst darauf machen, wir müssen, wenn da ein Stein rausgefahren wird, die Steine da wieder reinmachen. Einen öffentlichen Parkplatz bereitzustellen, kostet Geld. Und das Geld muss auch erstmal reinkommen.
Da passt es nicht rein, dass wir das kostenbrei stellen, um dann irgendwie die Innenstadt zu unterstützen, wo wir doch gleichzeitig das Alleecenter haben, wo wir unendlich günstig parken können, wo wir Citycarré haben, wo man am Samstag vier Stunden kostenfrei parken kann. Also bitte, liebe Leute, ihr redet auf der einen Seite immer davon, wir müssen sparen, sparen, da geht's nicht, da gehen die 1000 Euro für Geschirr nicht, da gehen die 1000 Euro für einen Verein nicht, der uns zusammenschweißen würde, aber dafür, für diese Einnahmen sind wir nicht zu haben, das passt oben und unten nicht.
Und dann zu reden, die Apps, die müssen wir gar nicht umschalten auf 0 Euro, das kriegen die Leute, wenn sie die Volksstimme lesen, schon mit. Also haben Sie sich mal angeguckt, wie viele Leute die Volksstimme lesen? Also es ist einfach... Tut mir jetzt leid, aber es ist halt wirklich so. Also Fairheit und Transparenz heißt auch für alle die gleichen Preise und nicht nur der, wer Glück hat und irgendwas mitbekommt, kriegt es dann mit.
Also ich finde es einfach unmöglich, dass wir bei dem Thema jetzt schon wieder, erstens in voreilendem Gehorsam agieren und zweitens jetzt wieder alles, worüber wir uns den Mund fusselig halten, um jede Kita-Einrichtung, um jeden Kaltlufthalle, um jedes ist kein Geld da, aber fürs Parken, das können wir den Leuten einfach so schenken, in der Landeshauptstadt, in einem Ohrwarenzentrum, das versteht auch niemand, der mal in Paris oder auch in einer anderen deutschen Stadt war, was man da an Parkgebühren bezahlt. Ich wollte es Ihnen einfach nur mal sagen, das können Sie alle lustig finden, aber es ist einfach nur rückschrittig. Es tut mir leid, wir werden das natürlich ablehnen. Auch den Änderungsantrag der Linken.
Ja, erst mal will ich ein bisschen Manöverkritik bringen, weil der Antrag war ja, meine ich, Anlass dazu, dass wir beim Weihnachtsmarkt dann diese beiden Sonntage hatten. Das ist doch wirklich nicht sinnvoll gewesen, an den einkaufsstärksten Tagen und an den Tagen, wo die meiste Nutzung von Parkplätzen ist, da nun gerade die Gebühren zu kappen. Also wenn Taylor Swift ein ausverkauftes Konzert hat, dann sagt das Management auch nicht, lass uns die Preise halbieren, kommen mehr Leute. Das hat keinen Sinn. Das habe ich nicht verstanden, wieso um alles in der Welt wir das gemacht haben, selbst wenn man das Konzept an sich sinnvoll finden will.
Das sollte man dringend überdenken, das hätte ich jetzt verstanden, am Dienstagabend oder Montagabend so eine Nummer zu machen, um dann auch die Leute da hinzuziehen, um da die Auslastung zu verteilen. Nicht am stärksten Tag, wo ich ohnehin dann keine Parkplätze vorfinde. Dann verstehe ich nicht, wieso um alles in der Welt werden Leute, die mit dem ÖPNV fahren, überhaupt nicht wahrgenommen, also weder in dem Antrag noch in der Maßnahme. Die kommen ja her, die haben auch Geld dabei, die dürfen Alkohol trinken auf dem Weihnachtsmarkt, das dürfen die aber nicht so ohne weiteres. Mit der S-Bahn bin ich von 15 Minuten aus Schönebeck in der Magdeburger Innenstadt. Das kriegst du mit dem Auto nicht hin.
Und statt dass man Maßnahmen sich auch in dieser Richtung überlegt und sagt, okay, was kann ich denn machen, also Straßenbahn kann ich in die bestimmte Linie günstig machen in der bestimmten Situation oder die S-Bahn, kommt keiner drauf, kostet im Ergebnis dasselbe. Wenn man das macht, hat man noch mehr Parkplätze zur Verfügung, weil natürlich möglicherweise Umsteigegeschichten sind. Und auf Dauer möchte ich natürlich eigentlich erreichen, dass möglichst viele Leute ÖPNV nutzen. Insofern, darauf sollte man den Blick richten.
Das jetzt hier hat überhaupt ganz wenig Sinn nur, wenn ich weiß, dass eben der Börderpark ohnehin kostenfrei immer, er müsste ja umgerannt werden, hat eher andere Probleme, scheint nicht so ausschließlich am Parken zu liegen. Allee-Center ist ja günstig, da mache ich dann an diesem Wochenende, an dem Wochenende dem Allee-Center eine ordentlich Konkurrenz und ziehe dann ein paar Leute auf die städtischen Parkplätze. Aber das bringt doch nicht den Schub irgendwie im Einzelhandel. Der Antrag hat keinen Sinn.
Ja, das Weihnachtsmarktthema, das zieht sich ja heute wie so eine rote Schleife hier durch den, obwohl wir ja gerade so in den März reingehen, aber es ist schon cool. Ja, normalerweise, und das wollte ich nämlich auch sagen, lieber Olaf, müsste die Werbung heißen, trinken Glühwein und fahren mit der Straßenbahn. Ja, weil das wäre noch das Richtige und ich kann mich sogar noch daran erinnern, ich bin noch eine Generation, der ein oder andere Stadtrat ist schon ein bisschen jünger als ich, ja, da gab es sogar noch den Donnerstag, der bis 21 Uhr mal offen hatte. Ja, da sind die Menschen hier in die Innenstadt auch gefahren, weil da gab es noch nicht so viel andere große Einkaufsmöglichkeiten und genau das ist ja das, was Olaf ja auch meinte, so von wegen, warum nutzt man nicht den ÖPNV mal?
Ja, und genau dieser Samstag, weil du hast leider schon alles gesagt, aber ich höre gleich auf, ja, diesen Samstag, wo alle herfahren, ob der Börde-Speckgürtel hier einmarschiert und in den Tunnel ins Allee-Center oder ins City-Carré reinbrettert, ja, den interessiert das sowieso nicht, ob da draußen der Parkplatz einmal Johanneskirche umsonst ist, die fahren mal rein, kaufen ein und fahren wieder raus, also lassen Sie uns lieber was anderes entwickeln und zweitens wollte ich bloß nochmal zu bedenken geben, es ist ja auch ein Prüfauftrag, ja, dass wir den jetzt hier so lange diskutieren müssen, ja.
Das war ja lange Donnerstag, Marcel, den du meintest, den kennen wir natürlich noch, den haben wir ja heute auch, den haben wir ja immer, wenn wir Stadtratssitzung haben, bis 21 Uhr, wenn wir Glück haben. Aber zurück zum Antrag, genau, vielen Dank, Frau Gleitsmann, ich habe extra nochmal diese Mail herausgesucht, die die Kolleginnen und Kollegen in den Fraktionsgeschäftsstellen in diesem Hause kennen werden, die auch Stellplatzmieterinnen sind von dem besagten Platz.
Da wird leider nichts, liebe Frau Borris, abgefragt, ich habe ja den Parkplatz jetzt fast schon seit 20 Jahren, es wird einfach festgelegt, so kenne ich das auch nicht anders von der Verwaltung manchmal, da schreibt dann Herr Reum als Eigenbetriebsleiter, der zuständig ist für die Fläche, wünscht Boris fest und ab sofort sind an den sechs Wochenenden die Plätze eben für alle offen. Ihr habt doch gar kein Problem damit, verstehe ja, was Sie sagen wollten, das wären jetzt natürlich mehr Wochenenden, da kann man ruhig mal die Kolleginnen und Kollegen fragen, da bin ich dabei, aber ich hatte so verstanden nach dem Motto, als ob das immer schon geschehen wäre und da muss ich sagen, nee, vielleicht sind die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung gefragt worden, wir sind ja hier nur Mitarbeiterinnen zweiter Klasse bei den Fraktionen, wir sind ja nur dem Sinne nach, TVED kann ja sein, aber da können Sie nachlesen, so läuft das jetzt schon hier unten im letzten Absatz, ist doch einfach festgelegt, die Schranke ist dann oben, es ist kostenlos.
Ja, liebe Freundinnen und Freunde von den Grünen, liebe Madeleine, wir möchten nicht missverstanden werden, dass wir hier nun noch mehr Autos in die Innenstadt hineinziehen wollen, das war nicht Ansatz dieses Antrages, aber ich gehöre einer Generation an, die auch noch lernen musste, muss man was machen, was keinen Spaß macht, was man nicht unbedingt will, sondern muss einfach auch mal die Augen vor der Realität nicht verschließen und noch gibt es Menschen, die mit Autos in die Innenstadt fahren, es soll auch schon Elektroautos geben, habe ich gehört und Hybride, die wir ja auch uns wünschen, auch die müssen irgendwo parken können, also dass das kategorisch so ausgeschlossen wird, das finde ich, da habt ihr bestimmt noch nicht zu Ende gedacht, da müsst ihr nochmal in medias res gehen und es gibt auch ältere Menschen, die manchmal nicht mehr so mobil sind, also es kann auch nicht jeder mit den immer so verlässlichen Öffis in die Stadt fahren, also da haben wir alle noch gemeinsam viel zu tun.
Deshalb haben wir gedacht, dieser Platz, der nun schon mal versiegelt ist, der Boden ist schon versiegelt, dass wir den dann auch effizient nutzen wollen, das war der Gedanke, der uns leiten ließ und wir dachten, mit solchem Zugeständnis als Linkspartei auch mal einen Beitrag, ja, bestenfalls für eine urbane Innenstadt eben leisten zu können. Ja, damit habe ich alles gesagt, was ich Ihnen noch zurufen wollte und wünsche uns nun allen einen weisen Ratschluss.
Ganz richtig, das ist ursprünglich ein Prüfantrag gewesen und wir haben uns natürlich die Stellungnahme der Verwaltung auch zu Herzen genommen. Erstmal einmal nochmal vielen Dank dafür, dass das in den ersten Samstagen des letzten Weihnachtsmarktes tatsächlich schon umgesetzt wurde. Ich glaube, das war tatsächlich nicht das Schlechteste.
Vielleicht ganz kurz zum ÖPNV. Ab übernächster Woche bis fast Ende des Jahres wünsche ich viel Spaß beim Straßenbahnfahren vom Magdeburger Norden in die Innenstadt. Die Umleitungsverkehre sind massiv. Das wissen, glaube ich, auch die meisten hier tatsächlich und nicht sehr attraktiv. Das und viele andere Sachen. Ich erinnere an die Ringbrücken, ich erinnere an Großbaustellen, die wir im Stadtbereich haben, hat uns dazu bewogen, an dem Antrag festzuhalten, da einen Änderungsantrag draufzusetzen unter 6.3.2 und der beinhaltet im Grunde die Forderung der Stellungnahme.
Dass es nicht irgendein beliebiger Wochentag, jede Woche oder jeden Monat an allen Wochen ist, der dafür genutzt wird, sondern dass wir uns im Endeffekt auf die Erfahrungen des Weihnachtsmarktes der vergangenen Wochen draufsetzen und sagen, ein Samstag im Monat, möglichst der erste, dass damit dann auch geworben werden kann, dass der Samstag in der blauen Zone ist, der kostenfrei ist. Da kann gerne so verfahren werden, wie das jetzt auch bei dem Weihnachtsmarkt schon der Fall war, dass die Parktickets im Endeffekt auf Null gesetzt werden, dass es dazu Annoncen in der Zeitung gibt und welche Werbemaßnahmen, dass das kostenfrei ist.
Wer dann am Parkschein trotzdem noch was zieht, die Umstellung wollen wir nicht, das ist zu aufwendig, das ist auch klar. Der hätte vielleicht lieber lesen sollen, vielleicht gibt es dann einfach in dem Zeitpunkt auch keine Kontrollen, das entlastet vielleicht die Mitarbeiter an einem Samstag dann auch nochmal zusätzlich. Aber das war im Endeffekt das, was wir aus dieser Stellungnahme unseres Prüfantrags herausgezogen haben. Wir haben den Antrag dementsprechend angepasst.
Es ist ein Samstag, es ist ein Baustein von vielen, um unseren Innenstadt handelnd mit den ganzen Baustellen, mit der riesigen ÖPNV-Baumaßnahme bis November diesen Jahres etwas zumindest zu unterstützen. Den Leuten vielleicht ein bisschen den Gedanken zu nehmen, jetzt brauche ich schon fünf oder zehn Minuten länger in der Innenstadt. Gut, wenn ich wenigstens vielleicht nichts fürs Parken ausgeben muss, da relativ viele Parkplätze zur Verfügung stehen und ich da kostenfrei parken kann, dann fahre ich vielleicht doch oder bewege mich dann vielleicht doch in der Innenstadt, als statt zu Hause zu bleiben.
Für uns ist das ein Baustein von vielen, ein kleiner Baustein, aber vielleicht etwas mit anderen Maßnahmen, der insgesamt für unseren Innenstadt handelnd zur Stärkung beiträgt und ich bitte um Zustimmung.
Ich schwelge immer noch so ein bisschen in der Einbringung der Kollegen Bettecken vorhin und habe überlegt, wie ich das Wort Endgegner in meinem Redebeitrag unterkriege. Das wird mir jetzt nicht gelingen, aber ich melde mich nachher nochmal. Vielleicht klappt das dann besser. Ich habe mich wegen was anderem gemeldet.
Frau Linka hat gesagt, wir haben im Landtag beschlossen, das mit den Parkgebühren. Das stimmt nicht. Das Land hat das zwar beschlossen, aber das ist eine Verordnung der Landesregierung. Und ja, der Oberbürgermeister, der Alt-OB, hatte recht. Man hätte das einfach freigeben müssen, weil die Kommunen, also wir hier, sind schon schlau genug, das ordentlich zu handeln. Wir haben die Grenze, die das Land jetzt gesetzt hat, schon jetzt nicht ausgeschöpft bei der Erhöhung und das hätten wir auch nicht anders entschieden bei einer Freigabe. Aber da ist die Landesregierung dran schuld und nicht der Landtag. Das will ich der Vollständigkeit halber nur dazu sagen.
Zum Antrag. Das ist so ein bisschen, wasch mit dem Pelz, aber mach mich nicht nass. Wir haben hier, die die zugestimmt haben, total ungern gesagt, wir erhöhen für die Haushaltskonsolidierung die Parkgebühren. Warum? Weil es leider Gottes nötig ist und weil dieses Kleinvieh auch Mist macht. Dass jetzt die Anträge kommen, naja, das haben wir nicht sehr ernst gemeint, jetzt machen wir es doch wieder kostenfrei. Das finde ich ein bisschen schade. Hier ist schon ganz oft auf die große Haushaltslücke hingewiesen worden. Wenn das kostenfreie Parken am Samstag jetzt dazu führt, dass wir jetzt für alle anderen Tage es doch erhöhen müssen, um auf dieselbe Summe zu kommen, wäre ich jetzt ein bisschen raus. Wir lehnen das ja ab. Vielen Dank.
Ja, wir haben es ja schon mehrmals heute gehört. Also wir haben es noch gar nicht so lange her, die Parkgebühren erhöht. Jetzt möchte man freies Parken. Und wir haben es ja gesehen, Herr Stadtrat Müller hat es ja an der Wand schmeißen lassen. Es ist ja zu Weihnachten schon an Samstag kostenfrei und jeder kann dort das Auto abstellen und braucht sogar nichts bezahlen. Also kann man diese Anträge nur ablehnen, muss das so sagen.
Wenn ich an heute denke, heute Stadtrat, ich sitze heute hier sieben Stunden bis 21 Uhr. Der Spaß hat mir jetzt 9,50 Euro gekostet. Ich bekomme 16 Euro für heute. Also dann weiß jeder Einzelne sieben Stunden, was ich heute bekomme dafür. Ja, wir machen das ehrenamtlich, das ist richtig.
Aber es gibt ja gewisse Personen, die sitzen in einem Aufsichtsgremium, zum Beispiel bei der MVGM und stellen ihre Autos dann da drüben ab, bei der Kirsche, legen einen Zettel rein, ich sitze im Aufsichtsrat und dafür brauche ich nichts bezahlen, ich parke umsonst. Wenn das hier rechtfertig ist, na dann bin ich schon mal gespannt.
In der Stellungnahme zu unserem Antrag wird ja auf die Information zu dieser Thematik verwiesen. Das finde ich auch ganz super. Dann kann ich nämlich aus der Information gleich noch mal kurz zitieren.
Also im Vorfeld wird sehr lang und breit dargestellt, warum man das Fahrradparkhaus nun weder an dieser Stelle noch an einer anderen Stelle trotz vorheriger Fördermittelzusagen und so weiter und so fort nicht errichten kann, um dann im Fazit zu enden. Das zeitliche Verschieben des Vorhabens Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof Magdeburg ist unumgänglich. Die aktuelle Zuwendung wird nicht in Anspruch genommen. Sämtliche Schritte der Vorbereitung und Planung werden unterbrochen und zurückgestellt. Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen kann das Vorhaben derzeit nicht zum Ergebnis geführt werden und so weiter.
Und für uns ist relativ klar, dass sich zumindest in diesem Zusammenhang die aktuellen Rahmenbedingungen nicht so schnell ändern werden. Und daher kann man das Ganze zu seiner logischen Schlussfolgerung bringen, nämlich dass wir das nicht nur verschieben auf einen wie auch immer gearteten Zeitpunkt in der Zukunft, sondern dass wir sagen, Leute, das war eine dumme Idee. Wir hören auf damit. Wir streichen das Ganze und genau das will unser Antrag auch mit Umzustimmung.
Ich habe mir sagen lassen, der Endgegner für Stöckelschuhe ist Kopfsteinpflaster, für dünne Fahrradreifen auch und rütteln tut es ohnehin. Deswegen hat dieser Stadtrat vor vielen Jahren mal beschlossen, in Stadtfeld Ost so diese Asphaltbänder aufschmelzen zu lassen, damit man da besser fahren kann. Das funktioniert, sieht aber potthässlich aus.
In anderen Städten ist schon versucht worden, das Pflaster einfach abzuschleifen, damit man es nicht hochnähen muss, kacken muss und wieder reinlegen muss. Und wir finden, das sollten wir hier auch mal probieren. Die Stadtverwaltung hat in ihrer Stellungnahme dazu zwar gar nichts aufgeschrieben, im Ausschuss aber gesagt, das können wir machen und deswegen sollten wir auch beschließen, dass sie das machen.
Das, was die Linke zusätzlich fordert, macht auf jeden Fall Sinn zu prüfen. Wir würden uns freuen, weil wenn es funktioniert, könnten wir ohne größeren Aufwand und ohne hässliche Asphaltbänder hier besser Fahrrad fahren und Stöckelschuhe schonen. Ich denke, das lohnt sich. Danke. Vielen Dank. Einbringungswunsch der Linken.
Lieber Falko Grube,
nicht nur der Endgegner für Stöckelschuhe, auch der Endgegner vor allen Dingen für Rollatoren, Kinderwagen, Rollstühle und andere Fortbewegungsmittel, wenn Menschen nicht so mobil sind. Deswegen wäre es uns wichtig, bei der Prüfung gleich mit zu schauen, inwiefern bei einem Abschleifverfahren die Oberfläche so gestaltet werden kann, dass sie so Rippeln erhält, damit man nicht wegrutscht, sondern das Ganze eben auch rutschfest und griffig ist.
Aber ich habe ja schon gehört, da gibt es Zustimmung, den Endgegner an der Stelle dann auch entsprechend kompatibel zu gestalten. Vielen Dank.
Ja, durch Kopfsteinpflaster werden auch neue Endgegner geschaffen, denn tatsächlich führt Kopfsteinpflasterstraßen auch häufig leider dazu, dass Fahrradfahrende zum Beispiel auf dem Gehweg fahren, was ziemlich blöd ist, weil es zu Konflikten führt. Und auch das ist ein Grund, warum wir über unsere Kopfsteinpflasterstraßen, so schön sie auch anzusehen sind, anders nachdenken müssen.
Deswegen finde ich den Vorschlag sehr gut, sie abzuschleifen oder abzufräsen, was auch immer. Das war am Anfang so ein bisschen auch in dem Ausschuss immer die Diskussion, was ist denn jetzt richtig gemeint. Da hatte ich immer kurz das Gefühl, die Verwaltung will uns extra falsch verstehen. Aber nee, das haben sie ja dann nochmal mit dem einen Anbieter besprochen, der so etwas anbieten möchte.
Ich möchte nur sagen, es ist auch nicht immer alles hässlich, was passiert ist. Ich finde, es ist ein richtiges Erfolgsprojekt in Stadtfeld Ost, was entstanden ist. Zum einen natürlich das im Glazee, dass es nicht so schön anzusehen, ja, aber das, was in Schellheimer Platz entstanden ist, das ist wirklich wunderschön. Und es führt wirklich dazu, dass viel mehr Menschen auf der Straße fahren, selbstbewusster fahren und nicht auf den Gehweg ausweichen. Also es ist wirklich ein Erfolgsprojekt und das sollten wir in dieser Stadt weiter fortsetzen, gerne mit einer kostengünstigeren Variante, mit diesem eben Schleifen oder Fräsen.
Ein anderes Erfolgsprojekt, und das hatten wir ja auch schon mal diskutiert gehabt, dass das natürlich da auch angewendet werden könnte, das sind diese ganzen Einfahrten, die wir vor allem in der Neuen Neustadt vorfinden, wo ehemals Kopfsteinpflaster ist, teilweise gibt es das auch noch, also auch da sind Orte, wo wir das viel mehr ausprobieren sollen. Also ich würde mich wirklich freuen, wenn wir das heute so beschließen, auch gerne mit dem Änderungsantrag und das wirklich Schule macht in unserer Stadt.
Also ich weiß nicht, irgendwie bin ich jetzt im falschen Film, glaube ich. Aber ist egal. Wir geben unwahrscheinlich viel Geld aus, für Kopfsteinpflaster zu pflastern in gewisse Stadtteile vor Jahren. Jetzt wollen wir das abschleifen.
Also sollte dieser Antrag hier durchkommen, dann bitte ich doch alle, die dafür gestimmt haben, mal dorthin hinzufahren, wenn wir das abschleifen und sich mal anhören, was der Bürger dazu sagt. Das können Sie doch gar keinem Bürger erklären, was wir da machen. Das muss man eindeutig sagen. Wenn ein Kopfsteinpflaster richtig gepflastert ist, richtig versiegelt ist, so wie zum Beispiel hier im Rathaus, wo es ja einen Antrag mal gab, endlich mal die Funk zu schließen, richtig zu machen, dann funktioniert das auch. Aber jetzt das zu machen, da fehlen mir eigentlich die Worte.
Und ich hätte gerne mal gewusst, hier stehen 300 Euro pro Quadratmeter an in der Stellungnahme. Ist denn das Geld überhaupt im Haushalt drin? Oder bezahlen wir das auch aus dem Amt 64 oder wie das vorhin war, also aus der Portokasse? Also wenn das geht, dann weiß ich, dass ich bei der nächsten Stadtratssitzung wieder Anträge schreibe, neue Anträge mit Geld schreibe, mit Geld anschreibe hier oder aufschreibe, was Geld kostet und richtig Geld kostet. Und dann erklärt mir das mal die Verwaltung bitte. Da geht es und da soll es nicht gehen.
Und einen Sichtschutz kriegen wir nicht hin. Ich habe inzwischen die Mail ja gelesen, da wo es um 20.000 Euro geht, da warten wir jetzt noch ab. Also das muss mir dann mal hier einer erklären.
Als im Bauausschuss wurde darüber auch etwas gestritten und ich habe jetzt den Antrag eigentlich so gelesen und so sind wir auch im Bauausschuss verblieben. Wir gucken erst mal, ob das überhaupt geht und dann gucken wir, was es kostet und eventuell entscheiden wir uns dann dafür, das tatsächlich umzusetzen.
Und ich muss mal ganz ehrlich sagen, ich komme aus der steilen Branche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktionieren soll. Da muss das Pflaster wahrscheinlich richtig in Beton liegen, da muss es richtig gebunden sein, aber die alten Straßen, die wir haben, die sind alle in Splitt verlegt. Wenn ich da versuche, mit einer Schleifmaschine drüber wegzugehen, dann reiße ich die ganzen Pflastersteine hoch.
Also ich bin da wirklich mal sehr, sehr misstrauisch, aber es gibt zum Beispiel ein System, wo im Prinzip mehrere solche Diamantblätter drüber weg sind, dann wird das gefräst, nicht geschliffen, wird das gefräst. Dann haben wir lauter Rillen nachher in den Pflaster drinnen. Kann man auch googeln, kann man sich auch angucken, aber auch das, so ein Sägeblatt geht da mit ungefähr 20.000 Umdrehungen in der Minute drüber, wenn da das Pflaster nicht richtig sitzt.
Aber wir können das gerne probieren, wir können uns das gerne angucken, aber ich bin skeptisch.
Also wir brauchen, glaube ich, für den Wahlkampf dieses Jahr gar keine Anträge mehr selber stellen, sondern ihr macht das einfach und wir kommentieren die bloß. Also alleine komfortables Fahren.
Falko Grube, ich finde das sehr gut, du hast ja jetzt auch diesen Endgegner genommen mit den Stöckelschuhen, also die Probleme haben wir in Westerhüsen-Salbke nicht. Wir haben eher ein anderes Problem, wir haben riesen Schlaglöcher und da würde ich euch gerne einladen. Jeder nimmt einfach mal, also wir hatten das schon mal so leicht interfraktionell mit Herrn Meister und auch mit Burkhard Moll so besprochen, vielleicht könnten wir so eine interfraktionelle Spendenaktion mal machen, so kleines Schlagloch im Westerhüsen 50 Euro, großes 100, weil wir haben ja kein Geld.
Und dann kommt ihr hier mit so einer Dinger um die Ecke vom Wegen ins Stadtfeld oder sonst wo, wo die Wege gerade heile sind und die Straßen so ein bisschen huckeln und ich bleibe dann mit meinem roten Manolo hängen und das schleifen wir dann mal ab und da unten im Westerhüsen-Salbke, von mir aus auch noch Färmersleben, da geht es ja noch einigermaßen. Aber Leute, ihr müsst den Menschen da draußen doch mal sagen, was hier nicht richtig ist.
Wir haben kein Geld, wir nehmen die Sanierung von Schulhöfen weg, weil wir da 200.000 Euro einsparen und ins Stadtfeld schleifen wir die Wege wieder ab. Also bitte. So sieht's aus.
Es geht um Sicherheit, bezahlbare Sicherheit am Uniplatz. Und zwar möchten wir mit unserem Antrag dort einen Sehbruch oder Fußgängerschutzweg oder Überweg anbringen lassen und zwar in dem Bereich von der Walter-Rathenau-Straße zum Uniplatz und aus dem Uniplatz in die Walter-Rathenau-Straße.
Wobei es ja hier nicht die Walter-Rathenau-Straße ist, weil die B1 geht unten drunter durch. Hier geht es nur um die Zubringer und Ausfahrten des Uniplatzes. Der Uniplatz selber ist ein sehr befahrenes Verkehrsgebilde, sag ich mal, weil wir in den Stoßzeiten dort riesen Verkehr haben und die in den Kreisverkehr reinfahren sowie rausfahren, gucken schon oder müssen ja auch die Vorfahrt der Fahrradfahrenden vorachten und sind dann schon leicht genervt, wenn danach noch ein paar Fußgänger dahinter sind und geben dann mal richtig Gas.
Man kann es ja so beobachten, es gibt immer ein bisschen Stress in diesen Stoßzeiten. Ein Zebrastreifen ist nicht teuer, kann man dort anbringen. Es wurde auch noch dagegen gesprochen, dass praktisch die Rampen so zu hoch sind. Die Rampen sind genau 85 Zentimeter hoch, ein Außenspiegel in einem Kleinwagen ist 90 Zentimeter hoch und wenn ich dann also da nicht rüber gucken könnte, dann darf ich ja kein Auto fahren, weil ich ja meinen Außenspiegel sehen muss. Ein Kinderwagen übrigens ist auch 85 Zentimeter hoch, also gibt es da keine Gefahr.
Wir würden den Antrag zu unterstützen, auch gerne mit dem Änderungsantrag.
Ja, mit diesem Verkehrsschwerpunkt, der ist es, das kann man sich in allen Karten, in allen Hochrechnungen immer wieder anschauen. Da passieren wirklich unheimlich viele Unfälle, gerade mit Personenschaden, auch mit Todesfällen oder mindestens einem Todesfall. Also es ist tatsächlich etwas, was man sich anschauen sollte. Wir haben das auch schon begleitet mit verschiedenen Anträgen. Ich glaube von unserer Fraktion, aber auch anderen Fraktionen hier im Rat und auch eigentlich mit dem Punkt, zum Beispiel Zebrastreifen haben wir uns da auch schon mit beschäftigt.
In unserem Änderungsantrag geht es nicht um Zebrastreifen und es geht auch nicht um eine Lichtsignalanlage, also Ampel dort vor Ort. Das will ich nochmal klarstellen, das wurde irgendwie falsch verstanden. Also ich kann das auch gerne Wort für Wort vorlesen, aber unser Änderungsantrag geht darum, dass wenn, ob bauliche Maßnahmen zur Entschleunigung des Verkehrs, das können ganz unterschiedliche bauliche Maßnahmen sein. Das können Gehwegvorschriften sein, das können auch, jetzt sage ich auch ein Buzzword, Berliner Kissen sein, das können andere Sachen sein, was auch immer, kann die Verwaltung kreativ sein.
Berliner Kissen und Erleichterung der Querung auf der B1 zu ein, dass die, dass die gepaart werden, weil wir bauen sowieso ja eine Lichtsignalanlage, das kann ich schon verraten, das haben wir hier schon beschlossen, lange ist es her und die Verwaltung plant schon lange eine Lichtsignalanlage in Höhe, ich sage mal Krögentour, Campusgelände, FHW. Da bauen wir in Zukunft, würden, werden wir das machen über die B1 eine Ampel, dass wenn das, sozusagen sollten wir hier bauliche Maßnahmen vornehmen und der Antrag beschlossen werden, dass die harmonisiert werden.
Das heißt, es wird versucht, das sozusagen in ein Projekt zu packen und damit Fördergelder zu machen, damit es dann möglichst kostengünstig ist. Das ist unsere Idee mit dem Änderungsantrag, dass das quasi in ein Paket geschnürt wird, damit es dann möglichst günstig wird und wir möglichst viel Fördergeld bekommen, weil es tatsächlich ja nicht allzu weit auseinander liegt. Das ist die Idee unseres Änderungsantrages. Ich hoffe, jetzt ist es ein bisschen verständlicher, was wir damit meinen.
Für den StBV, weil den Teil habe ich geleitet und dann auch noch in eigener Sache. Also wir haben über das Thema im Ausschuss relativ lange und auch sehr kontrovers diskutiert. Wir waren uns zunächst in der Zustandsbeschreibung einig, dass das ein Unfallschwerpunkt ist, wo man mal was machen müsste. So weit war die Einigkeit.
Und dann ist die Frage, und da sind wir in der Einschätzung sehr weit auseinander gewesen, würden das Fußgängerüberwege, Steberstreifen sicherer machen oder nicht. Und da ist der Ausschuss mehrheitlich zu der Auffassung gekommen, nein. Begründen werde ich das als SPD-Mensch, wenn das für Sie in Ordnung ist, weil ich habe auch dagegen gestimmt.
Das ist ein Platz, also sicherer wäre es dann, wenn alle Fußgänger, und zwar nicht nur die, die fit sind und eh gucken, sondern auch die, die nicht mehr ganz so fit sind oder noch nicht ganz so fit sind, wenn die da auf die Straße treten können und sich darauf verlassen können, dass dann auch jemand anhält. Das würden sicherlich ein Großteil der Autofahrer und Autofahrer machen. Ob sie das zu ihrer Tages- und Nachtzeit machen können, weil das gut einsichtbar ist, da mache ich persönlich ein Fragezeichen dran.
Wenn man aus dem Westen kommt, die Rampe hochfährt, kommt man auf eine Verkehrssituation zu, die schon schlecht überschaubar ist, wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten. Das machen da nur ganz oft Leute nicht. Der Klassiker Radfahrer von der falschen Seite, Fußgänger, die nicht gucken, auf die Straße stellen. Da kommen nicht wenige auf eine relativ hohe Geschwindigkeit an, ob sie es sollten oder nicht, sie tun es und übrigens auch, wenn man aus dem Kreisel rauskommt.
Und deswegen ist meine Einschätzung, und dann kommt tatsächlich der Bord. Und ja, der ist so hoch wie ein Spiegel, aber kleine Leute, auch etwas größere Leute, auch ein Kinderwagen, der bei Winterwetter so in die Verhältnisse da langkommt, die sieht man relativ schlecht, die sieht man auch erst kurz vorher. Das ist so. Und dann die vermeintliche Sicherheit zu schaffen, da ist ein Fußgängerüberweg, du kannst da gefahrlos drauf tun, ich tue mich das schwer.
Meine Einschätzung ist, und da gibt es auch in meiner eigenen Partei durchaus kontroverse Ansichten, das ist an der Stelle so, aber meine Einschätzung ist, dass das für die, die es gefahrloser nutzen wollen, gefährlicher ist, und deswegen ist das aus meiner Sicht keine gute Lösung. Wenn ich mir was aussuchen dürfte, würde man tatsächlich da Berliner Kissen hinpacken, das ist hier in diesem Rat verpönt, das ist so, das wäre auch tatsächlich aus meiner Sicht ein Stück weit eine Lösung, das lernen Leute, da bremsen sie auch, dann können alle gut aufeinander aufpassen, sowohl die, die hochfahren, als auch die, die runterfahren. Wird hier keine Mehrheit geben, wir haben da deswegen auch keinen Änderungsantrag dazu gemacht, aber ein Fußgängerüberweg an der Stelle ist aus unserer Sicht leider nicht die Lösung.
Ja, ich kann meinem Vorredner tatsächlich nur recht geben. Es ist tatsächlich so, dass wenn die Leute dort angerast kommen, erstmal werden sie, die kennen die Situation nicht, sie ist auf einmal eine andere. Die Fußgänger wägen sich in einer Sicherheit, die die Autofahrer einfach nicht hergeben und gerade im Berufsverkehr, man will einfach schnell nach Hause. Es wird nicht funktionieren und ich glaube auch, es wird genau dann zu Verkehrsunfällen kommen.
Zweite Sache ist, dass angeregt wurde, dort eine Fußgängerampel zu errichten, obwohl sie gesagt haben, das ist ja gar nicht so, obwohl im Antrag eine Fußgängerlichtsignalanlage steht. Ich frage mich, was ist was? Doch, Sie müssen mich nicht schreiben.
Nächster Punkt, Sie würden tatsächlich das Ziel erfüllen. Sie würden tatsächlich den Verkehr entschleunigen, aber Sie werden den so entschleunigen, dass es da komplett zum Stillstand kommt. Da ist es jetzt schon schlimm, der Rushhour. Also ich würde wirklich dringend davon abraten, das so umzusetzen. Das macht einfach keinen Sinn, vorne und hinten nicht. Und wie gesagt, die Fußgänger, wir würden da das Leben von denen riskieren, wenn die sich in falscher Sicherheit wägen. Also ich würde Ihnen wirklich davon abraten, wenn Sie irgendwelche Unfälle vermeiden wollen, lassen Sie es so, wie es ist.
Weiter geht es mit der...
In der Sache jetzt überraschenderweise auch nichts wirklich Widersprüchliches. Ich würde Falko Grube an der Stelle beipflichten, dass wir uns sehr schwer getan haben im Ausschuss mit der Entscheidung, was wir dort machen, dass aber auch so wahnsinnig viel nicht zu machen ist, weil alle Varianten nicht wirklich mehrheitsfähig waren.
Anhand des Änderungsantrages von Frau Linke mal eine Lanze dafür, dass dort schon einiges auch baulich getan wurde. Vielleicht nicht aus dem Sicherheitsaspekt, vielleicht nicht auch sonderlich schön, aber so, dass im Prinzip de facto ja quasi so ein Vorsprung für Fußgänger geschaffen wurde, weil diese hohe Borde dafür sorgen, dass man eben noch, was weiß ich, Licht 2,15 Meter breit wirklich bloß noch zu überqueren hat, die Mittelinsel hat, wo der Tunnel dann reingeht, auf der anderen Seite wieder rauskommt.
Durch die ja doch relativ steilen Abbiegeverhältnisse und Vorfahrtverhältnisse, die man sowieso beachten muss, wenn man von der einen oder anderen Seite des Kreises kommt, ist die Sache sowieso relativ entschleunigt, was den fließenden Verkehr angeht. Also an der Stelle dem Antrag leider nicht zu folgen, ist dem Antrag nicht zu folgen und baulich auch nicht so wahnsinnig viel anderes möglich. Danke.
Ich möchte so die Gegenstimme in der Fraktion zu Falko gerne etwas abbilden. Aber gar nicht böse gemeint, man kann das natürlich so sehen, ist alles nachvollziehbar.
Trotzdem einmal mit der Mär aufräumen, dass Zebrastreifen jetzt ein falsch hohes Sicherheitsempfinden bei den Kreuzenden da irgendwie schafft. Das ist also aus allen Untersuchungen dazu irgendwie ableitbar, gibt es keine Daten zu. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, wenn da jemand was findet, aber ich habe dazu noch nie etwas gefunden.
Dementsprechend, das wurde auch schon von CDU-Seite das Häufigeren erwähnt, es geht um gegenseitige Rücksichtnahme, das schafft ein Zebrastreifen sehr wohl. Dementsprechend, ich finde den Antrag gut, ich werde auch zustimmen, aber trotzdem sei nochmal betont, beide Sachen sind hier nachvollziehbar, beide Argumentationslinien.
Deswegen finde ich es immer ein bisschen Quatsch, sich dann so die Argumente einfach rauszupicken, die gerade passen. Da muss man schon beide Seiten beleuchten.
Also Zebrastreifen sind kein Allheilmittel. Paragraph 1 wurde schon angeführt, Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Ich fahre auch da lang und ich muss Herrn Grube auch zustimmen, dass Zebrastreifen eine vorgegaukelte Sicherheit sind, so sage ich es jetzt mal.
Ich war letztens in Rom und da findet man überall Zebrastreifen. Und ich dachte in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass Zebrastreifen, ich da über die Straße gehen kann. Ja, ich weiß, man muss nach links und rechts gucken, ich weiß. Also das weiß ich schon. Das habe ich sogar unterrichtet. Also bitte, meine Herren.
Ja, aber nichtsdestotrotz wurde man da schnell gefahren und es ist eben wirklich eine vorgegaukelte Sicherheit. Und wenn sich alle an die Verkehrsregeln, die es ja nun mal gibt, und Paragraph 1 halten, dann muss man auch nicht zusätzlich noch dafür Geld ausgeben. Und wenn wir da die Ampel sowieso haben, ein paar Meter könnte man auch laufen und im Übrigen kann man wirklich, da gebe ich auch, ich weiß nicht, wer es gesagt hat, recht, man kann die Fußgänger...
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte gerne den Antrag Mobilität mobil machen sozusagen in Magdeburg einbringen. Und zwar geht es darum, dass wir bestimmte Bereiche, auch Stadtteile, anbinden wollen an die Mobilität, sei es Moped-Sharing oder Carsharing und vielleicht auch Uber oder E-Roller. Diese stationsgebundenen Bereiche könnte man, also wir würden es jetzt erst mal zustimmen, da gehen wir erst mal mit.
Da müsste man vielleicht nochmal im Einzelnen gucken, nicht, dass man es wie bei der ersten Aktion macht, als diese Roller kamen, dass man in Buckau oben an der Aral-Tankstelle auf einmal piep, piep, piep, die fahren aus dem Bereich raus und du kannst den Roller nicht bis nach Westerhüsen nutzen und da irgendwo hinstellen und abgeben. Das hat ja nicht funktioniert.
Und wir reden nicht nur über Westerhüsen, Salbke und Beindorf, sondern wir reden auch über Reform Ottersleben, weil ab einer bestimmten Uhrzeit ist es schwierig, ganz einfach schwierig, auch als jugendlicher Mensch, wenn man aus der Innenstadt nach Hause fährt, in bestimmte Bereiche zu kommen, wie zum Beispiel nach Ottersleben oder auch nach Beindorf-Suhlen. Da fährt der Bus alle Stunden, wenn du gerade den Anschluss verpasst hast, dann sitzt du da eine Stunde und deine Mutter ruft laufend an. Das macht auch keinen Spaß, wo du bleibst. Die machen sich ja auch Sorgen.
Demzufolge möchte ich gerne, dass Sie beiden Anträgen zustimmen. Es kann ja auch, so wie in der Stellungnahme steht, dass die Stadt natürlich das ein oder andere Verfahren nicht machen kann, aber sie könnte zum Beispiel ein Interessenkundenbekundungsverfahren machen, wer zum Beispiel von den Anbietern Interesse hätte. Und dann kann man ja da nochmal drüber reden. Aber das jetzt hier heute so abzulehnen, wäre ich jetzt nicht dafür und der ein oder andere sicherlich auch nicht.
Dankeschön.
Wir finden den Antrag eigentlich sehr gut, denn wir sind auch dafür, dass Mikromobilität, aber auch Carsharing unbedingt gefördert gehört und gehört einfach zu einer Landeshauptstadt dazu. Es gehört aber auch tatsächlich, wenn wir in unseren Verkehrsentwicklungsplan schauen, wenn wir darin schauen, was wir für Klimaziele haben, einfach dazu zum Umweltverbund und auch zur Mobilitätswende.
Uns war sehr wichtig mit diesem Änderungsantrag, dass das Wort stationsgebunden reinzubekommen, denn wir haben alle miterlebt beim E-Scooter und obwohl wir da andere Regularien eigentlich festgelegt haben, dass sich das bisher leider noch nicht so gut geklappt hat. Ich habe gehört, die Stadtverwaltung würde da doch nochmal irgendwann tätig werden. Das ist uns halt wichtig, dass wenn da weiter Gespräche geführt werden mit anderen Sharing-Anbietern, dass das halt mitgedacht wird. Denn auch Carsharing zum Beispiel in dieser Stadt ist ja bisher stationsgebunden. Das ist uns auch ganz wichtig, weil nur sowas wird in so einer Stadt in unserer Größe tatsächlich sich durchsetzen.
Bleibe ich vielleicht beim Thema, denn bisher ist es ja nicht so, dass das eine ganz komplett neue Idee war. Wir hatten in Magdeburg schon mal Nextbike, einen Bikesharing-Anbieter. Der hat sich nicht durchgesetzt, weil er auch kaum unterstützt wurde. Es wurden auch schon Gespräche geführt, wieder einen Bikesharing-Anbieter nach Magdeburg zu holen. Da gab es verschiedene runde Tische. Am Ende auch durch fehlende Unterstützung und fehlende Teilnahme der Stadt ist das auch wieder so ein bisschen einfach eingeschlafen. Und das ist eigentlich sehr schade. Und ich glaube, so verstehe ich die Intention jedenfalls des Antrags, dass das weiter forciert wird, dass sich das vielleicht bündelt.
Und ich meine, warum sollten wir auch nicht am Ende wir als Kommune oder ein Unternehmen unserer Kommune, wir haben ja auch ganz viele Unternehmen, nicht am Ende vielleicht einen solchen Dienst, auch gebündelten Dienst sozusagen von diesen verschiedenen Mikromobilitätsformen oder von diesen Sharing-Angeboten nicht auch am Ende anbieten? Warum müssen wir uns eigentlich da auch vielleicht für ein Externes reinkommen? Also ich finde, in die Richtung sollten wir denken. Und wie gesagt, wir haben das wirklich als ganz grundlegende Maßnahmen auch in unseren verschiedenen Maßnahmenplänen drin. Und deswegen sollten wir dem entsprechen.
Und ich will doch mal gerade auf Carsharing eingehen. Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, wenn Sie das Carsharing hier nutzen in dieser Stadt, dass das immer auf privaten Parkplätzen steht und eigentlich gar nicht im öffentlichen Raum. Das liegt vielleicht an der Sondernutzungsgebührensatzung, die deutlich zu hoch ist, weshalb zum Beispiel der Carsharing-Anbieter vielleicht dann eher auf dem privaten Raum umwechselt, wo es viel günstiger ist. Also das muss man sich auch mal überlegen. Obwohl wir auch da einen Beschluss von 2021 haben, den habe ich nochmal, weil glücklicherweise vor ein paar Wochen die Information rauskam zu diesem Beschluss, der schon sehr, sehr alt ist, ist nach wie vor nicht umgesetzt, dass die Stadt auch da sollte sie das Carsharing fördern und unterstützen auf öffentlichen Parkplätzen.
Parkplätze wieder das Thema. Aber also da will ich nochmal daran erinnern, dass haben wir eigentlich die Stadt schon dazu aufgefordert, Carsharing weiter zu forcieren. Es ist noch nicht so ganz umgesetzt worden. Also ich finde mit diesem Antrag und auch vor allem natürlich unserem Änderungsantrag können wir da einen Schritt in die richtige Richtung machen. Ich würde mir wirklich freuen, wenn wir heute ein Zeichen setzen und da in die Zustimmung kommen.
Ja, herzlichen Dank. Wenn man unsere Stellungnahmen reinschaut, dann sieht man ja, dass viel von dem, was hier genannt wurde, auch dort mit enthalten ist. Natürlich ist ein ÖPNV-Angebot immer besser, wenn man auch die erste und letzte Meile bedienen kann. Und das können in der Regel denn tatsächlich Drittanbieter, die genau über Tretroller oder andere Dinge, über Fahrräder diese letzte Meile bewältigen.
Gleichermaßen brauche ich auch Angebote für Schwachlastzeiten, wo ich mit dem ÖPNV nicht fahre. Auch das wird mitgedacht. Am Ende ist es tatsächlich so, dass wir schon dazu sowieso mit der MVW sprechen, die sich das auch sehr wünscht, dass dieses Angebot in der Art und Weise ausgeweitet wird. Und zum anderen gibt es auch immer mal wieder Interessenten, die diese erste und letzte Meile tatsächlich bedienen wollen.
Die Problematik, und das steht auch in unserer Stellungnahme drin, die wir haben, ist, dass wir nicht auf Einzelnen zugehen können und sagen, wenn Unternehmen A kommt, ja okay, das hört sich gut an, nehmen wir. Nein, das ist natürlich eine Konzession, die dort auszuschreiben ist. Und darum macht das das Ganze ein bisschen langwieriger und komplizierter. Wir sind trotzdem dran, aber ein bisschen Geduld muss man noch haben.
Der Beigeordnete hat genau das gesagt, was ich als Gegenargument aufführen wollte dazu. Ich würde aber trotzdem im Sinne dessen, dass wir demnächst auch über die Optimierung des ÖPNV sprechen, das wirklich intensiv geprüft wissen.
Also gerade was zum Beispiel Bikesharing angeht, könnte vielleicht auch lukrativ sein für die Anwendung der letzten Meile, das über die MVB mal drüber nachzudenken, ob das nicht ein Angebot wäre, was man nutzen könnte.
Und genau deswegen wird meine Fraktion auch ablehnen. Es steht ein explizites Unternehmen in diesem Beschluss drin. Und ich weiß nicht, ob das im Sinne des Gleichbehandlungsgebots, was man als öffentlicher Träger zu wahren hätte, irgendwie so gut wäre, wenn das als Beschluss so gehen würde.
Wir werden beide Anträge ablehnen, das hat mannigfaltige Gründe, zwei, drei davon wurden erwähnt. Erstens haben wir im Zuge der Diskussionen um die MVB, sei es jetzt im Aufsichtsrat, im Nahverkehrsentwicklungsplan und so weiter und so fort, sowieso schon die MVB mehr oder weniger so ein bisschen versucht mit in die Spur zu schicken, auch die letzte Meile mitzudenken und da Angebote, ihre eigenen Angebote im Service am Fahrgast auch mit zu erweitern. Da hat die MVB selbst auch ein hohes Interesse natürlich dran, weil es dann im Endeffekt nichts bringt, wenn Leute dann vielleicht die Straßenbahn nicht nutzen, weil sie die 500 Meter zu Haltestellen dann vielleicht irgendwie zu weit finden und dann nehmen sie dann vielleicht doch mal eine Elektrorolle oder was auch immer. Das heißt, da hat tatsächlich auch die MVB selbst ein Interesse dran.
Ob jetzt die Stadt das allerletzte Mikromanagement bis in die letzte Sackgasse durchorganisieren und durchplanen muss, das wagen wir auch so ein bisschen zu bezweifeln. Dafür haben wir einen ÖPNV, dafür haben wir einen öffentlichen Verkehrsträger, der für sowas prädestiniert ist, der auch Verkehrsströme und Versorgungsrouten kennt. Das zweite ist Fahrräder, ja gut, okay, Motorräder, Pkws. Also ja, es gibt Carsharing-Anbieter, die tatsächlich feste Standorte haben, die sind in der Innenstadt. Die haben diese festen Standorte, die sie mieten, damit sie den Standort auch immer haben. Es gibt im Stadtrand Carsharing-Anbieter, die kostenfreie Parkplätze nutzen. Das haben wir beispielsweise im Kanstieg. Da warte ich immer noch auf irgendeinen Beschluss aus Berlin seit gefühlt drei Jahren, ob das denn so stadthaft ist oder nicht, weil die stellen sich dann einfach ins Wohngebiet mit ihren Fahrzeugen, zahlen dafür keinen Cent, nehmen dann meistens mit irgendwelchen Transportern massenweise Parkplätze weg und haben halt eben nichts Stationsgebundenes, sondern stellen sich aber wirklich immer auf den gleichen Parkplatz. Ja, so die zahlen dafür nichts, aber das funktioniert in der Innenstadt nicht, dass du immer sagst, jetzt haben wir jetzt acht Transporter auf diesem Parkplatz. Dafür sind die einfach zu stark besetzt.
Zu dem Unternehmen, ich glaube, offensichtlich weiß hier niemand, wie Uber funktioniert. Uber hat keine Stationen, die wir denen zuweisen und dann fahren die da hin, sondern jeder Uber-Fahrer hat eine Firmenadresse. Wenn er eine Fahrt angenommen und diese beendet hat, muss er zu dieser Firmenadresse zurückfahren. Das ist kein Taxiunternehmen, der sich hinstellen kann, wo er will. Deshalb werden diese auch nicht behandelt wie ein Taxiunternehmen und deshalb können diese andere Preise anbieten. So wie das hier drin steht mit Uber, das funktioniert gar nicht. Kann man nicht geschont zwischen stationsgebunden irgendwo hinpacken, ansonsten steigt bloß die Taxibranche aufs Dach. Und abgesehen davon, solche stationären Sachen gibt es schon, das nennt sich halt einfach schlicht und ergreifend Taxi.
Dieser Antrag hat so viele Probleme und Sachen, die wir eigentlich schon momentan versuchen über die MVB zu lösen, wo es auch schon innerhalb der MVB Gedanken gibt, dass wir das schlicht und ergreifend, wie am Anfang erwähnt wurde, ablehnen werden. Vielen Dank.
Ich finde das ja gut, dass die CDU sich jetzt mal richtig einsetzt, so für die MVB und auch für die Magdeburger Taxifahrer, finde ich großartig. Man hätte aber auch die Möglichkeit, zum Beispiel genau was Sie als Gegenargument jetzt hier gesagt haben, warum hat denn Uwe keine Flächen, wo sie vielleicht Standorte machen können? Ja, jetzt rede ich.
Fakt ist doch eins, Sie hätten doch die Möglichkeit, einen Änderungsantrag zu machen, hätten Sie machen können, haben Sie nicht. Ja, denn Gesetze kann man ändern. Die CDU im Bundestag ändert doch auch alles, wir heben die Ausschreibungspflicht ab für Panzer, für Flugzeuge und so weiter, heben alles auf. Aber der kleine Mittelständler, der soll für 50.000 Euro diverse Sachen einreichen, aber große Sachen, der Panzerbauer, der braucht nicht nachweisen, wo er die baut und was da für Gehälter gezahlt werden.
So, jetzt kommen wir zurück zum Thema, Fakt ist eins, wir wollen was für unsere Jugendlichen machen und auch für die Anwendung, die die MVB nicht leisten kann. Die MVB fährt zwar nach Westerhüsen mit dem Spätverkehr, aber alle Stunden fährt die Bahn erst wieder Richtung Sohlen und Beindorf, zum Beispiel, oder nach Ottersleben. Wann sind Sie das letzte Mal mit der Straßenbahn zur Halberstädter Straße gefahren und von da aus mit dem Bus zum Teich? Anscheinend noch nie.
Aber schön, dass am Canningstie vielleicht ein Park-and-Ride-Platz ist, zum Beispiel in Westerhüsen, ist keiner. Und der nächste, von wegen hier die letzte Meile, ich habe von Westerhüsen bis zum AMO, weil da ist nämlich der nächste kostenlose Parkplatz, keinen, und das sind über acht Kilometer. Da ist nicht letzte Meile, das ist acht Kilometer, wenn wir mal hier Klartext reden. Und genau ist das in Reform so, in Ottersleben so und da könnte ich noch viele andere aufzeigen.
Und ich habe mich genau heute, können Sie gerne überall gucken, wir haben so eine schöne App, da kann man reingucken in Magdeburg, wo ist jetzt der nächste Park-and-Ride-Parkplatz. Die sind alle in der Innenstadt. Sie sagen zu mir als Aufsichtsrat von der MVB, ja, wir müssen die stärken. Ja, dann machen Sie doch mal Park-and-Ride an den Punkten außerhalb von der Innenstadt. Dann muss ich nicht mit dem Auto hierher fahren und dann steige ich in dem Park-and-Ride-Sharing-Auto-Taxi, wie auch immer, und fahre dann Ottersleben.
Ja, also im Grunde genommen sind das zwei Anträge, die so ein bisschen miteinander verquickt sind. Einmal der 610 und der 611. Einmal geht es um die Klinke-Quelle und zum anderen geht es auch um die Quelle, die aus dem Amtsgarten kommt.
Es ist eigentlich zu sehen, dass dieser Otterslieber Teich über die letzten Jahre in immer schlechterer Qualität gekommen ist. Fische leben da schon lange nicht mehr. Für die, die jetzt Reparaturarbeiten gemacht haben, die wissen, dass man also wirklich bloß bis zum Knie da lang kommt. Der Rest ist dann ja so Schlamm.
Und da ist die Idee geboren, sich da nochmal Gedanken zu machen, ähnlich wie man es auch im Amtsgarten gemacht hat, ein paar Meter höher oben an der Villa, dass man den Bypass schafft zu dem, wo das Wasser da schon lang kommt, dass das Wasser dann praktisch nicht ungehindert in die Klinke fließt, sondern in irgendeiner Form über einen Bypass kurz in den Teich reingeht, der am anderen Ende wieder rausgeht. Das würde dem Teich guttun.
Ich denke, man sollte hier einfach an der Stelle verhindern, dass aus dem Otterslieber Teich wie so eine Art Adolf-Mittags-See oder wie auch immer wird. Das war der Grundgedanke und ich denke, der Sache kann man getrost folgen.
Wenn man die Stellungnahme sieht oder liest, dann gibt es ja da so eine Arbeitsgemeinschaft, die sich darum kümmert. Ich weiß, dass diese Arbeitsgemeinschaft nicht nur auf dem Blatt Papier gibt, sondern auch reell, dass sie sich zeitnah um das Thema kümmern wird und das ist Sinn und Zweck des Ganzen. Dankeschön.
Dankeschön, Herr Vorsitzender. Ich muss einmal sagen, ich schließe mich dem Votum des Umweltausschusses an. Ich war nicht da, aber als Vorsitzender muss ich noch mal darauf hinweisen, dass in der Stellungnahme steht, dass die AG Magdeburger Seen, welche es gibt, auch befragt werden sollte. Das ist auch sehr wichtig, weil ich bin in der Sache total bei der Fraktion, die es beantragt hat.
Allerdings muss man da natürlich Feinheiten beachten. Ich oute mich auch als Wasserwirtschaftsmensch, der das hier studiert hat und auch leider da fachlich belastet ist und dadurch der Teufel halt im Detail steckt. Deswegen einfach nur die Frage an die Verwaltung. Gibt es dazu jetzt eine Stellungnahme?
Weil es steht auch noch mal extra unten im Absatz, der Stadtrat wird entsprechend informiert über das Ergebnis der AG Magdeburger Seen und das ist natürlich schon sehr wichtig. Danke.
Ja, herzlichen Dank. In der Tat gibt es ja schon Vorläufer zu dieser Frage, wo wir uns auch schon fachlich verständigt haben. Wir sind an der Stelle die Unterwasserbehörde insbesondere, teilweise weil es auch um andere, also um Seen wie den Neustädter See zum Beispiel geht. Der Fachbereich 40 ist mit dabei und darüber hinaus ist auch der Stadtgartenbetrieb mit dabei.
Ich leite diesen Arbeitskreis und in der Tat werden wir uns beim nächsten Mal dazu zusammensetzen. Wir werden die Vorschläge, wie man die Wasserqualität verbessern will, besprechen. Das steht tatsächlich in den Altanträgen so drin in unseren Stellungnahmen, das kann man sich durchlesen. Dann sparen wir jetzt ein bisschen Zeit, dass ich das alles dargestellt habe.
Ich werde nach der Sitzung berichten, für welche Variante wir uns entschieden haben.
Herr Reum ist ja schon los, man merkt schon, es kommt jetzt andere Luft hier raus, aber ich glaube, da muss mal besser darauf geachtet werden hier, das Sitzungsmanagement, dass die Luft hier vernünftiger drin ist. So, jetzt mal zur Sache.
Also ich bin eigentlich erstaunt, dass hier erzählt wird, dass im Ottersleber Teich keine Fische mehr sind. Das ist ja nicht so. Also da wird nach wie vor immer noch geangelt, die Klinke wird ja unterirdisch zum Ottersleber Teich geführt, das Wasser läuft dort ja hin, also da müsste ich blind sein, wenn ich nach Ottersleben zu meinem Bruder fahre, der wohnt an der Klinke, also wo das Wasser rausläuft unterirdisch und dort hin fließt immer noch.
Also ich weiß gar nicht, ob ich das so sagen darf, selbst Fische sieht man dort in der Klinke, wenn die dort von der Klinke kommen, runterkommen und wollen in den Teich rein, also so ist es ja nicht. Also ja, da muss was gemacht werden, das sagt der Angelverband auch, das ist so, da kann man zustimmen, aber ganz so schlimm wie in anderen Gewässern in Magdeburg ist es da doch nicht. Weiter geht's.
Ich beziehe mich auf die Begründung des Antrages unter Top 6.10, also Zufluss vom Ottersleber Teich. Dort steht drin, das wurde ja auch vorhin genannt, in der Begründung, es wurde vor rund 30 Jahren die Renaturierung der Klinke-Quelle zugesagt.
Jetzt habe ich mal gedacht, schaue ich da doch mal rein. Verträge, die vor meiner Geburt geschrieben wurden, machen richtig Spaß. Da ist das Thema barrierefreie PDF auf jeden Fall noch keins gewesen, aber in Ordnung. Es steht drin, die landschaftliche Gestaltung der Klinke-Quelle wird durchgeführt, nicht die Renaturierung. Also ich will nur einmal sagen, da steht nichts von Renaturierung drin, sondern landschaftlicher Gestaltung, das ist nicht dasselbe.
Und ich frage mich so ein bisschen, wir hatten letztes Jahr hier den Riesentopf, wo es um das Thema der Mülldeponie und dem Ausgleichsvertrag und dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen dem Bürgerverein Ottersleben und der Stadt Magdeburg, da gab es Riesendiskussion. Es gab Leute, die haben gesagt, naja, grundsätzlich sehen wir das, aber schwierig, weil damit gibt es vielleicht auch eine Bevorteilung von Ottersleben, Fragezeichen.
Und seit Stadt jetzt dafür entschieden, warum das nicht, wenn das doch im alten Vertrag zumindest ähnlich drin steht, warum steht das nicht im neuen Vertrag drin, das frage ich mich einfach, das hätte man doch einfach reinschreiben lassen können und das so fortführen können, das von mir aus auch noch in Renaturierung ändern können. Jetzt haben wir damals dann diesen Vertrag geschlossen, haben gesagt, gut, das machen wir alles und dann kommt man an und sagt, ja, aber übrigens aus dem Vertrag von davor, da wurde gar nichts alles gemacht, deswegen machen wir jetzt noch einen Antrag, wo wir das heilen.
Okay, wir sind nicht gegen eine Renaturierung, wir sehen das Thema und das ist durchaus auch sinnvoll, aber ich finde diesen Vorgang ein bisschen unglücklich und welche das einmal nochmal genannt haben, jetzt ist aufgestoßen, also nochmal im Altvertrag steht nichts von Renaturierung, nur von landschaftlicher Gestaltung, das ist ein Unterschied. Ansonsten ist natürlich unsere Partei und unsere Fraktion Fan von Renaturierungen und werden uns sicherlich nicht mit einer Ablehnung dazu verhalten, wollte das aber doch nochmal richtigstellen.
Hatte mich schon vor einer Weile gemeldet, aber wollen wir mal nicht sein. Also wenn man sich die Stellungnahmen anschaut, dann landen ja beide oder sind schon gelandet in dieser Arbeitsgruppe, nennen wir es mal. Allerdings mit völlig anderen inhaltlichen Aussagen.
Und zwar geht es ja bei der Klinke Quelle doch am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass man eigentlich sagen kann, das wird der Qualität des Sees, der Wasserqualität des Sees nicht unbedingt zuträglich sein. Anders da bei der Amsgarten Quelle, wo man dann drei oder vier, ich glaube vier verschiedene Möglichkeiten vorschlägt, wie man Wasser von der Amsgarten Quelle in den Ottersleber Teich einleiten könnte. Um dann dort zu dem Ergebnis zu kommen, dass wir das, oder dass der Eigenbetrieb das aus wirtschaftlichen Gründen im Moment nicht umsetzen kann und darum soll das auch in dieser Arbeitsgruppe.
Nichtsdestotrotz würden wir aufgrund der unterschiedlichen inhaltlichen Stoßrichtung jetzt den Antrag bezüglich der Klinke Quelle ablehnen und den Antrag bezüglich der Amsgarten Quelle, dem würden wir zustimmen. Unabhängig davon kann sich ja trotzdem diese Arbeitsgruppe dort beschäftigen, das kann sie ja auch selber quasi aufnehmen und dazu ein Statement abgeben, ist ja alles keine Frage. Aber aufgrund der unterschiedlichen oder der verschiedenen inhaltlichen Stoßrichtung bei den beiden Quellen würden wir das so handhaben.
Die Redezeiten wurden automatisch mit Hilfe einer Software ermittelt. Sie sind nur eine Schätzung und können von den tatsächlichen Redezeiten abweichen.